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  • DE-86732 Oettingen, DE-86732 Oettingen
  • 11/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-206119)

Neugestaltung des Flussfreibads und der Wörnitzinsel Mühlespan


  • 1. Preis

    JBS Architektur

    Architekten
    JORDAN BALZER SCHUBERT Architekten PartG mbB, Dresden (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Rico Schubert , Tobias Jordan

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: STORCH LANDSCHAFTSARCHITEKTUR, Dresden (DE)
    Architekten: Architekturbüro Raum und Bau GmbH BDA/BDIA, Dresden (DE), Lichtenstein (DE), München (DE)

    Preisgeld
    11.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit zeichnet sich durch den schonenden Umgang mit dem Bestand aus, dessen Qualitäten erhalten und für die Neugestaltung genutzt werden. Die Gebäudekonfiguration bleibt erhalten, wodurch ein Abschnittsweiser Umbau und Ersatz gut möglich ist; allerdings auch keine neuen Perspektiven oder Raumbezüge geschaffen werden. Diese werden vielmehr in der neuen Verbindung des Kernbereiches nach Norden aufgezeigt. Der Aufbau einer neuen platzartigen Wegeachse aus Holz als quasi neues Rückgrat des Bades entlang der kleinen Wörnitz bis zum Sprungturm im Norden, ist eine starke Geste. Damit verbunden ist die Verlegung der Brücke in den Bereich nördlich der Kabinen, die dort ein großzügiges Ankommen ermöglicht, aber zu längeren Wegen für die Kabinenbenutzer führt. Negativ wird vermerkt, dass diese viel frequentierte Hauptwegeachse den Familienbereich vom Nichtschwimmerbereich trennt. Durch die größere Länge der Brücke ist mit erhöhten Kosten zu rechnen. Die vollständige Ausführung dieses entwurfsprägenden Elementes und des gesamten Wegesystems aus Holz wird in Bezug auf den Unterhalt, die Kosten und die Verkehrssicherheit kritisiert. Der hohe Identifikationswert des Holzdecks und die hohe Attraktivität des Freibadbereiches am Kiosk hingegen werden sehr positiv gesehen.
    Die unabhängige Entwicklung des neuen markanten und funktionalen Eingangsgebäudes vom bestehenden Kiosk wird begrüßt. Auf knappem Raum werden alle notwendigen Funktionen erfüllt.

    Die Erhaltung der Freizeitangebote auf der Insel wird begrüßt, insbesondere auch die Differenzierung im Bereich des Wildgeheges. Zusätzlich angebotene Nutzungen wie die Spritzeisfläche und der Kletterwald machen die Insel ganzjährig attraktiv.
    Das Schreitmüllergelände wird mit der Festwiese beplant. Die Auflösung der Baumkulisse und die Anordnung der Wohnmobilstellplätze ermöglichen eine Erweiterung der Festplatznutzung nach Norden entsprechend dem Bedarf. Die „Blockhütten“ sind ein interessantes und an dieser Stelle gut integrierbares touristisches Angebot und ermöglichen eine adäquate Nachnutzung des bestehenden Wohngebäudes für Servicezwecke. Die vorgeschlagene Wegeführung stellt eine geschickte Verbindung zwischen der Stadt und dem Freizeitgelände her. Sie macht das Wörnitzufer erlebbar ohne in den sensiblen Bereich einzugreifen.

    Der Festplatzbereich und die touristischen Einrichtungen werden hervorragend gelöst, der natürliche Charakter erhalten und die Umsetzung ist schrittweise realisierbar.
    Das Angebot auf der Insel ist attraktiv und sollte punktuell so aufgegriffen werden, dass der Charakter bezüglich Erholung und Natur erhalten bleibt.
    Im Bad fehlt das jetzt im Bestand vorhandene Kinderbecken. Die Gastronomie und der abgestufte Uferbereich wurden attraktiv gelöst.