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  • Preisgruppe

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    Modellbauer
    Matthes Max Modellbau GmbH, München (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: lauber zottmann blank architekten gmbh, München (DE)
    Landschaftsarchitekten, Stadtplaner: Valentien + Valentien, München (DE)

    Preisgeld
    8.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    „Parkstadt“ nennen die Verfasser ihr Quartier. Sie verfolgen das Konzept urbanen Wohnens – eingerahmt von den wertvollen Waldbeständen. Klar grenzen sich die scharf geschnitten städtischen Blockrandgebäude ab und formulieren eindeutige Grenzen öffentlicher und gemeinschaftlicher Räume. So gewinnt das Quartier mit einfachen Mitteln an Eigenständigkeit und Unverwechselbarkeit in einem sehr heterogenen Umfeld. Das ruhige, gleichmäßig geführte Höhenprofil überlässt dem Maurer-Hochhaus seine Rolle als Wahrzeichen des neuen Campus. Spannungsvoll sind die verschieden großen Nachbarschaftseinheiten zueinander gesetzt. Hier gelingt es den Verfassern, Enge und Weite von Räumen bewusst einzusetzen. Knappe öffentliche Straßenräume stehen angenehm weiten gemeinschaftlichen und privaten Räumen im Blockinneren gegenüber. Auch im Detail wird darauf geachtet, die notwendige Privatheit durch einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen, z. B. durch Anheben des EG Niveaus zu erhalten – hier mit allen Konsequenzen für die interne Erschließung und den Hofraum. Die Gebäudetiefen sind konsequent auf die gewählte Gebäudetypologie (Spännertypen, Wohnungen einseitig orientiert oder zum Durchwohnen) abgestimmt. Die Lage der Gewerbeflächen im Nordosten und Integration in den Blockrand ist richtig gewählt. Auch die Lage der Kinderbetreuungseinrichtungen im Nordwesten des Planungsgebiets und im Süden des Kiefernangers ist nachvollziehbar. Das gewählte städtebauliche Layout passt konsequent zur Gebäudeerschließung, die ausschließlich vom Blockrand vorgesehen ist. Dies ergibt eine eindeutige Zonierung störungsarmer Hofinnenräume und lärmbelasteter Außenräume (Straßen, Wege). Der ruhende Verkehr wird in mehreren Tiefgaragen untergebracht. Die Querung einer externen Tiefgarage, um zur Hochhaus-Tiefgarage zu gelangen ist umständlich. Der dem Hochhaus vorgelagerte Block wird kontrovers diskutiert.

    Der Kiefern-Anger in der Mitte des Gebiets ist als immergrüner Kontrast zu den umgebenden Waldbeständen klug gesetzt. Er liegt an der richtigen Stelle als zentrierender Quartiersmittelpunkt im Norden des Hochhauses und im Süden des Studentenwohnheims. Besonders hervorzuheben ist auch die Freiraumqualität der Ränder, die auch den umliegenden Quartieren sehr zugute kommt. So wird beispielsweise die Hofmannstraße als „Wäldchen-Terrasse“ weitergeführt, um den westlich Siedlungsrand zum Park klar abzugrenzen und zu aktivieren: als Fuß- und Radwegeverbindung und als einen vielfältig bespielbaren Freiraum. Leider liegt die „Wäldchenterrasse“ in dem zu schützenden Landschaftsbestandteil.

    Der Entwurf verspricht ein lebendiges, kompaktes Stadtquartier mit genügend öffentlichen und privaten Freiräumen und Freiheiten: eine Reduzierung der Geschossfläche wie in der Variante dargestellt erscheint bei diesem Entwurfskonzept nicht erforderlich.


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