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  • Zuschlag

    Orangerie - Visualisierung der Südfassade mit neuem Eingangsbereich, © Rüthnick Architekten

    Architekten
    Rüthnick Architekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Elisabeth Rüthnick , Malte Looff

    Erläuterungstext
    Auszug aus dem Erläuterungsbericht:

    Entwurfskonzept
    Im respektvollen Umgang mit der denkmalgeschützten Orangerie am Nordtorgebäude im Park Sanssouci ist ein Entwurfskonzept nach dem Prinzip Haus im Haus entstanden.
    Ein klar ablesbarer Baukörper wird als eigenständiger Neubau in den Bestand integriert. Dieser nimmt allseitig respektvollen Abstand zu den historischen Fassaden. Die vorhandene Großzügigkeit des Innenraums bleibt weiterhin wahrnehmbar. Es entsteht eine Zwischenzone mit lebendigem Charakter als halböffentlicher Bereich, die als Gruppenarbeitsplatz, Selbstlernbereich oder auch als Treffpunkt und Pausenzone für die Nutzer dient.
    Die leichte Wölbung des Neubaus lässt eine Spannung zwischen Alt und Neu entstehen und schafft eine qualitätsvolle Aufweitung im Bereich der Eingangszonen auf der Ost und Westseite. Der Neubau wird als eigenständiger Baukörper erkennbar und differenziert klar zwischen neuer und alter Bausubstanz. Entlang der inneren, historischen Längswand wird der Neubau mit einer großzügigen Schattenfuge vom Bestand abgesetzt. Die Erschließung des 1. Obergeschosses erfolgt auf der Nordseite unter Nutzung des ehemaligen Revisionsgangs. Mit der Umnutzung als Lehrstätte für das Institut für jüdische Theologie der Universität Potsdam wird der ehemalige Pflanzenhain mit studentischem Leben gefüllt und die vorhandene Raumqualität des Bestands ausgenutzt.

    Fassade
    Über die neue, großzügige Glasfassade auf der Südseite wird eine Assoziation zur Orangerie wieder hergestellt. Die im Zuge der Nutzung als Sporthalle in den 1960 Jahren überformte Fassade wird allseitig erneuert und mit einem Putz versehen, der den historischen Befunden entspricht. Die vertikalen Lamellen der Verglasung mit einer horizontalen Teilung sind eine Neuinterpretation der historischen Fassade und strukturieren diese neu. Die Glasschwerter sind drehbar, bilden den Wetterschutz und sorgen für eine ausreichende Belüftung und Belichtung des dahinterliegenden Raumes. Auf einen außenliegenden Sonnenschutz kann verzichtet werden, da der Bereich zwischen Bestand und Neubau bauphysikalisch als Pufferzone ausgebildet wird. Im Sommer kann die Fassade großflächig geöffnet werden und der Zwischenraum wird zum Außenraum.
    Bei der Gestaltung der Fassade des Neubaus im Innenraum schafft das Fassadenmaterial Holz eine warme lebendige Atmosphäre mit hoher Aufenthaltsqualität. Zugleich bildet die Fassade die thermische Hülle und den akustischen Schutz und enthält den Sonnenschutz für die Büro und Seminarräume. Für eine gute Akustik des Zwischenraums wird die Fassadenhaut und auch der Dachraum mit akustischen Elementen ausgestattet.

    Mitarbeiter: Maren Kirmse, Evelyn Petry

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 06.05.2015, 09:20
Zuletzt aktualisiert 06.05.2015, 12:51
Beitrags-ID 4-102543
Seitenaufrufe 203