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  • DE-74523 Schwäbisch Hall, DE-74523 Schwäbisch Hall
  • 11/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-216689)

Entwicklung des Stammgeländes des Sonnenhof e.V.


  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
    Architekten
    MBA/S Matthias Bauer Associates, Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Stadtplaner: Labor für urbane Orte und Prozesse, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    3.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das vorgeschlagene Gesamtkonzept von flexibel bebaubaren oder grünen Feldern wird als ein diskussionsfähiger Ansatz gewertet. Die Struktur wird aus den vorhandenen Wegebeziehungen und der bestehenden Bebauung heraus entwickelt und vernetzt so die angrenzenden Quartiere und Freiräume ganz selbstverständlich. Diese aufgelockerte Clusterbildung ist im Zusammenhang mit den gewünschten Nutzungen ein möglicher Ansatz. Die dargestellten Gebäudeformen stellen allerdings eine architektonische Lösung und keine städtebauliche Struktur dar. Deshalb wird die Umsetzbarkeit in diesen Formen und in dieser Ausprägung als eher schwierig und wenig realistisch erachtet.

    Positiv gewertet werden die Anordnung und die Ausformulierung des Eingangsbereichs um den Sonnenplatz. Die Integration der Arche und die neuen Gebäudestrukturen mit der angebotenen gemischten Wohnnutzung um den Platzbereich bilden eine angemessene räumlich definierte Quartiersmitte. Die Felder der grünen Lunge als zentraler Freiraum integrieren das bestehende Mobile und andere Freiraumnutzungen auf einfache aber funktionierende Weise. Das westliche Ende der ‚Grünen Lunge‘ bleibt jedoch undefiniert und die umliegenden befahrbaren Wege sind deutlich überdimensioniert. Insgesamt ist das gesamte Areal übererschlossen, so erfolgt zum Beispiel auch die Andienung der Schule über Umwege, was die Verkehrsbelastung im Quartier unnötig erhöht. So ist auch die Lärmschutzthematik am Ostrand durch die vorgeschlagene Bebauungstypologie nicht gelöst. Auch die Lage des intensiv betreuten Wohnens am südöstlichen Quartierseingang funktioniert aufgrund der hohen Verkehrsfrequenz an dieser Stelle nicht. Die Verlagerung der Sportflächen an den südöstlichen Rand wird als weiterer Vorschlag zur Vernetzung mit der Umgebung positiv bewertet. Allerdings ist zu prüfen, ob dies mit der vorhandenen Topographie wirtschaftlich umsetzbar wäre.

    Auch das im Südwesten liegende Baufeld mit der eher dichten Reihenhausbebauung stellt einen diskutierfähigen Beitrag dar.

    Insgesamt stellt dieser Wettbewerbsbeitrag mit dem räumlich wenig strukturierten Gelände einen interessanten aber eher architektonischen als städtebaulichen Ansatz dar. Dieser würde sich bei einer konzeptgetreuen Umsetzung jedoch als schwierig erweisen.