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  • DE-78465 Dettingen, DE-78462 Konstanz
  • 07/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-191121)

Neuordnung der Ortsmitte


  • 2. Preis

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    Andreas Geser Landschaftsarchitekten AG, Zürich (CH) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Landschaftsarchitekten: Biehler Weith Associated - Building Design Projects, Konstanz (DE)

    Preisgeld
    12.250 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebaulich liegen die beiden Bauwerke für das Betreute Wohnen und die Pflege-Wohngemeinschaft richtig und sinnvoll um den Bereich des jetzigen Dorfplatzes. Sie sind über eine Garage verbunden, die eingeschossig über das Gelände ragt und auf dem Dach einen weiteren öffentlichen Platz anbietet. Über den westlich angeordneten Quartiersplatz entwickelt sich so eine selbstverständliche und maßstäbliche Abfolge von Freiflächen, die das geplante Wohnquartier und die Senioreneinrichtungen miteinander verbinden. Der Geländehochpunkt bleibt in einer angenehmen Weise einem öffentlichen Aussichtsplateau vorbehalten.
    Das neue Wohngebiet ist als autofreies Wohngebiet konzipiert, mit Zugang aus der Tiefgarage, jedoch auch im Bedarfsfall mit dem KFZ über die Straße „Säntisblick“ anfahrbar. Die hierfür erforderliche Tiefgarage lässt sich dabei problemlos im Zuge des Baufortschritts an die Tiefgarage der Senioreneinrichtung andocken und über diese erschließen. Insgesamt wird das neue Wohnquartier als innovativer und wirtschaftlicher Beitrag für die gestellte Aufgabe gewertet, die für den Arten-schutz geforderte Grünzäsur ist zu prüfen.
    Durch die Freilegung des verdolten Bachs entsteht eine schöne Verbindung zur Ortsmitte, wo das Café im Bürgerhaus einen südost- orientierten Außensitzplatz erhält, indem die vorhandenen Mauern und Hecken durch eine wohl proportionierte Treppenanlage ersetzt werden. Die Fahrbahn der Allensbacher Straße wird durch eine angemessene Belagsgestaltung in die Platzbildung einbezogen, ob die angedeuteten Rampen in diesem Zusammenhang notwendig sind, wird kontrovers beurteilt. Obwohl die Tiefgarage ebenerdig zum Dorfplatz liegt und auch über diesen erschlossen wird, tritt sie in der Südansicht zwischen den beiden schönen Gebäudefassaden nur zurückhaltend in Erscheinung. Es ist fraglich, inwieweit die im Erdgeschoss vorgesehenen Einrichtungen wie Café oder Quartiersladen in Konkurrenz zum Bürgerhaus treten und insoweit kontraproduktiv wirken. Die Pflege-Wohngemeinschaft hat eine kompakte Grundform, die Zimmer sind um einen zentralen Gemeinschaftsbereich mit begrüntem Lichthof angeordnet, allerdings mit dem Nachteil, dass im Zuge der Einsichtigkeit durch die darüber liegenden Geschosse die Privatheit dieses Freibereichs beeinträchtigt ist. Eine gute Ergänzung sind die Loggia nach Süden sowie der Demenzgarten nach Westen.
    Kritisiert wird der Sachverhalt, dass einige der betreuten Wohnungen nach Norden orientiert sind, hier bietet auch der Laubengang keine nennenswerte Entlastung. Durch die kompakte, flächensparende Bauweise, mit verhältnismäßig wenig Erdarbeiten kann von einer guten Wirtschaftlichkeit bei der Erstellung der Anlage ausgegangen werden.
    Die Arbeit hat ihre Stärken in der städtebaulichen Gesamtkomposition, die Verbindung mit dem Ideenteil ist gestalterisch und funktional stimmig, die Bauten des Realisierungsteils sind in den Fassaden ansprechend durchkomponiert. Nachteilig wirken sich die nordausgerichteten Wohnungen aus.


INFO-BOX

Angelegt am 30.07.2015, 15:37
Zuletzt aktualisiert 12.08.2015, 09:13
Beitrags-ID 4-106989
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