loading
  • DE-77787 Nordrach
  • 07/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-192226)

Neugestaltung Ortsmitte


  • 2. Preis

    Gemeindegarten, Bllick auf den Pavillon

    Landschaftsarchitekten
    w+p Landschaften, Berlin (DE), Offenburg (DE), Schiltach (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Hans-Jörg Wöhrle

    Mitarbeit
    Jim Reifferscheid

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: CIP GmbH Architekten Ingenieure, Stuttgart (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser der Arbeit entwickeln und orientieren ihren Entwurf stark auf den vorhandenen, aber verdeckten und nicht offensichtlichen Grundstrukturen. Die Kirche als dominantes Bauwerk wird als Taktgeber herausgearbeitet und bekommt ein einheitliches und beruhigtes Umfeld.

    Alle Eingriffe sind zurückhaltend und angemessen gewählt. Die beiden Brückenschläge und die leichte Aufweitung im Süden vor dem Rathaus und dem Gemeindehaus stärken auf eine legere Weise die räumliche Spange zwischen Kirche und der südlichen Nordrachseite.

    Der Festplatz verbleibt an seiner angestammten Stelle und wird mit ein paar Eingriffen auf ein Niveau gebracht. An der Nahtstelle zum Kurpark wird an der Geländestufe ein Pavillon platziert und schafft so im Dialog zur Aussegnungshalle eine Fassung der Spange bis zur Hangkante im Norden. Kritisch bewertet die Jury die beiden Baumreihen auf der Rückseite der Kirche und vor dem Pfarrhaus entlang der Hauptstraße, da sie den Gedanken der Querspange in der Dorfmitte schwächen. Ebenfalls wird der gewählte Pflasterplattenbelag als zu städtisch gesehen und sollte durch ein kleinteiliges Material eher den dörflichen Charakter unterstreichen.

    Die schmale Führung der Nordrach im Bereich der Kirche wird ausdrücklich begrüßt, da sie die räumliche Verbindung nicht unterbricht. Die gewählte Grünanlage zwischen Kirche und dem Bach hingegen schwächt den Gedanken einer steinernen Dorfmitte. Die Wahl von Solitärbäumen ist hier richtig gewählt.

    Die Entscheidung den Kurpark in seiner Grundsubstanz zu belassen und durch ordnende Maßnahmen zu festigen wird begrüßt, wenngleich durch den Rückbau des bisherigen Pavillons die räumliche Fassung geschwächt wurde.

    Die Antworten zum Verkehr, die Parkierung der PKWs und Busse als auch die Führung des ÖPNVs sind einfach und überzeugend gelöst.

    Der Entwurf besticht in seiner Einfachheit und in seinem robusten Charakter und verspricht eine ökonomische Umsetzung auch in mehreren Abschnitten, da er die örtlichen Begebenheiten und Typologien aufgreift und stärkt.