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  • DE-68309 Mannheim
  • 04/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-171177)

Grünzug Nordost und BUGA (Bundesgartenschau) 2023


  • 3. Rang freiraumplanerischer Teil


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    Architekten
    Labor für urbane Orte und Prozesse, Stuttgart (DE)

    Verfasser
    Prof. Stefan Werrer

    Mitarbeit
    Sandrine Nsoga, Caspar Steinmetz, Tim Weber

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Lohrberg Stadtlandschaftsarchitektur, Stuttgart (DE)

    Erläuterungstext
    bunt²

    Wie können die Städte mit ihrer Planung von Quartieren und Freiräumen auf die Herausforderungen der Zukunft - Klimawandel, demographischer Wandel und die Sicherung von (grüner) Infrastruktur – reagieren? Ein vielversprechender Weg liegt – gerade bei schrumpfenden Budgets – in neuen Strategien, in denen Stadt und urbaner Raum von den Bürgern mitgestaltet und mitgetragen, also co-produziert werden.

    Die Rückgewinnung des Spinelli-Areals und die Ausgestaltung des Nord-Ost-Grünzugs stellen ein ausgezeichnetes Testfeld dar, um dieser Prämisse zu folgen. Es soll kein klassischer Park entstehen, sondern ein experimenteller, bunter Bürger-Grünzug, in dem städtische Angebote und bürgergesellschaftliches Engagement zusammenspielen und das Nützliche zum Schönen findet.

    Auf diese Weise präsentiert Mannheim 2023 nicht nur eine gärtnerische Leistungsschau, sondern vor allem sich selbst: neben buntem BUGA-Grün wird die kulturelle Vielfarbigkeit der Stadt und die Initiative ihrer Bürger in den Blickpunkt gerückt: bunt²


    I n s e l n u n d M e e r
    50 Jahre militärisches Sperrgebiet, 50 Jahre terra incognita. Durch die BUGA besteht für Mannheim die Chance, verlorenen Stadtraum zurückzugewinnen und neu zu entdecken. Der Entwurf lädt die Mannheimer Bürger ein, diese Rückgewinnung mitzugestalten. Dazu wird der Grünzug als „Meer“ begriffen, in dessen Mitte 5 Inseln auf ihre Entdeckung warten – die Spinelli-Islands.
    Diese Grundfiguration des Raumes macht den Grünzug nicht zum separierenden, sondern zum verbindenden Element. Käfertal und Feudenheim und mit ihnen ganz Mannheim finden in den Spinelli-Islands eine zentrale, gemeinsame Entwicklungszone, eine neue Allmende.

    Um die Spinelli-Islands zu bilden, wird deren Umfeld als Wiesenmeer gestaltet. Gebäude und Straßen der Kaserne werden rückgebaut, der Boden rekultiviert. Der Wegeabbruch - große Betonplatten - wird an Ort und Stelle wiederverwendet. Zu Schotter oder Sand verarbeitet oder als rohe „Spinelli-Platten“ belassen, rahmen die Materialien die Inseln, einem Spülsaum gleich. Vielfältige Räume und Aneignungsmöglichkeiten entstehen aus der Durchdringung von neuem Saum und den Resten der Kaserne im Inneren der Inseln: ein Strand, ein Stangenwald, eine Lichtung, Ruinen- Dünen, Eisschollen über dem Meer.

    Spinelli-Islands
    In einer Rahmenhandlung einer "Entdeckungsreise" wird den Bürgern Gelegenheit gegeben, die Inseln schrittweise in Besitz zu nehmen. Vereine und Initiativen setzen über das Wiesenmeer und erforschen die Inseln. Die Pioniere finden ihre Orte, bespielen die Hinterlassenschaften in ihrem Sinne, wahren aber jeweils den Charakter eines öffentlichen Raumes. So entsteht aus Alt und Neu ein faszinierendes Exponat zeitgenössischer Freiraumkultur. Hier eine Mädchen-bike-Bahn auf einer Schutt-Düne, dort ein barrierefreier Mehrgenerationengarten auf ehemaligem Hallenstandort, hier eine migrants-Bar auf Schienen, dort ein vereinsgetragener Klettergarten zwischen alten Stahlgerüsten. Das Programm ist offen, einladend, inklusiv.

