loading
  • DE-86150 Augsburg, DE-86150 Augsburg
  • 11/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-201107)

Neugestaltung der Vorplätze und des Umfelds des Hauptbahnhofs


  • Preisgruppe Bahnhofsvorplatz West

    Lageplan, © LIMA* architekten mit silands Landschaftsarchitekten und prof. bü prechter Landschaftsarchitektin

    Landschaftsarchitekten
    silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG mbB, Ulm (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: LIMA architekten | Lisa Bogner und Tobias Manzke, Stuttgart (DE)
    Landschaftsarchitekten: prof. bü prechter landschaftsarchitektin bdla, saiv, München (DE)
    Lichtplaner: DAY & LIGHT LICHTPLANUNG, München (DE)
    Verkehrsplaner: BrennerPlan GmbH - Planungsgesllschaft für Verkehr, Stadt und Umwelt, Stuttgart (DE)
    Visualisierer: Architektur & Zeichnung, München (DE)

    Preisgeld
    12.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit setzt mit einem dominanten Baukörper an der Rosenaustraße einen deutlichen Akzent als Hinweis auf den Tunneleingang und betont damit den neuen Bahnhofsplatz West. Die Fußgänger-und Radfahrerüberführung konzentriert sich sinnvoll auf die Südseite entlang des vorgeschlagenen Hotels mit Handel, Dienstleistungen und dem Fahrradparkhaus am Tunneleingang. Die eingefügte Treppenanlage, die zu einem neuen, südlich gelegenen Stadtquartier führen soll, erscheint überdimensioniert, zudem greift die Treppe in die Bohrpfahlwand ein.

    Im klaren Gegensatz zu der massiven Bebauung der Südseite steht der grüne Hang auf der nördlichen Seite, der sich allerdings etwas unmotiviert in den urbanen Raum der Rosenaustraße schiebt. Die Grünfläche wird über einen Steg von der Südseite angebunden, der attraktive Ausblicke bietet.

    Die Gestaltung des nordöstlichen Hanges ist aus grünplanerischer Sicht begrüßenswert, da sie eine attraktive Lösung mit einer Gräserstruktur aufweist, die sich von allen anderen Entwürfen abhebt. Die Gestaltung des Dachbalkons mit blühendem Weißdorn ist attraktiv und erhöht die Aufenthaltsqualität des geplanten Restaurants/Hotels. Die Gestaltung des Sebastian-Buchegger-Platzes mit Zitterpappeln in der Baumartenauswahl ist überdenkenswert, da es sich hierbei nicht um einen typischen Straßenbaum handelt.

    Der Sebastian-Buchegger-Platz wir durch die einheitliche Pflasterung, die über die Fahrbahn geführt wird, gut in die neue Platzsituation einbezogen, wobei die locker eingestellten Baumgruppen die Eigenständigkeit der ursprünglichen Platzkonzeption hervorheben. Dabei ergibt sich eine selbstverständliche Führung der neuen Trambahnlinie. Die Platzfläche wird mit Gastronomie mit Freischankfläche aufgewertet.

    Der Querschnitt der Rosenaustraße ist ausreichend dimensioniert, Taxi und Stellplätze sind richtig angeordnet, allerdings ist der Längsparkstreifen zu kurz. Die Anzahl der Fahrradstellplätze ist nicht ausreichend. Eine Pflasterung der Rosenaustraße ist im Hinblick auf die Lärmsituation nur mit ebenflächigen Materialien und entsprechendem Konstruktionsaufbau vorstellbar.

    Der Hotelbau müsste für eine zukünftige Abzweigung der Straßenbahn nach Süden entsprechend angepasst werden. Teile der vorgeschlagenen Bebauung liegen außerhalb des Wettbewerbsumgriffs, die Überschreitung schafft Konflikte mit der künftigen Erschließungsstraße der DB und ist so nicht möglich.

    Die vorgeschlagenen Gestaltungsmittel im öffentlichen Raum sind im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit angemessen.


INFO-BOX

Angelegt am 24.11.2015, 11:05
Zuletzt aktualisiert 26.11.2015, 09:03
Beitrags-ID 4-112405
Seitenaufrufe 232