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  • DE Nagold
  • 12/2006
  • Ergebnis
  • (ID 2-6187)

Neubau Kath. Gemeindehaus St. Petrus und Paulus


  • 1. Ankauf


    Architekten
    Peter W. Schmidt Architekt BDA, Pforzheim (DE), Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Tobias Lammerich Michael Wald

    Preisgeld
    2.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der horizontale gelagerte eingeschossige Neubau des Gemeindehauses ergänzt auf der Westseite
    Kirchplatzes das Ensemble aus neugotischem Kirchenbau und dem qualitätvollen Pfarrhaus aus
    zwanziger Jahren überzeugend; lässt einerseits die Großzügigkeit der vorhandenen Silhouette
    bestehen, schließt andererseits jedoch den Platzraum nach Westen angemessen ab. Die vorhandene
    Erschließungstreppe und die Böschung zum Verkehrskreisel hin bleiben erhalten. Die parkartige
    Begrünung der Böschung wird weitergeführt und vom leicht schwebenden Holzstabwerk der
    Gebäudekonstruktion in ihrer Wirkung geadelt. Trotz des eigenständigen, selbstbewussten Ausdruckes
    des Neubaues werden die weiteren Teile des dreiteiligen Ensembles gestärkt.
    Der ruhende Verkehr wird auf der Hangseite neben Pfarr- und Gemeindehaus sehr selbstverständlich
    untergebracht. Die entfallenen Garagen werden jedoch nicht neu nachgewiesen. Der Wegfall
    vorhandenen Wege der Fußgänger von der oberen Moltkestraße und der Wörthstraße her sollte
    überdacht werden. Vom Kirchplatz her wird das Gemeindehaus über eine überdachte Loggia
    erschlossen. Das lang gezogene Foyer verbindet den unterteilbaren Saal, den Sitzungsraum und
    Gruppenräume. Zu den Gruppenräumen hin werden kleine mediterran bepflanzte Innenhöfe
    angeordnet, die gleichzeitig verbinden und trennen. Auf eine zweite Toilettenanlage wird im Sinne
    ökonomischen Umsetzung der Bauaufgabe bewusst verzichtet. Der zweite Eingang ins Gemeindehaus
    wird auf der Ostseite nahe den Stellplätzen angeordnet. Dieser Eingang soll auch für
    Anlieferungszwecke genutzt werden. Die weit entfernte Lage der Küche zum Saal erscheint dabei
    jedoch problematisch zu sein. Aus den gut proportionierten Innenräumen richtet sich der Blick
    oder in Richtung des Kirchplatzes. Der schwebende Holzbau, der Außen wie Innen geprägt wird
    regelmäßigen Stabwerk erscheint wirtschaftlich erstellbar und wird den Aufwand für das
    überdurchschnittliche Raumvolumen wohl ausgleichen. Die Außenanlage kann ohne großen
    wirtschaftlichen Aufwand hergestellt werden, wobei die gestalterische Abkoppelung des kleinen
    vor der Kirche nicht überzeugen kann.
    Insgesamt ist die Arbeit ein wertvoller Wettbewerbsbeitrag, der sowohl von seiner großzügigen
    eleganten Außenwirkung als auch von der inneren Außenwirkung vom Platz her überzeugen kann.
    Ausdruck des Provisorischen der gewählten Konstruktion wird jedoch kontrovers diskutiert.