    Noch sind die Spinelli-Islands namenlos. Sobald die Bürger sich die Inseln angeeignet haben, werden sie Namen finden. Bis dahin verwendet der Entwurf Arbeitsbegriffe, die die Talente und möglichen Programme der Inseln umreißen:
    Die Kultur-Insel nimmt die Reste der U-Halle auf, die sich zu einem Kultur- und Veranstaltungsort wandeln, der auch nach der BUGA als Auftakt und Portal des Archipels dient. Auf der Garten-Insel werden neue Formen öffentlichen Gärtnerns erprobt – von der „Baumarche“ bis zu „Mannheimer Reis“-Feldern. Die Sport-Insel hebt sich durch eine Betonbruch-Skulptur besonders von der Umgebung ab. Die Skulptur rahmt Orte für sportliche Aktivitäten wie einen Hochseilgarten und dient selbst dem Bewegungssport. Auch die Natur-Insel spielt mit den Zeiten des Ortes: Über alten Schienen und Weichen erwächst neue, sinnlich erfahrbare Natur. Mit der Blauen Insel findet der Archipel im Westen seinen Abschluss. Eine große Wasserfläche knüpft den Bezug zur ehemaligen Neckarschleife und leitet über in den Aubogenpark. Wieder schafft recycelter Beton spannende Ufersituationen. Am Westufer bilden großformatige Spinelli-Platten ein Aussichtsdeck mit Gastronomie –das Insel-Café. Das Deck nimmt die Wegeverbindung aus den Kleingärten auf, so dass die Gastronomie langfristig auch als Kleingartenvereinsheim betrieben werden kann.

    Wiesen- und Ährenmeer und Aubogenpark
    Die Spinelli-Islands werden von zwei „Meeren“ umspült. Das Wiesenmeer entsteht auf den rekultivierten Kasernenflächen. In der Feudenheimer Au bleibt die landwirtschaftliche Nutzung erhalten und wahrt als Ährenmeer die Großzügigkeit und Durchgängigkeit des Raumes. Zwei "Uferwege" - „Käfertaler Uferweg“ und „Feudenheimer Uferweg“- rahmen das Meer und machen den Raum als Grünzug erlebbar. Der Käfertaler Uferweg dient gleichzeitig als Radschnellweg.

    Das Ährenmeer wird im Westen durch Kleingärten, im Osten durch den Aubogenpark begleitet. Der Park integriert den vorhandenen Gehölzbestand weitgehend. Naturnahe Pflanzungen und wechselfeuchte Bereiche werden eingebracht und erhöhen die Biodiversität. Fußwege durchziehen den Park und bieten kontrastreiche Ausblicke auf den abwechslungsreich gestalteten Park und das offene Ährenmeer.

    Wiesen- und Ährenmeer werden ebenfalls co-produziert, nun aber durch professionelle Landwirtschaft. Die Wiesen sind reich an Leguminosen und bedürfen keiner Düngung. Ihr Aufwuchs wird auf dem Grünen Betriebshof in einer Modellanlage energetisch verwertet.

    Gärtnerei-Fuge
    Auch der dritte Grünzug-Raum kommt ohne klassische Parkpflege aus: die Gärtnerei-Fuge. Sie schiebt sich ganz im Süden zwischen den östlichen und westlichen Teil des Sportparks. Zusammen mit der Feudenheimer Schleuse - einem wichtigem Objekt der Baukultur - bildet sie den Auftakt zum Grünzug und die Verbindung zum Luisenpark. Die hier befindliche, lange Zeit vernachlässigte Gärtnerei-Siedlung - bei genauerem Blick ein Kleinod! - wird reanimiert. Gebäude und historische Gewächshäuser werden saniert und auf den Flächen innovative, bürgergetragene Gartenbaukonzepte initiiert. Die Tankstelle an der Feudenheimer Allee erweitert sich zur "Gemüse-Tankstelle". Hier können Pendler neben einer Tankfüllung Produkte aus den Gärtnereien erwerben und damit auf direkte und sinnliche Art bunt² erleben.


