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  • DE-79541 Lörrach, DE-79539 Lörrach
  • 07/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-194026)

Neubau Gemeinschaftsunterkünfte mit Sozialstation


  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Architekturbüro Herzog, Lörrach (DE)
    Architekten: K9 ARCHITEKTEN Borgards.Lösch.Piribauer, Freiburg im Breisgau (DE)

    Preisgeld
    23.200 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Mit der vorgeschlagenen Baukörperanordnung der Gemeinschaftsunterkünfte mit Caritas und Sozialstation in Lörrach auf dem Gelände treffen die Verfasser die richtige Entscheidung. Die Diakonie und Sozialstation liegen signifikant am Kreisverkehr, bilden den Auftakt zum gemeinsamen Gebiet und lassen zudem die gewünschte eigene Adressbildung entstehen. Die Entscheidung, die Verwaltung und öffentlichen Bereiche der Gemeinschaftsunterkünfte in einem separaten Gebäude entlang der Hornbergstrasse anzuordnen ist richtig und somit wird zwischen Wohngebiet und Unterkünften sinnvoll vermittelt. Die drei Winkelgebäude mit den Gemeinschaftsunterkünften nehmen die Körnigkeit der umliegenden Wohnbebauung auf , reagieren mit angenehmen Maßstab und entsprechen der gewünschten Gruppenaufteilung. Durch die lockere Anordnung im westlichen Teil leitet die Bebauung sensibel sowohl in den Naturraum als auch zum Kindergarten über. Die dort angeordneten öffentlichen Aktionsflächen unterstützen diese Verzahnung. Durch die Positionierung der winkelförmigen Gebäude entstehen spannende und gut proportionierte öffentliche und halböffentliche Zonen im Quartier, die den Bewohnern eine hohe Aufenthaltsqualität in einem geschützten Raum anbieten. Die Anordnung der Parkplätze und Zufahrt zur Parkgarage ist sinnvoll, allerdings sollte die zweite Untergeschossebene wirtschaftlich von den Verfassern überprüft werden.

    Die innere Struktur und Funktionsanordnungen in der Diakonie und Sozialstation sind richtig und werden mit einer offenen und gut belichteten Kommunikationsatmosphäre belohnt. Das Foyer zur Stadt orientiert ist richtig platziert und eigenständig.

    Das Gebäude mit Verwaltung übernimmt die Mittlerfunktion zum Stadtquartier und die dort gut platzierten Gemeinschaftsräume beleben die öffentliche Freiräume des Quartiers. Hier können gemeinsame Aktionen und Treffen stattfinden. Wünschenswert ist hier eine Komprimierung der sehr großzügig angelegten Verkehrsflächen.

    Durch die winkelförmige Ausprägung der Wohngebäude entstehen halböffentliche Bereiche, die sinnvolle Übergangszonen bilden. Im Schnittpunkt sitzt die vertikale Erschließungsspange, die eine transparente, gut einsehbare und offene Atmosphäre vermittelt, zum Verweilen einlädt und in die beiden Wohngeschosse überleitet.
    Diese sind gut und vielfältig strukturiert und bieten eine flexible Wohnnutzung mit angemessener Qualität an. Lediglich der Anteil an Einzimmereinheiten müsste erhöht werden. Das vorgeschlagene Erscheinungsbild der Gebäude besticht durch eine reduzierte Architektursprache, die sehr angemessen und richtig auf die Aufgabenstellung reagiert.

    Anerkennenswert ist das gut funktionierende Flexibilitätskonzept, kombiniert mit wirtschaftlichen Kennwerten, die im mittleren Bereich liegen.

    Die Gemeinschaftsunterkünfte mit Sozialstation und Diakonie in Lörrach lassen einen signifikanten Standort entstehen. Dieser zeichnet sich durch einen sensiblen gut angeordneten Städtebau mit viel Aufenthaltsqualität im Freiraum aus und setzt dadurch mit einer angemessenen Architektursprache neue Impulse.