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  • DE-88348 Bad Saulgau, DE-88348 Bad Saulgau
  • 11/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-216586)

Kaiserstraße / Friedrichstraße


  • 2. Rang


    Landschaftsarchitekten
    lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh, München (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Ursula Hochrein , Prof. Axel Lohrer

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: bächlemeid, Konstanz (DE)

    Erläuterungstext
    Abgleitet aus der umgebenden städtebaulichen Struktur inszenieren die Freiflächen im Inneren den Kontrast zur umgebenden steinernen Stadt mit einem dichten floral geprägten Garten. Umspielt von filigranen Kirschhainen wechseln in einem leicht fraktalen Spiel befestigte Flächen für Terrassen, Zuwege und Stellplätze mit gärtnerischen Themen wie Rasen, Stauden oder einem kontemplativen Wasserspiegel ab und verweben sich zu einem urbanen Gartenbild von dezenter Farbigkeit.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die vorgetragene Blockrandbebauung zeigt sehr gekonnt einen sensiblen Übergang von der Bebauung Volksbank zur Körnung in der Kaiserstrasse. Sie achtet auf die angrenzenden Strukturen und wird dadurch angenehm verträglich und vermittelnd.

    Entlang der Kaiserstrasse wird trotz geschickten Kerben im Dachgeschoss eine Gebäudelänge produziert, die nicht zu unterschätzen ist.

    Diese wohl proportionierten Kerben setzen sich leider in der Fassadensprache der darunter liegenden Geschosse nicht fort. Im Gegenteil: die vorgetragene Bandfassade entspricht nicht dem Charakter des Ortes.

    Im Innenhof besticht die sehr lyrische, weiche und mit allen Konsequenzen für Innen- und Aussenräume entwickelte gefaltete Fassade.

    Die Erschliessung erfolgt über Laubengänge, die man hier aber als Erlebnisräume wertschätzen kann.

    Der Anteil der Erschliessungsflächen ist aber dadurch insgesamt sehr hoch.

    Zum Innenhof gibt es einen überzeugenden Bezug aller Nutzungsarten, der allgemein anerkannt wird.

    Hinsichtlich Erschliessungsbreite der Zufahrt und innerer Organisation ist die Tiefgarage wohl nicht mit der selben Ernsthaftigkeit bearbeitet worden wie der Hochbau. Dem Auslober ist aber hier eine wirtschaftliche Lösung wichtig.

    Die oberirdische Parkierung im Innenbereich belastet das Wohnen zum Hof.

    Der Jury imponiert ein mutig vorgetragener Entwurf, der den Anspruch erhebt auf die vorhandene Situation sensibel einzugehen, hier aber nicht die richtige Antwort in der Gestaltung der Fassaden findet und sich in der Wirtschaftlichkeit leider verliert