    S t ä d t e b a u

    Der Bürger-Grünzug wird von drei prägnanten Quartiersergänzungen begleitet, die deutlich ablesbare Ränder und Silhouetten zum Freiraum hin ausbilden. Die Arrondierungen nehmen die vorhandenen, heterogenen Strukturen auf und überführen sie in prägnante stadträumliche Figuren.

    Jeder der drei Entwicklungsbereiche generiert dabei aus der Beschäftigung mit dem spezifischen Ort und seinem Bestand, im Umgang mit dem Stadtrand und der Parklandschaft sowie mit einem eigenen experimentellen Ansatz eine spezifische Quartiersidee. Durch die Ermöglichung von Teilhabe, Austausch und Kommunikation verstärken die städtebaulichen Entwicklungsbereiche den stadtkulturellen Aspekt von bunt².


    Maker-City
    Die Anregung für Kultur- und Arbeitshöfe wird mit der Idee der Maker-City aufgegriffen, die eine bestandsorientierte Entwicklung der Pionier-Kaserne mit dem Experiment eines breit nutzungsgemischten Quartiers verbindet. Das Kasernenareal wird zu Kreativhöfen transformiert, die Produktion und besonderes Wohnen (Gründerwohnen, Atelierwohnungen, etc.) verbinden. Zusammen mit dem Grünen Betriebshof und einem Food-Hub (Vertrieb regionaler Produkte, Nahversorgung für Feudenheim) entsteht so die Basis für eine starke Quartiersidentität. Durch die Aufwertung der rückgebauten U-Halle zu einem Veranstaltungsort wird auch das Gewerbegebiet Talstraße besser integriert und aufgewertet. Es kann Teil der Maker-City werden. Die Erschließung der Kreativhöfe erfolgt über die Talstraße in Form einer einfachen Ringerschließung. Zum Freiraum hin bildet die Maker-City klar ablesbare Raumkanten aus, nach innen gliedern die Höfe, der Flower-Tower und ein „Grüner Rahmen“ das Quartier und verbinden es mit dem Wiesenmeer.
    Mit dem Experiment einer produktiven Stadt verbinden sich die ökonomischen Aspekte von bunt².


    Wachenheimer Gärten
    In den Wachenheimer Gärten wird der Gedanke „die Stadt weiterzubauen“ in Gestalt eines flexibel programmierbaren und in seiner Körnung an die vorhandene Siedlungsstruktur angelehnten Siedlungsteppich aus unterschiedlichen Grundelementen interpretiert. Hier sind Einfamilienhäuser und Doppelhäuser sowie Reihenhausstrukturen möglich. Im Gegensatz zu den angrenzenden Siedlungsbereichen wird allerdings auch eine angemessene öffentliche Durchwegung vorgeschlagen. Die Erschließung erfolgt über die Rüdesheimer und Wachenheimer Straße sowie daran angebunden über eine verkehrsberuhigte Ringerschließung.
    Gegliedert wird der Bereich durch eine Grüne Bresche, die den Siedlungskörper mit der Parklandschaft verzahnt und den Hochbunker an der Wachenheimer Straße einbezieht. Drei- bis viergeschossige Punkthäuser formulieren eine Kante zum Park, gewährleisten aber auch eine Durch-lässigkeit und damit hohe Wohnqualität. Neben differenziert gestalteten Freiräume im Hinblick auf familienfreundliches Wohnen zeigt sich der richtungsweisende Modellcharakter dieses Quartiers im bautechnologischen Experiment auf dem Gebiet des ressourcenschonenden Bauens. Im Spannungsfeld von effizienten Bauweisen und der weitreichenden Wiederverwendung lokal vorhandener (Material)ressourcen aus dem Kasernenbereich findet sich so der bauökologische Aspekt von bunt².

