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  • DE-12355 Berlin
  • 07/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-189914)

Neubau der Clay-Schule


  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    Mettler Landschaftsarchitektur, Gossau (CH), Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: AV1 Architekten GmbH Dujmovic Schanné Urig, Kaiserslautern (DE), Berlin (DE), Münster (DE)

    Preisgeld
    7.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Dreigliedrigkeit der Schule ist mit ihrem mittigen und zurückgesetzten Eingangsbereich am Neudecker Weg gut platziert. Die Achsialität des darauf aufbauenden Foyers findet allerdings keinen klaren Abschluss zu der nördlich gelegenen Sporthalle, die eine davon abweichenden Geometrie hat. Zwischen Schule und Sporthalle ergibt sich ein ausreichend großer, ungestörter Freiraum.

    Die innere Struktur des Mittelbaus wird mit den parallel verlaufenden Raumschienen von Mehrzweckraum, dem AUB und der Mensa als ausreichend geräumiger Bereich empfunden. Diese Qualität wird allerdings mit ihrer Raumhöhe erkauft, die in den übrigen Bereichen nicht notwendig erscheint. Die unterschiedlichen Stimmungen der beiden Innenhöfe der flankierenden Gebäudeteile ermöglichen natürlich belichtete Innenbereiche und unterstützen die Clusterbildung.

    Die Positionierung und Ausbildung der Fach- und Jahrgangsbereiche entspricht weitgehend der Auslobung. Der Pausenbereich für die Mittelstufe ist stark unterdimensioniert und ungegliedert. Auch wird der Durchgangscharakter des außerunterrichtlichen Bereichs kritisiert. Leider ist das Schulgebäude mit zwei in die Halle führenden Treppenhäusern falsch entfluchtet.

    Der Gedenkort ist richtig im Eingangsbereich positioniert und die Außenanbindung nach leichten Änderungen möglich. Alle schulischen Bereiche sind gut mit natürlichem Licht versorgt.

    Die Verschiebung der beiden erdgeschossigen Sporthallen zueinander ermöglicht zwei Nutzergruppen orientierte Eingangsbereiche. Die Funktionalität der Nebenräume im Sportbereich ist gegeben.

    Konstruktiv ist das Gebäude mit geringen Spannweiten wirtschaftlich organisiert. Dies gilt auch für die Sporthallen. Die Errichtungskosten und die Lebenszykluskosten liegen ebenfalls im wirtschaftlichen Bereich.

    Die Kompaktheit des Baukörpers liegt im Mittel, der spezifische Energiebedarf über dem Durchschnitt. Dies begründet sich in der nur mäßigen Tageslichtversorgung von Unterrichtsräumen und Erschließung. Auch das Raumklima ist im Erdgeschoss aufgrund des fehlenden Sonnenschutzes nicht optimal.

    Es handelt sich insgesamt um einen rationalen Gebäudeentwurf, dem allerdings die besondere architektonische Ausstrahlung fehlt.