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  • DE-23568 Lübeck
  • 03/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-200815)

Parkhaus Burgfeld


  • Gewinner

    Perspektive Hafenstraße

    Landschafts- / Umweltplaner, Landschaftsarchitekten
    TGP Landschaftsarchitekten Trüper, Gondesen und Partner mbB, Lübeck (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Tonio Trüper

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Heske Hochgürtel Lohse Architekten, Lübeck (DE)

    Preisgeld
    15.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit besticht durch eine sehr geschickte Platzierung des Gebäudes in den Hang des Burgfeldes. Durch die gewählte Stellung und die Anbindung über die Gertrudenstraße tritt das Gebäude hinter die Böschung zurück, der Böschungsfuß kann durchgehend erhalten bleiben und steigt zum Brückenkopf hin an. Hierdurch ist das Gebäude landschaftsplanerisch gut in den Hang eingebunden – das Grundmotiv ist der in den Hang gestellte massive Sockel, der ein begehbares Plateau bildet. Der nur optional dargestellte Zugang zur Hafenstraße ist für eine barrierefreie Erschließung allerdings erforderlich und schwächt den Entwurf in gewissem Maße.
    Die zurückhaltende Gestaltung des Gebäudes respektiert die Nachbarschaft zu den denkmalgeschützten Hafenschuppen und dominiert diese nicht. Das gewählte Fassadenmaterial (Streckmetall) unterstützt die natürliche Belüftung. Jedoch sollte die Fassade konsequent als Teil des sockelartigen Bauwerks verstanden und ausgebildet werden. Die Wirkung des Parkhauses in den Nachtzeiten sollte zudem überprüft werden.
    Die gewählte Gestaltung des Parkhausdaches verlängert den Park durch die Ausbildung eines ruhigen Plateaus. Die schlichte und gut überschaubare Gestaltung der neuen Terrasse ordnet sich dem Besonderen des Ortes ohne große Inszenierung unter. Die historische Nutzung des Burgfeldes bildet sich gut ab. Der Balkon bildet eine schöne Geste und gewährleistet die wichtigen Blickbeziehungen von jeder Stelle. Die Terrasse kann somit auch als Chance für den Ort und die Nutzer verstanden werden.

    Stellungnahme Technischer Sachverständiger
    Übersichtlichkeit der Gesamtanlage:
    Die Anlage ist kompakt. Die Parkebenen sind horizontal und gut zu überschauen, die Orientierung ist einwandfrei.

    Ein- und Ausfahrten:
    Die beiden Zufahrten von der Fährstraße und der Gertrudenstraße sind je einstreifig, die Leistungsfähigkeit der Kontrollanlage ausreichend, Stauräume vor den Schrankenanlagen sind gegeben.
    Die alleinige Ausfahrt zur Gertrudenstraße ist ebenfalls einstreifig, sie sollte mit Rücksicht auf eventuelle Staubildungen durch z.B. Nichtbedienen der Kassenautomaten zweistreifig ausgelegt werden, damit die erforderliche Leistungsfähigkeit erhalten bleibt. Dies auch in Hinblick auf die Zusammenführung der Ausfahrtströme von unten und von oben unmittelbar vor der Ausfahrtkontrolle.

    Erschließungssystem:
    Pro Parkebene eine Umfahrt mit anliegenden Stellplätzen, so dass freie Plätze leicht erkennbar sind. Die Stellplätze sind in Schrägaufstellung angeordnet, was ein bequemes Ein- und Ausparken ermöglicht. Die geraden Rampen in Seitenlage sind gut zu befahren. Es herrscht Einbahnrichtungsverkehr.

    Stützensystem:
    Stützen sind nicht eingetragen, zu vermuten ist eine Mittelachse mit Einzelstützen zwischen den Stellplätzen. Die sich dabei ergebende große Stützweite wirkt sich positiv aus, das Ein- und Aussteigen wird erleichtert.

    Fußgängererschließung:
    Zwei interne Treppenanlagen und ein separater Aufzug sind eingeplant, sie sind von den Nutzer/innen gut zu erkennen.

    Lüftung:
    Die angestrebte natürliche Be- und Entlüftung muss nachgewiesen werden.