    Quartier am Park
    Die Siedlungsstrukturen nördlich der Dürkheimer Straße werden in ihrer Maßstäblichkeit aufgenommen und in Form von unterschiedlich programmierten „Streifen“ in Richtung Grünzug als Quartier am Park fortgeführt. Unterbrochen wird die Abfolge der Streifen durch einen Quartiersplatz, der sich nach Süden zum Wiesenmeer hin orientiert. Er bietet auch der angrenzenden Bestandsbebauung eine neue Mitte.
    Zum Freiraum hin bilden Terrassen und Sitzstufen und zwei langgestreckte Spiel- und Rasenwellen eine räumliche Differenzierung bei hoher Aufenthaltsqualität. Hier, um den Quartiersplatz sowie entlang der Durchgangsstraße finden sich in den Erdgeschosszonen ergänzende Nutzungen und Flächen für Dienstleistungen. Das vom Mitein¬ander verschiedener Wohnformen und vom Nebeneinander unterschiedlicher Eigentumsformen geprägte Quartier am Park spiegelt in seiner Vielfalt als typologisches Experiment den wohnungs¬politischen Aspekt von bunt².

    Kreislaufkonzept
    Landschaftstransformation, Kasernenkonversion, Bundesgartenschau und schrittweise Quartiersentwicklung werden durch ein umfassendes Kreislaufkonzept verbunden. Nicht nur historische und identitätsstiftende Elemente der früheren Nutzung des Ortes sondern auch die in vielfältigen Formen vorhandenen Materialressourcen werden recycelt und helfen, den Ort aus dem Ort heraus zu entwickeln. Darüber hinaus bietet das transparente Aufzeigen dieser Materialkreisläufe einen hervorragenden Anknüpfungspunkt für ein inspirierendes BUGA-Programm. Der Transformationsprozess wird Teil der für alle erlebbaren Landschaftswahrnehmung.


    B U G A 2 0 2 3
    Die BUGA zeigt das bunte Mannheim. Die gärtnerischen Ausstellungsflächen werden an den zwei Haupteingängen konzentriert und ergeben in Kombination mit den Insel-Exponaten die Möglichkeit zu einem Rundweg, der alle bunt²-Stärken zeigt.

    Der Feudenheimer Hauptzugang inszeniert den Umbau der Spinelli-Kaserne. Die späteren Kreativhöfe werden durch den Flower-Tower, einen Bühnenhof und einen Blumenhof vorweggenommen. Quadratische Schauflächen nehmen Bezug zu Mannheim und bunt². Der Grüne Betriebshof erhält einen „Grünen Rahmen“ und kann seine Dauerschauanlagen an prominenter Stelle zeigen. Die BUGA leistet so einen wichtigen Beitrag, um die städtebauliche Zukunft der Maker-City anzustoßen und dieses auf der „mental map“ Mannheims zu verorten.

    Der Käfertaler Haupteingang wird auf die Grüne Bresche ausgerichtet, so dass sich ein attraktiver Auftakt und kurzweiliger Zuweg zur BUGA bietet. Die städtebauliche Wandlung Käfertals wird erlebbar. Am Rande des Wiesenmeers empfängt dann das Blumenkabinett mit großzügigen Schauflächen die Besucher.

    Der Spinelli-Archipel wird über Stege erschlossen, die das Wiesenmeer gleichsam überbrücken. Die Kultur-Insel lockt mit einem großen Gastronomieangebot und viel Rastmöglichkeit im Freien. Die U-Halle wird bis auf 3 Einzelbauten rückgebaut. So entstehen die „U-Gastro“, die „Blumenhalle“ und der „Kleine Bahnhof“. Sie rahmen die Außengastronomie, die unter den mit Sonnensegeln verspannten alten Stahlrahmen ihren Platz findet. Die tieferliegenden Bahngleise werden in einen Senkgarten, umgewandelt, der Wildstauden zeigt. Nach der BUGA verbleibt von den Gebäuden nur die U-Gastro, so dass der Grünzug seine klimatische Wirkung voll entfalten kann. Die Kultur-Insel steht dann neuen Freiraumnutzungen offen.
    Nicht nur für mobilitätseingeschränkte Besucher interessant: Die Gleisanlagen der Spinelli-Kaserne bleiben in Teilen erhalten, so dass eine Pendel-Bahn von der Kultur-Insel zum Käfertaler-Eingang eingerichtet werden kann.

