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  • DE-78462 Konstanz
  • 07/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-188798)

Vincentius Areal


  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    w+p Landschaften, Berlin (DE), Offenburg (DE), Schiltach (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Tim Stawitzke

    In Zusammenarbeit mit:
    Investoren: Doser+Partner Baugesellschaft mbH, Konstanz (DE)
    Architekten: Braun + Müller Architekten BDA, Konstanz (DE)

    Preisgeld
    64.000 EUR

    Erläuterungstext
    Den Freiräumen des neuen Quartiers werden verschiedene Gartenthemen zugeordnet, die den vorhandenen Baumbestand weitestgehend erhalten. Um das historische Stift wird der
    bestehende Wohngarten ergänzt. An der Schottenstrasse entstehen analog zur historischen Einfriedung des Stifts leicht angehobene Privatgärten für die zweige-schossigen Haus im Haus Modelle. Der Wohnhof wird als ruhiger Ort verstanden, der geschützter Aufenthalts- und Spielbereich ist. Durch die Öffnungen zur Schottenkapelle im Norden und zum Stift im Süden entsteht eine selbstverständliche Vernetzung der Aussenräume. Eine zentrale leicht angehobene Rasenfläche mit eingestreuten Bäumen ist Spiel- und Aufenthaltsfläche. Zu den Gewerbeflächen entsteht eine rahmende Sitzkante, über die die Belüftung der Tiefgarage erfolgt. Die Gewerbeflächen entlang der Laube erhalten eine keilförmige Vorfläche, die ihrem historischen Vorbild folgend in den Schottenplatz einleitet. Dieser soll sich künftig vom Humboldt Gymnasium bis zur Neubebauung im Süden spannen. Der Baum- und Heckenbestand wird den Bedürfnissen einer als Gesamtheit wahrnehmbaren Platzfläche angepasst. Die Platzfläche erhält eine wassergebundene Wegedecke, die mit der Oberfläche des angrenzenden Walzasphalts harmoniert. Die Schottenkapelle wird dabei als Element auf dem Platz wieder erkennbar.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit überzeugt das Preisgericht in der Setzung des Baukörpers im Stadtraum.
    Er steht selbstverständlich ruhig als weiterer Baustein im historischen Kontext. Auch unter denkmalpflegerischer Sicht überzeugt der Entwurf, da der Neubau zu beiden Baudenkmalen genügend „Luft“ und Raum lässt, ohne diese unangemessen in Achsbezüge zu setzen. Er bietet für beide Gebäude einen ruhigen Hintergrund wie ein passe-par-tout. Wichtig erscheinen uns die Einschnitte in dem Baukörper, wobei die Proportionen von Höhe zu Breite noch im Detail geprüft werden müsste. Der Baukörper erscheint trotz einer leicht überdurchschnittlichen Dichte verhältnismäßig klein und lässt dadurch genügend Abstand zur Straße. Zur Schottenstraße ergeben sich großzügige Vorgärten.

    Der Innenhof ist in seiner grundsätzlichen Anlage als grünes Karree überzeugend im Zusammenspiel mit der Gesamtfigur. Die angedeuteten Bäume sind ungemein wichtig im Innenhof.

    Das Preisgericht kann die Entscheidung der Verfasser gut nachvollziehen, zur Stadt hin einen dunklen Strukturputz und zum Innenraum einen weißen Putz anzubieten. Dadurch wird der Hof lichter und reflektiert die Fassadenwände und nach außen zur Stadt wirkt der dunkle graue Putz prägnant. Die Wohnungsgrundrisse sind im Ansatz gut gelöst, die Erschließungstypologien entsprechen den unterschiedlichen Lagen im Stadtraum.