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  • DE-95686 Fichtelberg, DE-95686 Fichtelberg
  • 11/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-216738)

Neubau der Kirche St. Antonius v. Padua


  • Anerkennung

    © Brückner & Brückner Architekten Tirschenreuth | Würzburg

    Architekten
    Brückner & Brückner Architekten GmbH Tirschenreuth I Würzburg, Tirschenreuth (DE), Würzburg (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Visualisierer: 3DWAY architectural graphics, München (DE)

    Preisgeld
    2.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf stellt eine prägnante und skulpturale Form dar. Durch die aus dem Boden wachsende Stelen bis zu einer Höhe von 30 Meter tritt das Gebäude sehr stark in Erscheinung. Als positiv wird die expressionistische mit hoher bildhauerischer und künstlerischer Qualität dargestellte Gesamtform bewertet. Dieses Gebäude steht selbstbewusst und dominant dar. Jedoch wird im Vergleich umgebenden Wohnbebauung die Maßstäblichkeit vermisst. Ebenso ist ein Bezug zu regionstypischer Architektur nicht erkennbar.

    Der Kirchenraum ist als Zentralraum konzipiert, die Anordnung des Altars als Mitte des Raumes reagiert auf die Raumschale bzw. auch umgekehrt. Die Nebenräume, Ort der Marienvereherung, Beichtraum und Skaristei sind gut um den zentralen Kirchenraum angeordnet. Der Zugang von der Westseite stößt unmittelbar auf den Block der Kirchenbänke. Dies wird als Nachteil bewertet. Auch die Anbindung des Altars an Priestersitz und Ambo ist sowohl durch die Entfernung als auch die vielen Stufen als kritisch zu betrachten. Die Anordnung der bestehenden Christusfigur ist in der Plandarstellung nicht eindeutig zu entnehmen.

    Der Innenraum ist wie die Außenhülle sehr stark von der stelenartigen vertikalen Stabstruktur des Dachtragwerkes geprägt, das durch Oberlichtausschnitte mit Zenitlicht betont und verstärkt wird. Aus der Sicht der Kirchenmusik muss die Raumakustik und Sprachverständlichkeit im Weiteren untersucht werden. Die Freiflächengestaltung ist zurückhaltend und einfach dargestellt, wobei sich der Entwurf zur topografischen Anbindung ausschweigt. Durch die stark differenzierte Ausbildung mit Vor- und Rücksprüngen, aufwendigen Anschlüssen und Abdichtungen, ist mit einem hohen Aufwand an Pflegeunterhalt zu rechnen. Ausdrücklich gewürdigt wird der starke skulpturale Charakter dieses Beitrages.


INFO-BOX

Angelegt am 26.11.2015, 12:39
Zuletzt aktualisiert 27.09.2018, 13:59
Beitrags-ID 4-112593
Seitenaufrufe 417