    Garten-, Sport- und Natur-Insel zeigen sich als Gartenkultur „in progress“. Die Insel-Pioniere selbst präsentieren sich, ihre Geschichten, Initiativen und Angebote und verdeutlichen so die kulturelle Vielfalt und das bürgerschaftliche Engagement in der Stadt. Mit der Blauen Insel kann der Rundweg für eine weitere Rast unterbrochen werden, bevor der neue Aubogenpark mit naturnaher Gestaltung und dem „Spielplatz Auenland“ an der alten Gärtnerei einen gedachten Rundweg schließt.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Weit wird der zukünftige Grünzug aufgespannt und nachvollziehbar mit der Vogelstang im Osten sowie dem Neckarufer im Süden verknüpft. Der dafür notwendige Eingriff in die Kleingärten ist präzise auf das notwendige Maß beschränkt. In diese neue großzügige Leere eingestreute Reste der Spinelli Barracks, die laut den Verfassern wie „Inseln im Meer schwimmen“ sollen, versprechen zunächst einen spannungsvollen Kontrast. Durch stark verspringende Baukanten der angrenzenden Baufelder und weit hineingezogene Fugen erzeugen die Verfasser ein Maximum an Parkkante, damit viele Grundstücke in 1A-Lage liegen und auch spürbarer Zugang für die „hinteren Reihen“ in die freie Landschaft entsteht.
    Die städtebaulichen Arrondierungen erscheinen in Maß und Struktur mit Ausnahme des ehemaligen Kasernenhofs schlüssig. Kleine Stadtplätze und Dominanten in Käfertal, verschiedene Gebäudetypen erzeugen Vielfalt und letztlich auch Flexibilität für die zukünftige Entwicklung und Veränderung von Wohnbedürfnissen. Der Parkrand erscheint an einigen Stellen noch zu heterogen.
    Radschnellweg und der Hauptfußweg legen sich konzeptkonform an die Ränder an. Ein neues Café am Rand der Kleingärten sitzt sinnvoll an bestehenden Wegebeziehungen und offeriert Wasserblick.
    Die BUGA kann sich sinnvoll und komprimiert in die vorgeschlagene Struktur einlegen. Allerdings ist die Verknüpfung der einzelnen Gartenschau-Inseln wie auch die achsiale Betonung des Hochbunkers nicht überzeugend.
    In der detaillierten Ausprägung des Konzeptes, insbesondere des großen neuen Parks, des Hochgestades und des Gewässers stellen sich jedoch vermehrt sehr kritische Fragen. Verhält sich die Wegeführung nicht zu formal und besitzt zu wenig Spannung und überraschendes Erlebnis? Sind so viele Wege notwendig, die den Wiesenraum und auch die U-Halle zerschneiden? Können die kleinen, romantisch verfremdeten Inseln überhaupt etwas von der ehemaligen, roughen und rigiden Struktur der Barracks erzählen? Oder sind sie nicht so zu netten Freiraumapplikationen geworden? Wieso bedient man sich für den See derselben Formensprache? Was hat diese naturhaft wirkende Gestaltsprache mit einem künstlichen Gewässer zu tun? Und ist der See nicht zu zurückhaltend um sich in der großzügigen Landschaft zu behaupten?
    Der Wert des Beitrages wird im grundlegenden Konzept gesehen, das auch ein Materialrecycling von Beton, Asphalt, der Gabionen und von Hallenelementen beinhaltet.


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