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  • Zuschlag

    Perspektive

    Architekten
    Petzi+Petzi Architekten, Oranienburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Jens Petzi , Angela Petzi

    Erläuterungstext
    Der Entwurf sieht die Erweiterungsflächen innerhalb der maximalen Ausdehnung des H-förmigen Abdruckes des Bestandes vor. Das H wird im Erdgeschoss zu einem Quadrat ergänzt. An die Klassenraumtrakte werden neue Erschließungsflure angebaut, so dass sich die Tiefe der Klassenräume von 5 m auf 7 m erweitert. Der Fachraumtrakt wird um ein Geschoss aufgestockt. Trotz des zusätzlichen Flächenangebotes bleiben Außenflächen für die Schule und die Freisportanlagen erhalten.

    Der Haupteingang in das Gebäude orientiert sich zum südlichen Vorplatz, der den Brückenkopf der städtebaulichen Marginale bildet. Durch die klare Zuordnung der Gebäudeeingangssituation wird die Vorplatzsituation gestärkt und die Schule bekommt eine eindeutige Adresse in der Walter- Bothe- Straße. Behindertengerecht erschließt sich die Schule direkt vom Fuß- und Radweg.

    Das Erdgeschoss des Bestandsgebäudes wird innerhalb des Gebäudekorridors erweitert und bildet das zentrale Element der Schule, „Die Lernlandschaft“. Der kontinuierliche Raum spannt sich zwischen den beiden Klassentrakten auf und umfließt den Fachraumtrakt. Wie in einer Landschaft bilden sich unterschiedliche Wege, Plätze und Räume aus. Durch die topografische Ausformung entstehen Terrassen, Sitzstufen und Raumabfolgen mit einer spannenden Höhenentwicklung. Großzügige, hohe, offene Bereiche wechseln sich mit gedeckten Rückzugsorten ab und bilden verschieden räumliche Szenarien aus. Arbeitsplätze für Schüler, eine Cafeteria, die Aula und Aufenthaltsflächen reihen sich entlang der Landschaft.

    Das großzügige Foyer spannt sich zwischen dem Vorplatz und dem Lichthof für den Fachraumtrakt auf. Der 4,5 m hohe Raum bildet den Auftakt in die Lernlandschaft. An beiden Seiten des Foyers bilden sich Terrassen aus, die den Höhenunterschied zum Erdgeschossniveau des Bestandes von 1,5 überbrücken. Die Terrassen bieten Platz für die Cafeteria und Schülerarbeitsplätze des Ganztagsbereiches. Der helle und freundliche Bereich lädt zum Verweilen und Studieren ein. Mittig im Gebäude führt die Lernlandschaft an den beiden neuen Haupttreppen des Gebäudes vorbei. Die Freitreppen in den neuen 4-geschossigen Lufträumen erschließen die oberen Etagen.

    Im nördlichen Bereich der Lernlandschaft befindet sich die neue 400 m2 große Aula. Auch hier entsteht durch den topografischen Verlauf eine angemessene Raumhöhe von 4,5 m. Die Aula wird durch die Glasfassade zum nördlichen Schulhof, durch einen weiteren Lichthof und Oberlichter großzügig mit natürlichem Licht versorgt. Der nördliche Eingang verbindet die Lernlandschaft und die Aula mit dem Schulhof.

    Die Klassenraumtrakte und der Fachraumtrakt bleiben erhalten und werden in den Funktionen neu geordnet. Im Erdgeschoss der Klassenraumtrakte werden vorrangig allgemeine Nutzungen, wie die Bibliothek, die Ausgabeküche, Ganztagsräume und die Verwaltung konzipiert. Sie ergänzen die Lernlandschaft um weitere funktionale Flächen. Die Sanitärräume werden in kleineren Einheiten im Bereich des ehemaligen mittleren Treppenraumes untergebracht. Hierfür ist es erforderlich, die nicht benötigten mittleren Treppenanlagen der Klassenraumtrakte I und II abzubrechen. Die Fachräume der Arbeitslehre werden in dem mittleren Fachraumtrakt angeordnet, da hier auch Doppelnutzungen für den Ganztagsbetrieb oder Nutzungen bei Veranstaltungen möglich sind. Die Belichtung der Fachräume im Erdgeschoss erfolgt über 4 m breite vorgelagerte Lichthöfe, die einen Bezug zum Außenraum herstellen. Durch den Fachraumtrakt führt eine Querachse die, die Klassenraumtrakte I und II miteinander verbindet. An dieser liegen neue offene Freitreppen, die die Obergeschosse erschließen. Hierfür ist es erforderlich die alten Verbindungsbauten abzubrechen.

    Weitere Treppenanlagen sind die vier Bestandstreppen, die brandschutztechnisch notwendig sind und als Fluchtweg ins Freie führen. Im Fachraumtrakt bleiben nur die Treppen ins Kellergeschoss erhalten, die Treppenanlagen in den Obergeschossen werden abgebrochen und die Flächen als Raumzugewinn genutzt. Funktionalität, architektonische Schlichtheit und Transparenz sind die Dominanten der Lernlandschaft, die optimale bauliche Voraussetzungen für zeitgemäßes Lernen schafft.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 12.11.2015, 12:05
Zuletzt aktualisiert 20.11.2015, 14:28
Beitrags-ID 4-111883
Seitenaufrufe 95