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  • 2. Preis Nach Überarbeitung - hochbaulicher Realisierungsteil


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    Architekten
    GO+ arch, Hamburg (DE)

    Verfasser
    Christoph Ostermeyer , Susanne Glade

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf sieht einen zentralen Eingangsbereich vor, von dem alle Nutzungen ausgehen und der eine hohe gestalterische Qualität aufweist. Die Großzügigkeit des Eingangsbereiches kann aufgrund brandschutzrechtlicher Bestimmungen verloren gehen, da der hohe Glasanteil, der bei den Treppenaufgängen vorgesehen ist, u. U. nicht realisiert werden kann. Die bauliche Mitte, die als Gemeinschaftsbereich vorgesehen ist, lässt aufgrund ihrer Offenheit keine schaltbaren Räume zu.
    Die Cluster werden als liebevoll und detailgetreu ausgearbeitet bewertet. Sie entsprechen den konzeptionellen Vorstellungen der Schule. Die räumliche Qualität der Lernbereiche ist hoch. Es gibt jedoch auch innenliegende Klassenräume, deren Belichtung und Belüftung als unzureichend erachtet werden.
    Die Wegführung in Teilen des Erdgeschosses wird durch das Gremium als umständlich bewertet. Die Orientierungsmöglichkeiten im Gebäude werden in Frage gestellt. Die Gänge selbst, vor allem im südöstlichen Gebäudeteil, werden als zu lang und schmal empfunden. Die Lage der Klassenräume erfordert durch die zentrale Erschließung im Erdgeschoss weite Wege über die vertikalen Erschließungsanlagen. Die zentrale Anordnung der Fachräume im Erdgeschoss ist jedoch von Vorteil, da die Klassenbereiche bei Nutzung der Fachräume außerhalb des Schulbetriebs nicht von fremden Nutzern betreten werden müssen. Die Essensausgabe findet laut Entwurf im Durchgangsbereich statt, dies wird von den Mitgliedern des Gremiums als nicht praktikabel erachtet.
    Die gestalterischen Elemente der Verglasung mit abgerundeten Ecken werden aus Kostengründen nicht finanzierbar sein, weshalb die räumliche Wirkung des Entwurfes als nicht umsetzbar angesehen wird. Die Lichtschächte werden als zu gering dimensioniert eingeschätzt. Die Belichtung der Clustermitten wird durch die geplanten Außenfenster im Gemeinschaftsbereich jedoch als ausreichend erachtet. Der Ausblick aus den Klassenhäusern auf die Dachflächen wird als überwiegend unattraktiv erachtet, da die vorgeschlagene Dachflächengestaltung wahrscheinlich nicht umgesetzt werden kann. Die Wegeführung zur Turnhalle wird aufgrund ihrer Umständlichkeit als schlechte Lösung angesehen. Städtebaulich wird die Eingliederung des Baukörpers in das Umfeld hinterfragt. Die Fassadengestaltung wird aufgrund der Materialwahl im Hinblick auf Pflegeaufwand und Alterungsmerkmale als unzureichend bewertet.
    Die wichtigsten, für den täglichen Ablauf ausschlaggebenden Räume des Entwurfes werden als funktional und qualitativ hochwertig erachtet, jedoch bleiben zu viele dysfunktionale Bereiche v. a. im Erdgeschoss, die einen hohen Überarbeitungsaufwand mit sich bringen.


INFO-BOX

Angelegt am 23.07.2015, 17:28
Zuletzt aktualisiert 23.07.2015, 18:34
Beitrags-ID 4-106642
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