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  • DE-76530 Baden-Baden
  • 07/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-191330)

Entwicklung des Areals „Am Tannenhof“


  • 1. Preis

    © Levin Monsigny Landschaftsarchitekten/Kühn Malvezzi

    Landschaftsarchitekten
    Levin Monsigny Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: KUEHN MALVEZZI, Berlin (DE)
    Investoren: Epple GmbH, Heidelberg (DE)
    Architekten, Stadtplaner: pp a|s pesch partner architekten stadtplaner GmbH, Dortmund (DE), Stuttgart (DE)
    Bauingenieure: Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart (DE), München (DE), New York, NY (US), Paris (FR)
    Architekten: khp architekten - knapp haedecke part mbB, Baden-Baden (DE)

    Erläuterungstext
    Das städtebauliche Konzept eines Quartiers mit drei Charakteren entwickelt sich aus der beson-deren, naturräumlichen Lage des Grundstücks. In dem stark bewegten Gelände bildet sich an erhöhter Stelle ein ebenflächiger, platzartiger Anger. Die Gebäude gruppieren sich um diesen besonderen Gemeinschaftsort, der im mittleren Bereich der Gebäudeerschließung dient und in den Zwischenräumen grüne Aufenthaltszonen bietet mit schönen Ausblicken in die umgebende Landschaft. Der Platz wird von der Mitte bis zum Rand hin immer grüner: Der Belag löst sich seitlich in große Rasenfugen auf, Solitärsträucher beschirmen die kleinen Sitz- und Aufenthaltsplätze, die Erdgeschosszonen werden von Stauden- und Gräserbeeten gesäumt. Die mächtige und malerische Kaukasische Flügelnuss wird als quartierprägender Altbaum erhalten. Im übrigen Grundstück, insbesondere im Hangbereich, sind weitere besondere Baumexoten vorhanden: Neben der alten Stieleiche als Naturdenkmal ist eine Platanenreihe, eine skurrile Hängebuche, eine große Magnolie, ein Tulpenbaum und ein mächtiger Zuckerahorn besonders bedeutsam. Mit den übrigen Bestandsbäumen bilden diese prägnanten Einzelbäume auf der weiträumigen Wiesenlandschaft die Grundlage für den geplanten parkartigen Charakter. Der grüne Hangraum fließt durch die Gebäudezwischenräume. Entlang der Höhenlinien sind die notwendigen Erschließungswege für PKW und Feuerwehr angeordnet. Senkrecht zum Hang kann man über Fußwege und kleine Treppenanlagen den Hangrücken erwandern. Die Wege bündeln sich entlang der Steilkante und führen bis in das angrenzende Waldgebiet. Einige Wege zweigen ab und führen über Treppenanlagen bis zum talseitig offengelegten Dettenbach.
    In der Tallage bilden mehrere sich gegenüber stehende Reihenhäuser Hausgruppen, welche jeweils einen gemeinschaftlich nutzbaren Wohnhof flankieren. Zur Stärkung der Privatheit sind die Wohnhöfe entlang der Straße durch eine niedrige Einfassungsmauer begrenzt. Fußwege erschließen den Hof. Dort kann man unter kleinkronigen Bäumen spielen, sitzen und gemeinsam feiern. Auf den Rückseiten der Gebäude erstrecken sich hinter dem privaten Terrassenaustritten Gärten, welche je nach Bedarf als Gemeinschafts- oder Einzelgärten genutzt werden können. Obstbaumgruppen bilden das Grundgerüst für dieses wohnungsnahe Grün. Die Häuser werden über eine Wohnstraße (Verkehrsberuhigter Bereich) erschlossen.
    Spielflächen: Am Ende der verkehrsberuhigten Straße wird der bereits vorhandene Spielplatz-standort beibehalten. Durch die geplante Offenlegung des Baches entsteht neben den klimatischen Vorteilen ein Naturspielplatz mit dem Themenbereich Wasserspiel. Entlang des Bachlaufs, welcher durch Steine und Findlinge, Sumpfpflanzen und Ufervegetation wieder einen natürlichen Charakter erhalten soll, bieten sich vielfältige Sitz- und Spielmöglichkeiten. Im Hangbereich liegen die Spielinseln meist in der Nähe von Bestandsbäumen, verstreut zwischen den Häusern,. Das Thema des Spielens am Berghang lässt dich durch vielfältige Kletterangebote, Hangrutschen, Baumhäuser und Hangelspiele gestalten.
    Regenwassermanagement: Zum Rückhalt des Niederschlagswassers erhalten die Häuser am Hang eine extensive Dachbegrünung. Die befestigten Flächen werden mit wasserdurchlässigen Belägen ausgeführt (offene Bauweise), das Oberflächenwasser wird seitlich in die Grünflächen abgeleitet. Überschüssiges Niederschlagswasser wird in Zisternen gesammelt und in den Dettenbach geleitet.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.