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  • DE-96465 Neustadt bei Coburg
  • 07/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-191124)

Neugestaltung Marktplatz mit Umfeld


  • 2. Preis

    Aufstieg zur Kirche, © POLA

    Landschaftsarchitekten
    POLA, Berlin (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Roberta Serra

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: HINRICHS WILKENING ARCHITEKTEN, Berlin (DE)

    Preisgeld
    16.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit bietet ein klares Konzept in der Herausarbeitung von zwei unterschiedlichen stadträumlichen Atmosphären - Stadtplatz und Stadtgarten.

    Die Verfasser vertrauen zu Recht auf die vorhandenen Raumkanten des Marktplatzes und schaffen eine offene großzügige Marktfläche. Die Rahmung der Marktfläche in Form von Plattenbändern und Entwässerungsrinnen wird als zusätzliches Element kontrovers diskutiert. Vor allem der Abstand zu den Fassaden muss überprüft werden. Die Linie sollte nicht als Sperrlinie für die gewünschten gastronomischen Nutzungen gelesen werden. Diese sollten sich frei in die offene Platzfläche entwickeln können.

    Durch die geschickte Anordnung der geforderten Stellplätze am Platzrand und entlang der Glockenbergstraße kann die Marktfläche uneingeschränkt für Veranstaltungen und Märkte zur Verfügung gestellt werden.
    Die vorgeschlagene Einbahnregelung am Glockenberg wird - im Gegensatz zu dem ansonsten klaren Verkehrskonzept - negativ beurteilt.

    Die neue Treppenanlage zur St.Georgs Kirche nimmt die Flucht der Kirchstraße auf und verbindet die zwei wichtigen Platzprotagonisten, Rathaus und Kirche. Der Kirche vorgelagert entwickelt sich der Stadtpark als grüner Gegenpol zum Marktplatz und stärkt durch Baumsetzungen und Sitzelement die Platzkante. Die Dichte der Baumsetzungen sollten jedoch zur Verbesserung der Blickbeziehung zur St. Georgs Kirche überprüft werden. Auch die Notwendigkeit einer zusätzlichen Rahmung des Stadtgartens wird hinterfragt. Es wäre eine stärkere Verbindung im Bereich der Freitreppe zur Kirche mit dem Rathaus erwünscht.

    Die neuen Nutzungsanforderungen an das Rathaus werden durch zwei gleichberechtigte Zugänge und ein verbindendes durchgestecktes Foyer selbstverständlich in den als Solitär konzipierten Baukörper integriert.

    Die Arbeit leistet einen angenehm unaufgeregten und wirtschaftlichen Beitrag, der die gestalterischen Mittel auf die wesentlichen stadträumlich relevanten Punkte beschränkt.