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  • DE-80539 München
  • 07/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-184641)

„Das Neue Hauner“ - Neubau Eltern-Kind-Zentrum


  • 3. Preis

    kein Bild vorhanden
    Energieplaner
    Müller-BBM GmbH, Planegg/München (DE), Berlin (DE), Dresden (DE), Frankfurt (DE), Gelsenkirchen (DE), Hamburg (DE), Karlsruhe (DE), Köln (DE), Nürnberg (DE), Reutlingen (DE), Stuttgart (DE), Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Riegler Riewe Architekten ZT-GmbH, Graz (AT), Berlin (DE)
    Architekten, Bauingenieure: HDR GmbH, Düsseldorf (DE), Berlin (DE), Leipzig (DE), Erfurt (DE), München (DE), Stuttgart (DE)
    TGA-Fachplaner: Potthoff GmbH, Erkrath (DE)
    Tragwerksplaner: Engelsmann Peters Beratende Ingenieure, Stuttgart (DE), Graz (AT)
    Modellbauer: Modellbau Rudy Manzl, Graz (AT)
    Visualisierer: VIZE architectural rendering, Prag (CZ)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das breitgelagerte zwei bis viergeschossige Gebäudevolumen ist geschickt durch tiefe hofartige Einschnitte gegliedert. Es gelingt dadurch die Baumasse maßstäblich zu gestalten und mit der angrenzenden Landschaft zu vernetzen. Diesem sehr überzeugenden Gliederungskonzept steht eine beliebig wirkende Höhenentwicklung gegenüber. Dadurch fehlt dem Gebäude eine identifizierbare Gesamtgestalt, die der städtebaulichen Situation angemessen wäre und zum Teil die Qualität der Höfe beeinträchtigt.
    Der Hauptzugang erfolgt sehr selbstverständlich an der südöstlichen Gebäudeflanke und führt direkt in die Ost-West verlaufende großzügige Erschließungsmagistrale. Durch den Außenbezug über die Hofeinschnitte weist sie eine hohe Raumqualität auf. Spiel und Wartebereiche und die Zuordnung der vertikalen Gebäudeerschließung zu diesem Bereich macht die Magistrale zu internen Begegnungs- und Kommunikationsebene der neuen Klinik. Kritisch wird vom Preisgericht der südliche Bereich der Magistrale gesehen: eine Vielzahl unterschiedlicher Nutzungen und Räume stellen hier die Magistrale zu, schwächen ihre Wirkung als Orientierungsraum, erzeugen ein unübersichtliches Flursystem.
    Die Organisation des als funktionaler Doppelkamm ausgebildeten Erdschosses ist insgesamt gut gelungen. Insbesondere die Kompaktheit der Kammkörper bietet gute funktionale Ausgangsbedingungen für eine Vernetzung der mannigfaltigen Funktionsstellen. Auch die ringflurbasierte Pavillonstruktur der Obergeschosse um die großzügigen Lichthöfe erweist sich als gut funktionierendes Konzept.
    Die im Obergeschoss vorgeschlagenen Patientenzimmer sind funktional und flexibel organisiert.
    Allerdings kann die kindgerechte Atmosphäre durch die fehlende Darstellung der Materialität in den Zeichnungen nur bedingt beurteilt werden.
    Für die Fassaden schlagen die Verfasser eine Struktur aus Aluminiumlamellen vor. Mit dieser zweiten Haut gelingt es auf die unterschiedlichen Nutzungen in den Fassaden zu reagieren und gleichzeitig ein überzeugendes Gesamterscheinungsbild zu erhalten. Allerdings lassen die Fassaden die besondere Anmutung eines Eltern-Kind-Zentrums vermissen.
    Insgesamt stellt die Arbeit einen interessanten Beitrag zum Wettbewerb dar, der durch gute Funktionalität und Wirtschaftlichkeit und eine maßstäbliche Gliederung des Komplexes überzeugt.
    Den Verfassern gelingt es allerdings nicht die Fragen nach einem angemessenen Auftritt und Charakter des Neuen Hauner zu beantworten.


INFO-BOX

Angelegt am 13.07.2015, 10:36
Zuletzt aktualisiert 20.07.2015, 15:50
Beitrags-ID 4-105820
Seitenaufrufe 75