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  • DE-91052 Erlangen
  • 04/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-202215)

Wohnquartier Johann-Kalb-Straße / Schenkstraße


  • 1. Anerkennung

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    Landschaftsarchitekten
    LUZ Landschaftsarchitekten, München (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Heiner Luz

    Mitarbeit
    Sylvia Graf, Stephanie Pöllath

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: WWA Architekten Wöhr Heugenhauser Johansen Part mbB, München (DE)

    Preisgeld
    10.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Grundidee der Aufnahme der Zeilenbebauung im Bestand ist bei dieser Arbeit das Ziel und wird durch verschiedene Höhenstaffelungen und Lagestaffelungen bereichert. Die Arbeit 1012 liegt mit 689 Wohnungen und ca. 60.000 qm Geschossfläche unter dem Durchschnitt des möglichen Wohnungspotentials.

    Die Haupterschließung wird aufgenommen. Wird aber massiv durch Querparker entlang der gesamten Straße in seiner Aufenthaltsqualität beeinträchtigt. Die zentrale aber sehr große Tiefgarage entlastet das restliche Wohngebiet und schafft Freiräume. Der ruhende Verkehr auf der Seite der Hartmannstraße zu konzentrieren und in eine sehr große Tiefgarage anzuordnen und damit den restlichen Wohnbereich zu entlasten wird positiv gesehen. Dies schafft Freiräume und Baubestandserhalt im restlichen Baugebiet.

    Die fußläufige Erschließung ist Nord-Süd gerichtet und wird sinnfällig am südlichen Ende vor dem Naturschutzgebiet gebündelt und nach Osten weitergeleitet. Der Radverkehr wird integrativ auf der Fahrbahn geführt und die Fahrradabstellanlagen, in den Eingängen direkt zugeordneten gedeckten Unterständen, gut platziert. Dadurch wird auch die Integration der Nebenanlagen gut und zentral gelöst. Die übrige Zuordnung aber in den Freiräumen wirkt schematisch und nicht durchdacht wie auch die Spielplätze die keinen Bezug zur Erschließung haben.

    Belebend wirkt die Mischung von Laubengangerschließungen und Spännertypen die den geforderten Wohnungsmix gut erreichen. Teilweise wurde der Lärmschutz in den Grundrissen nicht beachtet, was zu deutlichen Qualitätsverlusten der Räume und Wohnungen führt. Der geforderte Wohnungsmix in den vorgegebenen Größen wird erreicht, Abstellflächen sind vorhanden. Es werden etwas zu wenige Rollstuhlwohnungen angeboten. Weitläufige Erschließungsflächen lassen an Aufenthaltsqualität vermissen und werden dadurch unwirtschaftlich. Die angebotenen Nebenräume sind gut angebunden und über die Tiefgarage erschlossen.

    Fassaden und äußere Anmutung sind mit den bodentiefen Fenstern modern und optisch durch „Versätze“ gegliedert. Zudem spiegeln sie die Varianz in den Grundrissen wieder. Dagegen ist die Höhenentwicklung mit der 3- geschossigen Aufstockung nicht wirtschaftlich zu realisieren und wirkt zu „aufgesetzt“. Der erste BA ersetzt alle Bestandsgebäude mit Neubauten und der Tiefgarage, was auch zu einer finanziellen Entlastung des restlichen Wohngebietes führt.

    Gesamtwirtschaftlich wird die Arbeit im eher oberen Drittel gesehen wegen der großen Tiefgarage und den vielen Aufstockungen. Das Preisgericht bezweifelt die Qualität der teuer erkauften unterschiedlichen Höhenstaffelungen.

    Die Arbeit ist trotz ihrer positiven Bemühungen von Wohnungsvielfalt im Städtebau deutlich unter den Möglichkeiten von Raumbildung und Aufenthaltsqualität geblieben.