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  • DE-82152 Planegg
  • 06/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-202180)

Bahnhofsumfeld Planegg / Krailling


  • ein 3. Preis

    Blick auf Vorplatz, © bbz | PK

    Landschaftsarchitekten
    bbz landschaftsarchitekten, Berlin (DE), Freiburg (DE), Bern (CH) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: ATELIER PK ARCHITEKTEN, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die räumliche Fassung des Planungsgebietes mit der vorgeschlagenen Bebauung überzeugt mit einer klaren Grundstruktur, die funktionale Anforderungen mit einem gestalterischen Gesamtkonzept erfüllt. Die Bahnhofsstraße findet im Bahnhofsvorplatz einen städtisch geprägten Abschluss mit dem Bushalte- und Wendebereich. Dennoch ist die Sichtbeziehung zur westlich gelegenen Waldkulisse gut gegeben sowie auch über die geplanten Bahnhofsterrassen die Sichtbeziehung zum Ort. Die Entwicklungsmöglichkeiten der Angebote für Einzelhandel und Wohnen am Bahnhofsvorplatz werden positiv bewertet. Die lineare Wohnbebauung entlang der Bahn zeichnet die Würmtalhangkante nach und schafft zum Ort hin zusammenhängende private Grünflächen in geschützter Lage mit hoher Nutzungsqualität. Die Vernetzung des Bahnhofsvorplatzes mit den südlich anschließenden Gewerbe- und Wohnbereichen über eine Platzfolge mit attraktiven Aufenthaltsmöglichkeiten wird in einem zweiten Bauabschnitt ermöglicht.

    Als Schwachstelle des Entwurfs wird die Gestaltung des zentralen Bereichs von der Bahnhofstraße bis zum Biergarten und an die geplante Kindertagesstätte als eine reine Verkehrs-und Parkplatzfläche gesehen. Erst mit dem Bau des Boarding House über dem Supermarkt ist die Erweiterung der Tiefgarage möglich. Die Dominanz einer Abfolge steinerner Platzflächen erschwert die Wechselbeziehungen zwischen den Bereichen nördlich und südlich der Bahnhofsstraße. Eine alternative Grünverbindung durch das Planungsgebiet mit Aufenthaltsqualitäten ist nicht gegeben. Die dicht an der Bahntrasse entlang geführte Bebauung bewirkt, dass der Höhenweg auf langen Strecken zu einem Erschließungskorridor wird, der sich erst an seinem nördlichen und südlichen Ende mit Grünräumen verbindet. Die vorgeschlagene Schallschutzverglasung zwischen den Gebäuden am Höhenweg ist für den Maßstab der Örtlichkeit nicht die passende Antwort auf die Vernetzung von Grünstrukturen. Problematisch ist die Erschließung des Wohngebietes vom Hackerberg aus mit dicht gepackten Rampensituationen.

    Die sehr städtisch geprägte Arbeit zeigt ihre Stärken in den funktionierenden Verkehrserschließungen, Gebäudetypologien, der Flexibilität in einzelnen Funktionsbausteinen und in den privaten Räumen. Sollte keine zweiteBaustufe realisiert werden, ist der hohe Mobilitätsaufwand, der für den zentralen Bereich bestimmend ist, jedoch nicht zu vertreten.. Aufenthaltsqualitäten im Öffentliche Raum sind dann auf geringfügige Versatzstücke begrenzt, die insgesamt die Vitalität und Entwicklung des Ortes nicht fördern.