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  • DE-71364 Winnenden
  • 07/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-165316)

Neubau Robert-Boehringer-Gemeinschaftsschule


  • 4. Preis

    © © moosreiner architekten

    Modellbauer
    modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, Frässervice, Laserservice, Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Moosreiner Architekten und Stadtplaner, München (DE)
    Landschaftsarchitekten: toponauten LaGmbH, Freising (DE)

    Preisgeld
    6.100 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Verfasser schlägt einen in Nord-Süd Richtung ausgerichteten strengen 2-geschossigen Baukörper vor, mit einem Sockelgeschoss und drei im Obergeschoss liegenden Querriegel. Das Gebäude bildet so einen klaren räumlichen Abschluss des Bildungszentrums und gleichzeitig einen gut formulierten Übergang zum angrenzenden Grünraum des Zipfelbachtals. Durch die Positionierung des Gebäudes entlang der westlichen Grundstücksgrenze befinden sich alle Freibereiche zwischen Bestand und Neubau. Es ergibt sich ein großzügiger Campusplatz mit Anbindung an das bestehende Wegenetz. Weitere Freibereiche werden direkt zugänglich als Dachterrassen zwischen den Clustern im Obergeschoss vorgeschlagen, und bieten ein zusätzliches interessantes Angebot. Die Anlieferung der Mensa entlang des westlichen Weges zum Landschaftsraum wird negativ gesehen.

    Die Innere Organisation des Gebäudes mit allen Sondernutzungen im Erdgeschoss und den Lernclustern im Obergeschoss ist analog der äußeren Gliederung gut gelößt. Die Clustergrundrisse sind gut strukturiert, lediglich die Lage des Marktplatzes als räumliche Aufweitung der Erschließungsfläche wird kritisch gesehen, und setzt das vorgegebene Raumkonzept nur eingeschränkt um. Die Cluster werden dezentral über Treppen im Erdgeschoss erschlossen, die sich entlang einer internen Erschließungsachse gut auffindbar befinden. Lediglich die Lage des südlichen Treppenhauses in unmittelbarer Nähe zur Mensa ist unbefriedigend. Die Lage des Ganztagesbereichs in der Mensa und die Verteilung der Ruheräume im Gebäude entspricht nicht den Vorgaben. Die vorgeschlagene Fassadengestaltung mit einer vertikal strukturierten Holzlamellenfassade wirkt passend zum strukturellen Gebäudeentwurf und wird positiv gewertet.

    Bedingt durch die Überbauung der Mensa muss das gesamte Erdgeschoss entsprechend überhöht gebaut werden, was nicht als Wirtschaftlich erachtet wird. Auch der Vorschlag der Mensaerweiterung als Unterbauung wird kontrovers diskutiert. Der Entwurf weist durchschnittliche Flächen – und Raumkennwerte auf.

    Insgesamt besticht der Entwurf durch seinen konsequenten strukturellen Ansatz, der sowohl städtebaulich als auch organisatorisch hohe Qualitäten aufweist und für die gestellte Aufgabe einen eigenständigen Beitrag leistet.