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  • DE-85551 Kirchheim
  • 09/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-180479)

Neubau „Haus für Kinder“


  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    Koeber Landschaftsarchitektur, Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: H2M Architekten + Stadtplaner GmbH, Kulmbach (DE), München (DE)
    Bauingenieure, Tragwerksplaner: Dr. Kreutz + Partner, Nürnberg (DE), Oberschleißheim (DE), Bamberg (DE), Münnerstadt (DE), Regensburg (DE)

    Preisgeld
    4.666 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der geplante Baukörper gliedert sich in 4 Kuben auf und reagiert somit auf die umgebende Bebauung. Das Gebäude erhält eine eindeutige Adresse und der Eingang zum Kinderhaus wird durch den Gebäudeversatz und die Zweigeschossigkeit akzentuiert.
    Die städtebauliche Lage im Grünband und die Verbindung zum JUZ werden durch Freiraumabfolgen und Vegetationsstrukturen gut gelöst. Lediglich die Parkierung an der Nordseite wird durch das fehlende Vorfeld am Gebäude als störend empfunden. Innerhalb der Freianlagen erhält jede Altersgruppe ein detailliertes Spiel- und Bewegungsangebot mit direkter Zuordnung an die entsprechenden Räume. Obwohl das gesamte Raumprogramm des Kinderhauses ebenerdig organisiert worden ist, ergibt sich keine flächenhafte Gebäudeerscheinung.
    Das Foyer dient als zentraler Treffpunkt und kommunikative Mitte und lässt sich durch den Mehrzweckraum sehr gut erweitern. Die innerräumliche Organisation des windradförmigen Grundrisses ist klar gegliedert und die einzelnen Nutzungsbereiche sind wohl überlegt. Positiv bewertet wird hier u.a. die Lage des Büros der Kita-Leitung am Eingangsbereich oder der innerräumliche Abstand der Kinderkrippe zu den anderen pädagogischen Bereichen aufgrund der abweichenden Ruhezeiten.
    Bei diesem Entwurf ist eine evtl. spätere Umnutzung des Horts zu einem Kindergarten problemlos möglich. Aus pädagogischer Sicht wird der erdgeschossige Entwurf begrüßt, ebenso wie die direkten Zugänge zu den Freibereichen über Schmutzschleusen. Der Wohnungsmix entspricht den Anforderungen der Gemeinde. Die Wohnungen werden über einen gemeinsamen Treppenraum optimal erschlossen. Über die Gestaltung der Lochfassaden wurde kontrovers diskutiert.
    Die vorgeschlagene Massivholzbauweise wird durch die vorgenommene Materialwahl konsequent umgesetzt. Das energetische Gesamtkonzept wirkt schlüssig und ökologisch sinnvoll. Bei den Kennwerten liegt die Arbeit im mittleren Durchschnitt.
    Dieser Wettbewerbsbeitrag schafft innerräumliche Qualitäten, die sich auch im äußeren Erscheinungsbild widerspiegeln. Die Arbeit besticht durch konsequente Funktionalität und einem dieser Einrichtung würdigen Erscheinungsbild. Allerdings ist anzumerken, dass die Realisierung des Baukörpers samt Freianlagen erst nach dem Rückbau der Hauptstraße möglich ist.
    Brandschutztechnisch bestehen keine Bedenken, wobei die Ausgangstüren in den Ansichten nicht erkennbar sind. Die entsprechenden Ausgänge sind zu schaffen.
    Personal-, Intensiv- und Elternraum im Erdgeschoss haben keinen ersten sicheren Rettungsweg. Ob die Fenster als erforderliche Notausstiege verwendet werden können, ist nicht klar erkennbar.
    Abstellboxen im Flur 2.OG müssen brandschutztechnisch getrennt werden. Der zweite Flucht- und Rettungsweg aus der mittleren Wohnung muss über das Dach führen.