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  • DE-81245 München, DE-50931 Köln
  • 09/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-212811)

Baugebiet WA 2(1) im Entwicklungsgebiet Paul-Gerhardt-Allee


  • 1. Preis

    Ansicht Paul-Gerhardt-Allee, © Konzept3D

    Visualisierer
    Konzept3D - Architekturvisualisierung und Animation, Wismar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Grassinger Emrich Architekten GmbH, München (DE)
    Landschaftsarchitekten: liebald+aufermann landschaftsarchitekten PartG mbB, München (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit entwickelt aus den Vorgaben des Bebauungsplans das gewünschte Bild einer vielfältig gestaffelten Baukörperkonfiguration. Mit einem deutlichen Akzent beginnt das neue Wohngebiet: ein horizontal geschichtetes neungeschossiger Wohnturm besetzt die nordwestliche Ecke des Blocks. Dabei verzichten die Verfasser auf erdgeschossiges Wohnen und schlagen eine weit aufgeglaste Gewerbefläche vor. Die obersten zwei Geschoße setzen sich in Baukörper und Fassade von dem durch bodentiefe Fenster und Loggien geprägten Wohnbereich ab: großflächige raumhohe Verglasungen signalisieren hier hochwertigstes Maissonette-Wohnen in sog. „Skylofts“.
    An das Hochhaus schließt sich eine Reihe von farblich unterschiedlich gefassten Drei- und Vierspännern an, die abwechselnd vier- und sechsgeschossig ausgebildet sind. Dieser Rhythmus zieht sich entlang der Südseite bis zum Anger fort. Die Baukörper sind maßstäblich und gut proportioniert. Die freistehenden Hauskuben am Anger setzen die Architektursprache aus Putzfassade, Loggien und auskragenden Balkonen fort.
    Die Fassaden folgen in ihrer Architektursprache dem heute Marktgängigen und lassen keinen weitergehenden architektonischen Ausdruckswillen erkennen.
    Die Gestaltung des Innenhofs in frei geformten Polygonen steht in reizvollem Gegensatz zur kubischen Masse der Baukörper. Durch das unnötig dichte Wegenetz verliert der Innenhof von seiner Großzügigkeit und es entstehen sehr kleine Teilräume. Die Kontur des Angers wird durch die grünen Vorzonen verunklart. Auch die Verdichtung der Bäume im Norden schließt den Raum gegenüber der nördlich abschließenden baulichen Raumkante. Allerdings scheint die grundsätzliche Haltung mit multifunktionalen Aufenthaltsangeboten einen nachvollziehbaren Ansatz zur Ausgestaltung des Angers darzustellen. Die Vorgärten im Westen sind aufgrund der fehlenden Lagegunst zu hinterfragen.
    Die schalltechnischen Vorgaben werden größtenteils eingehalten, die Fassade zur Haupterschließungsstraße ist nur bedingt gegliedert.
    Die durchgehende Tragstruktur ist im Grundriss klar erkennbar.