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  • DE-84072 Au in der Hallertau
  • 09/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-174545)

Neugestaltung der Oberen und Unteren Hauptstraße


  • 1. Preis Zuschlag


    Landschaftsarchitekten
    terra.nova Landschaftsarchitektur, München (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Yvonne Baur, Carola Stürzer, Philip Schmoeger

    Preisgeld
    20.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf überzeugt hinsichtlich der klar lesbaren Aufteilung in zwei Bereiche, den sogenannten Kernbereich um den Marktplatz, sowie den sog. Außenbereich in der Unteren und Oberen Hauptstrasse.
    Begrüßt werden die Durchgängigkeit des Granitpflasters im Bereich des Gehwegs und der Wechsel im Fahrbahnbelag, um die unterschiedlichen Nutzungsbereiche deutlich zu definieren. Positiv sind auch die gepflasterten Ortseingänge (Eingangsplätze), die den Verkehrsteilnehmer auf den Wechsel der Straßensituation aufmerksam machen. Hier werden jeweils auch eine Vielzahl von Bäumen angeordnet, die für diesen Bereich jedoch zu dominant wirken. Die Stellplatzsituierung im Fahrbahnbereich wird grundsätzlich als sehr gut befunden, jedoch sollte im Kernbereich aus funktionalen Gründen die Anzahl erhöht werden. Eine Herausforderung ist die unklare Definition des nördlichen Bereichs des Marktplatzes, bei dem zwar der Maibaum versetzt wird, aber sonst kaum Aussage zur Gestaltung getroffen wird. Auch die Lage und Ausformulierung der Bushaltestellen sollte überprüft werden.

    Zu begrüßen sind die Ansätze zur Aufwertung der Leerstände entlang der Oberen und Unteren Hauptstraße sowie der reichhaltige Ideenteil mit dem Element Wasser, das an unterschiedlichen Stationen im Ortsbereich erlebbar gemacht wird. Ob diese Maßnahmen alle umsetzbar sind, wird allerdings insbesondere hinsichtlich des Marktbrunnens und der Vielzahl an Elementen im Bereich der Wegeverbindung Leitersdorfer Bach/Färbergraben angezweifelt. Die Überspannleuchten werden grundsätzlich positiv bewertet, kritisiert wird aber die Ausformulierung mit dem sog. Hopfenhimmel, der zwar einen gestalterischen Ortsbezug aufweist, aber von der klaren Struktur des Straßendorfes ablenkt und auch bezüglich der Kosten negativ gesehen wird. Bemängelt werden fehlende Aussagen zu Baumarten und Ausstattungsgegenständen, wie z.B. Fahrradständern und Bänken.