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  • DE-24392 Süderbrarup, DE-24392 Süderbrarup
  • 10/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-196298)

Neubau einer 3-zügigen Grundschule


  • 1. Preis Zuschlag

    Lageplan

    Architekten
    ajp architekten johannsen und partner mbB, Hamburg (DE), Greifswald (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: schoppe + partner freiraumplanung, Inhaber Jochen Meyer, Hamburg (DE)

    Preisgeld
    7.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf arbeitet mit sieben, im Grundriss polygonalen, Häusern, die an einer gemeinsamen Erschließungszone angeordnet sind und die topografische Situation mit einer leichten Ausbaustaffelung aufnimmt.
    Der Eingangsbereich der Schule im Südosten ist über eine getrennte Zu- und Abfahrtszone erschlossen, mit der geschickt Kreuzungsverkehr vermieden wird. Zur Nachbarbebauung tritt eine kleinteilige, angenehm proportionierte Struktur in Erscheinung, die eng mit den Freibereichen verzahnt ist. Die Erweiterungsoption erscheint gut umsetzbar.

    Die Funktionen sind richtig angeordnet, insbesondere die Anordnung von Bibliothek, Mensa, Musikraum und betreuter Grundschule, abtrennbar neben dem Eingangsbereich, wird von der Jury sehr positiv bewertet.
    Die Organisation der Klassen, Fachklassen und Verwaltung funktioniert ausgezeichnet. Die Gruppenräume zwischen den Klassen und am Übergangsbereich jedes Klassenhauses lassen vielfältige Nutzungen zu. Der zentrale Flur enthält zahlreiche Nischen und Aufweitungen, die Rückzugsoption und hohe Aufenthaltsqualität bieten; zudem ist er zwischen den Klassenhäusern natürlich belichtet.
    Von jedem Klassenhaus führen direkte Ausgänge zum Freibereich. Der Pausenhof liegt im Süden des Gebäudes, sodass die Nachbarbebauung gut gegen Lärm abgeschirmt wird.
    Das Motiv, die prägnante Gebäudekubatur mit einer zu weiten Teilen einfachen Landschaftsgestaltung zu umgeben, überzeugt. Die Platzierung der intensiv ausgestalteten Funktionsflächen im Südosten, ist richtig. Allerdings stehen diese Aktivitätsflächen in ihrer Konzentration und Gestaltung in etwas zu starkem Kontrast zum sonstigen grasgeprägten Nahumfeld der Schule. Der Ansatz eines lokalen Regenwassermanagements ist gut. Das Verkehrskonzept ist stimmig. Die Innenradien für die Gelenkbusse müssten in einer Überarbeitung nachgewiesen werden, was aber möglich erscheint.

    Die vorgeschlagene Materialität mit gelben Ziegeln wird vom Preisgericht für sehr angemessen beurteilt, die kleinteilige Struktur mit leicht geneigten Dächern fügt sich maßstäblich sehr gut in die Umgebung ein. Die großen Fensterelemente bilden ein schönes, Identifikation stiftendes Motiv für jede Klasse. Kritisch hinterfragt wird die fehlende Materialangabe für das Dach. Die Jury regt an, über ein Begrünung nachzudenken.
    Die Arbeit lässt im Vergleich eine leicht überdurchschnittliche Wirtschaftlichkeit erwarten. Die starke Gliederung des Baukörpers führt, bei einem insgesamt geringen Bauvolumen, zu einem leicht erhöhten A/V-Verhältnis, dafür sind die vorgeschlagenen Materialien günstig und dauerhaft.