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  • DE-75196 Remchingen
  • 04/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-182709)

Neubau Rathaus / Neugestaltung San-Biagio-Platani-Platz


  • 3. Preis


    Architekten
    BFK Architekten, Stuttgart (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Reiner Hahn

    Mitarbeit
    Alexander Streit

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: GREENBOX Landschaftsarchitekten, Köln (DE), Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Den Verfassern gelingt es, mit dem Rathausneubau einen präzisen Baustein in die heterogene Umgebung der neuen Ortsmitte zu setzen. Die Aufnahme der angrenzenden Gebäudefluchten und Raumkanten ist nachvollziehbar und lässt einen großzügigen Rathausplatz im Westen und angemessen proportionierte Freiräume im Norden und Süden entstehen. Der daraus entwickelte trapezförmige Baukörper bildet ein adäquates Gegenüber zur Kulturhalle und vermittelt durch seine Höhenstaffelung zwischen den bestehenden Bauten.
    Haupteingang und Ratssaal öffnen sich im Norden zur Hauptstraße und Kulturhalle und sind als spürbare Räume nach außen ablesbar, wobei die Fahrradplätze hinter den Arkaden direkt vor dem Hauptzugang und der im Norden schattige überdachte Eingangsbereich hinterfragt werden. Der separate Abendzugang zum Ratssaal wird positiv bewertet.
    Die straßenseitige Anordnung von Bürger- und Kartenbüro und die zu den Plätzen hin orientierte Gastronomie, lassen die gewünschte Belebung in der Erdgeschosszone erwarten.
    Der Atrium-Typ entspricht den funktionalen Anforderungen eines Rathauses mit Verwaltungsräumen. Das erdgeschossige Foyer erscheint jedoch zu groß dimensioniert und versäumt es, die innenräumlichen Potentiale z.B. über eine an den Luftraum angelegte Erschließung auszuschöpfen.
    Die Bürogrundrisse sind gut organisiert und erlauben sowohl mögliche Fremdnutzungen als auch eine Rathauserweiterung.
    Das Gebäude nimmt die Materialität des ortstypischen Buntsandsteins auf und überträgt sie in einem Wechselspiel von offenen, geschlossenen und halbdurchlässigen Fassadenelementen in eine zeitgemäße Formensprache, wobei die Maßstäblichkeit im Erscheinungsbild eher in einem städtischeren Umfeld angesiedelt erscheint.
    Die im Ideenteil vorgeschlagene Verbindung zur Pfinz und deren Aufwertung durch gestaltete Uferterrassen gibt der neuen Ortsmitte wertvolle Außenraumqualitäten. Die Notwendigkeit eines Parkdecks zu Gunsten einer Festwiese ist jedoch zu prüfen.
    Die Arbeit stellt einen guten Beitrag für den Rathausneubau und die neue Ortsmitte dar.