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  • DE-91052 Erlangen
  • 04/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-202215)

Wohnquartier Johann-Kalb-Straße / Schenkstraße


  • 3. Preis

    Lageplan, © grabner + huber

    Landschaftsarchitekten, Stadtplaner
    grabner huber lipp landschaftsarchitekten und stadtplaner partnerschaft mbb, Freising (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: GOETZ CASTORPH ARCHITEKTEN UND STADTPLANER GMBH, München (DE)

    Preisgeld
    16.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurfsverfasser begreift das Gebiet in seiner Gesamtheit und gibt ihm eine neue markante Adresse. Im Süden akzentuiert er mit einer 8-geschossigen städtebaulichen Dominante an der Hartmannstraße als Pedant zum gegenüberliegenden „Hochhaus“.

    Der Entwurf besticht mit seiner Konsequenz des Neubaus eines geschlossenen, komplett mit einer Tiefgarage unterbauten Blocks als bewusste, neu gestaltete Eingangssituation, die mit dem nördlich vorgelagerten Gemeinschaftsplatz, der auch als Quartiersplatz und Spielanger ausformuliert wird, eine klare Orientierung entlang der Schenkstraße auf den bestehenden Bürgertreff gibt. Charmant verknüpft dieser neue Auftakt die Wohn- mit den Sozialfunktionen (Kita und Lernstube) und strahlt somit in das Gesamtgebiet.

    Den Bestand von 8 Wohnzeilen überführt der Verfasser gelungen in 4 neue Wohnquartiere mit Innenhöfen, die halböffentliche Aufenthalts- und Kleinkinderspielangebote sowie Mietergärten beinhalten.

    Die 2-geschossige Aufstockung in Holzständerbauweise wird mit dem derzeit gebietstypischen Satteldach abgeschlossen, damit werden vertraute Charaktere in die Zukunft überführt. Die quartiersschließenden Zwischenbauten sind aufgeständert und reduzieren sich auf die Erschließungsfunktionen der Aufstockung.

    Den Bestand nördlich der Johann-Kalb-Straße stockt der Verfasser bewusst nicht auf und qualifiziert ihn durch vorgelagerte Erschließungskerne, die wie selbstverständlich die zwischen 2 Gebäuden eingeschobene Tiefgarage erschließen.

    Das Gesamtgebiet ist von Grün dominiert, wird von diesem durchflossen und behält somit seinen vertrauten Grundcharakter auch im Übergang zu benachbarten Bereichen.

    Wohnungswirtschaftlich überzeugt der Entwurf mit knapp 700 Wohnungen, die prägnat mit dem Bestand sowie Schallschutzaspekten umgehen und einen guten Wohnungsmix mit 1 bis 5-Zimmerwohungen anbietet. Alle notwendigen Nebenfunktionen werden in die Gebäude integriert und belasten damit den Freiraum nicht.

    Die gestalterischen Qualitäten der Architektur als auch der Landschaftsarchitektur bedürfen der sensiblen Qualifizierung.

    Kritisch wird der nicht vollends erreichte Stellplatznachweis bewertet, was einer Korrektur durch eine mögliche Erweiterung der zentralen, von der Hartmannstraße aus erschlossenen Tiefgarage nach Norden unter den Gemeinschaftsplatz erreicht werden kann.
    Die Klarheit des Gesamtentwurfs lässt eine wirtschaftliche und nachhaltige Umsetzung zu.