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  • DE-28215 Bremen
  • 05/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-183737)

Neubau des Hauptgebäudes der Oberschule Hermannsburg


  • Engere Wahl


    Landschaftsarchitekten
    arbos Freiraumplanung GmbH, Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Peter Köster

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: ppp architekten + stadtplaner gmbh, Lübeck (DE), Hamburg (DE)
    Energieplaner: KAplus - Ingenieurbüro Vollert, Eckernförde (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Mit einem großen, von einem Dach überwölbten einheitlichen Baukörper formuliert der Entwurf in Korrespondenz zur Matthäuskirche eine Adresse im Stadtteil sowie mit einer großzügigen Geste einen gemeinsamen Freiraum mit den Bestandsgebäuden. Dabei hat die baukörperliche Gliederung des neuen Schulhauses eine sympathische Verwandtschaft mit den Klassenhäusern.

    Der großen Form, die Fahrzeugerschließung im Norden und fußläufige Verbindungen im Süden teilt, ist ein vielfältig nutzbares Raumgefüge aus Mensa + Musikbereich und Turnhalle eingeschrieben. In der Verknüpfung von Foyer und Mensa sowie einem Foyer entlang der Turnhalle ergeben sich Wegeführungen von den Eingangsbereichen am Platz sowie am Schulhof. Die Anordnung von drei Treppenhäusern ist funktional möglich, erfordert aber mit Blick auf das Profil der Schule (Stichwort: Lage und Dimensionierung des Fahrstuhls) eine Qualifizierung.
    Das Konzept für eine zweigeschossig ausgebildete Mensa wird begrüßt, erfordert aber mit Blick auf die Anforderungen eines reibungslosen Schulbetriebs eine funktionale Trennung zu den Lehrbereichen. Die Anordnung von Werkräumen und Lehrküche im Erdgeschoss mit Freiraumbezug sind ebenso gut brauchbar, wie die Lehrräume im Obergeschoss.
    Unter Berücksichtigung des angestrebten Passivhausstandards werden die Vorschläge für die Ausprägung der Oberlichter und des Dachprofils durchaus kontrovers diskutiert, da ihre Wirkung bei einer konstruktiven Durchbildung ggf. verändert sein könnte. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit des Gesamtkonzeptes. Der Entwurf bewegt sich hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit im oberen Kostenbereich.

    Insgesamt würdigt das Preisgericht den charaktervollen und für das Schulareal sehr stimmigen Entwurf mit seiner Raumidee und Formensprache.