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  • DE-78467 Konstanz
  • 05/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-201782)

Wohnbebauung „Zähringer Hof“


  • Anerkennung

    © HARTER + KANZLER Freie Architekten BDA

    Architekten
    harter + kanzler ARCHITEKTEN, Freiburg im Breisgau (DE), Haslach i.K. (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Ludwig Harter , Ingolf Kanzler

    Mitarbeit
    Markus Maurer

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: bbz landschaftsarchitekten, Berlin (DE), Freiburg (DE), Bern (CH)
    Bauunternehmer: Ed. Züblin AG, Stuttgart (DE), Mannheim (DE), Hamburg (DE), Jena (DE), Langenargen (DE), Singen (DE), Köln (DE), Karlsruhe (DE), Dresden (DE), Neu-Ulm (DE), Berlin (DE), Frankfurt / Main (DE), Bremen (DE), München (DE)

    Preisgeld
    4.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Fortführung der städtebaulichen Struktur wird grundsätzlich positiv gewertet. Die neuen Baukörper integrieren sich unauffällig in die bestehende Bebauung.
    Im Bereich der WOBAK-Bebauung werden die Verbindungsbalkone zwischen der nördlichen Bebauung und den Häusern 1 und 3 kritisch bewertet. Die Elemente wirken in ihrer Aussage zu schwach. Der Platz der Generationen wird begrüßt. Die Terrassierung wird eher kritisch gesehen.

    Die Bebauung im Bereich BImA 1 parallel zum Erschließungsweg ist zu nah am Bestandsgebäude angeordnet. Dies wirkt sich negativ auf die Wohnqualität aus.

    Auf dem Grundstück der WOBAK wirkt der Umgang mit dem Geländeversprung harmonisch und unauffällig. Die 3 fächerförmig angeordneten Gebäude der Firma Ravensberg integrieren sich gut in die Nachbarbebauung ein.
    Die Zufahrt zur Tiefgarage der WOBAK ist an dieser Stelle äußerst problematisch.

    Die Verlängerung der Baufelder BImA 2 wird in ihrer Ausformung kritisch gesehen. Durch die fehlende Zäsur im Baukörper wirken die Gebäude überdimensioniert.

    Die architektonische Qualität passt zur zurückhaltenden städtebaulichen Struktur. In Teilbereichen wirkt die Anordnung der Fenster jedoch unruhig und wenig strukturiert.

    Im WOBAK-Teil liegt die Erfüllung des Raumprogrammes im durchschnittlichen Bereich. Im Ideenteil sind die Anforderungen überdurchschnittlich erfüllt.

    Die 2-geschossige Tiefgarage mit ihrer Einfahrt am höchsten Punkt wird kritisch bewertet, da im nördlichen Grundstücksteil eine aufwändige Baugrubensicherung notwendig wird. Die Wirtschaftlichkeit der TG ist somit in Frage gestellt.

    Die Idee, die Gebäude in 2 und 3-Spänner-Typen zu gliedern, ist nachvollziehbar und wirtschaftlich, jedoch ergeben sich bei den einzelnen Wohnungen zum Teil lange Flure ohne räumliche Qualitäten und dies, obwohl bei den meisten Wohnungen ein Durch-Wohnen angeboten wird. Zum Teil sind die Raumaufteilung/ Größen unproportional und den Wohnungen nicht angepasst.

    Die Erschließung der einzelnen Gebäude ist plausibel. Die Zu-und Ausfahrten der Tiefgarage sowohl im Realisierungsteil als auch im Ideenteil sind ungünstig angeordnet und der Verkehrssituation nicht angepasst.

    Der im Ideenteil aus dem Handlungsprogramm Wohnen geforderte Anteil an 4- bis 5-Zimmer-Wohnungen ist deutlich reduziert, so dass familientaugliche Wohnungen fehlen. Mit dem neuen Platz der Generationen wird ein Kommunikationsort für Jung und alt geschaffen. Leider bleiben die einzelnen Wohnungsbausteine für sich stehen. Die Chance, über eine differenzierte kleinteilige Freiraumgestaltung eine Nachbarschaft und ein klares Quartier zu bilden, wird nicht genutzt.