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  • DE-38104 Braunschweig
  • 02/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-6581)

St. Leonhards Garten (Phase B)


  • Anerkennung

    Lageplan

    Landschaftsarchitekten
    arbos Freiraumplanung GmbH, Hamburg (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Verfasser: Peter Köster

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: architekten prof. klaus sill, Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    St.Leonhards Garten. Die wechselvolle Geschichte des Ortes hat einen fragmentarischen Baublock entstehen lassen. Ein Stadtbahndepot mit grosser Ausbesserungshalle, Gleisen, weitläufige Hofflächen und Oberleitungen gehören seitdem zum typischen Erscheinungsbild des Blockinnenbereiches. Im Transformationsprozess in ein zeitgemässes Wohnquartier sind nicht nur die gründerzeitlichen Strukturen der unmittelbaren Umgebung, sondern auch die Prägung des Geländes durch die grossformatige Struktur des Stadtbahndepots von Bedeutung. Die Atmosphäre und die Geschichte von St. Leonhards Garten sollen als Katalysator einer neuen Urbanität genutzt werden.

    Die unverwechselbare Atmosphäre wird zudem von dem Zusammenspiel von Bebauung und Hofflächen bestimmt. Ein Gartenhof bietet die Möglichkeit, viel von der heutigen Atmosphäre einzufangen und in das neue Wohnquartier hinüberzuretten. Von grossen Buchenhecken gefasst, würde ein universell bespielbarer Raum aufgespannt, der als städtebaulicher Hybrid aufzufassen wäre. Er wäre zwischen eigenständigem Block und Blockinnenraum, zwischen grünem Rückzugsort und neuem, urbanen Quartier angesiedelt.
    Die deutliche Nord-Süd-Orientierung des Depots wird in die neue städtebauliche Figur eingeschrieben. Um eine heterogene Gesamtheit zu erzielen, wurden drei neue Quartiere entworfen, deren städtebauliche Struktur und atmosphärische Dichte jeweils unterschiedliche Nachbarschaften und soziale Zusammenhänge erzeugen: Familie+ / Mitte / Projekt_k

    Im Zentrum befindet sich der neue Quartiersplatz, der mit seinen Schienensträngen, Baumgruppen und mobilen Stadtmöbeln zum sozialen Treffpunkt wird. Hier begegnen sich neues Leben in nachbarschaftlichen Kontext und Urbanität, treffen sich die Neuankömmlinge mit den Alteingesessenen. Um eine Verzahnung mit den umliegenden Quartieren zu erreichen, sind gerade im Bereich der Bienenstrasse Übergangsstrukturen entwickelt worden.

    Analog ist der Ablauf der Baustufen geplant. Fast selbstverständlich definieren die drei neuen Quartiere einzelne Baustufen. Hallenteile des ehemaligen Stadtbahndepots werden zum temporären Ort für Ausstellungen, Diskussionen, Feste, für Sport und Spiel innerhalb des städtischen Veränderungsprozesses. In St. Leonhards Garten-Hof ist vieles anders. Die besondere Geschichte des Ortes stimuliert eine neue Urbanität im Quartier, die zu einer Bereicherung der gesamten Oststadt führen soll.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.