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    Modellbauer
    Holmer Schleyerbach, Darmstadt (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Innenarchitekten, Stadtplaner: raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mbH, Frankfurt am Main (DE)
    Landschaftsarchitekten: ST raum a. Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin (DE)

    Preisgeld
    8.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das vorgeschlagene städtebauliche Konzept zeichnet sich durch eine hohe urbane Dichte bei geringer baulicher Höhe aus.

    Die Campusstruktur mit klassischen Wohnblöcken und Innenhöfen als Leitidee und der Verzicht auf weitere Hochpunkte, die mit dem Siemenshochhaus in Konkurrenz stehen, ist ein nachvollziehbarer Ansatz und wird positiv bewertet. Die gewählte Typologie wird als eine zeitgemäß verdichtete Wohnform gesehen, bei der jedoch die Frage der Wohnqualität der Hofstrukturen noch in der weiteren Durcharbeitung nachgewiesen werden muss. Es wird ein eigenständiger Charakter des Stadtquartiers formuliert. Über die Frage, ob die gewählte Blockstruktur dem Standort angemessen ist, wird im Preisgericht intensiv diskutiert.

    Die Komposition und Qualität der herausgearbeiteten öffentlichen Stadträume ist überzeugend. Die klare Freiraumzonierung aus geschützten Wohnhöfen, Nachbarschaftsplätzen und öffentlichen Grünflächen, die das bestehende Siemenswäldchen ergänzen und erweitern, geben dem neuen Viertel Identität. Allerdings ist der zentrale Baumbestand nicht ausreichend berücksichtigt.

    Das Quartier wird von Fuß- und Radwegen durchzogen, die PKW- Erschließung der Baukörper erfolgt ausschließlich über Tiefgaragen. Die Adressbildung der im Inneren des Areals gelegenen Blöcke ist daher schwierig, wird aber durch den Vorteil der geringen Schallimmissionen aufgewogen.

    Der fünfgeschossige Anbau auf der Nordseite des Siemenshochhauses wird kritisch gesehen, da in den Obergeschossen dieses Gebäudeteils sowie im Bereich des Hochhauses verschattete Wohnungen entstehen.

    Der neu geschaffene Sockelbereich nimmt im Erdgeschoss Gastronomie- und Dienstleistungseinheiten auf und bildet den Rücken für die Ausformulierung eines gut proportionierten Quartiersplatzes, wobei die Lage der Freischankflächen an der Nord-West Ecke des Hochhauses aus Sicht des Windkomforts kritisch gesehen wird.

    Die Dichtereduzierung durch Herausnahme von zwei Blöcken auf der Südseite des Areals erscheint eine tragfähige Möglichkeit zu sein die Geschossfläche zu reduzieren, ohne das Grundkonzept zu schwächen. Auch für die Identität des Maurer-Hochhauses wäre diese Lösung von Vorteil. Die durch den Wettbewerb vorgegebene Geschossfläche ist bereits in der reduzierten Variante erfüllt. In der Hauptvariante besteht eine erhebliche Überschreitung der geforderten Geschossfläche.


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