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  • DE-33100 Paderborn
  • 05/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-186191)

Springbach Höfe


  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner, Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    30.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf überzeugt durch die einfache Gliederung unterschiedlicher Funktionen und Nutzungen. Er bildet durch eine klare Randausbildung eine gute Lösung für den Übergang des Quartiers in den Landschaftsraum und eine deutlich lesbare Stadtkante aus. Eine zweite klar gegliederte, grüne Kante wird entlang der Driburger Straße mit einer Radwegerschließung und dem Fußweg entwickelt. Dieses Erschließungsband bildet einen ausreichenden Abstand zwischen Wohnbebauung und Straße und formuliert so eine neue Einfahrtsituation in die Stadt.

    Die Lage des Quartierszentrums mit einem Platzbereich im Eingangsbereich direkt an der Driburger Straße bietet eine gute Anbindung an das nördlich angrenzende Wohnquartier Kaukenberg. Die Erschließung dieses Quartierszentrums funktioniert unabhängig von der Erschließung des Wohnquartiers Springbach Höfe, so dass das eigentliche Wohnquartier relativ verkehrsarm ausgebildet werden kann und eine gute Versorgung auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gegeben ist.

    Die Bebauung im Eingangsbereich des Quartiers und in direkter Nachbarschaft zum landschaftlich wertvollen Springbachtal bietet die Option für ein hochwertiges Angebot im Geschosswohnungsbau.

    Das Quartier wird gegliedert durch ein Freiraumband, das es als grüne Mitte durchzieht und unterschiedliche Funktionen wie Regenrückhaltung, Spiel- und Aufenthaltsfunktionen aufnimmt. Gesäumt wird das Freiraumband von einer mehrgeschossigen Gebäudekante, die ein klares städtebauliches Rückgrat aufbaut. Der Quartiersplatz bildet ein wichtiges Gelenk für den Übergang öffentlicher Raum, Grünes Band und den sich daran anschließenden Wohnquartieren.

    Der Entwurf bietet ein sehr stabiles städtebauliches Gerüst, das viele typologische Variationsmöglichkeiten zulässt. Es werden klar lesbare Teilquartiere vorgeschlagen, die eine Entwicklung in Bauabschnitten, innerhalb derer unterschiedliche Gebäudetypologien realisiert werden können, begünstigen. Die gleichmäßigen Baufelder bilden ein klares und stabiles städtebauliches Raster. Es bleiben darüber jedoch Fragen an die Variabilität und die Qualität des Freiraums. Das wenig differenzierte Grüne Band und die nicht immer klare Zonierung der gemeinschaftlichen Freiräume überzeugen nicht ganz.

    Der Entwurf zeichnet sich aus durch einen sparsamer Umgang mit Verkehrsflächen und 3 ÖPNV-Haltepunkte im Quartier. Der ruhende Verkehr wird vorwiegend auf den Grundstücken organisiert, so dass der öffentliche Raum nicht durch überdimensionierte Verkehrsräume belastet wird.

    Problematisch ist die Zerschneidung des Grünen Bandes durch die Erschließungsspangen, die seine Qualität als zusammenhängenden Freiraum stören.

    Insgesamt überzeugt der Entwurf durch eine klare städtebauliche Haltung und die Idee, in einem starken Raster eine große individuelle Vielfalt zu ermöglichen. Problematisch erscheint die Gleichförmigkeit des Grünen Bandes und die stereotyp ausgebildeten Wohnstraßen und Wohnhöfe.