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  • DE-38104 Braunschweig
  • 02/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-6581)

St. Leonhards Garten (Phase B)


  • Anerkennung

    Lageplan

    Architekten
    zweimeterzehn architekten BDA, Bremen (DE)

    Mitarbeit
    Jost Herbert Wolfgang Tobias Mitarbeit: Christian Wawrzinek

    Erläuterungstext
    Städtebauliches Konzept

    Das Wettbewerbsareal \" St. Leonhards Garten\" wird durch seine umgebende Bebauung und durch die inselartige Lage des Stadtbahndepots geprägt. Ziel der städtebaulichen Herangehensweise ist die Aufhebung dieser Insellage, die Vernetzung öffentlicher und halböffentlicher Bereiche mit den umgebenden Wohnquartieren. Das neu geplante Wohnquartier soll durch Funktionalität und Anordnung klar definiert werden. Eine stufenweise Entwicklung der Wohnquartiere und somit eine wirtschaftliche Umsetzung der einzelnen Ausbaustufen spielt hierbei eine wichtige Rolle.
    Die Annäherung an dieses Gebiet und an die von uns gesetzten Rahmenbedingungen erfolgt in unserem Entwurf in drei Ebenen:

    Ebene1
    Die Ausrichtung des Areals und Gleisführung des ehemaligen Stadtbahndepots in Süd-Nordrichtung. Die östliche Einfassung und Längsorientierung der 4-geschossigen geschlossenen Wohnbebauung an der Uhlandstraße.

    Ebene2
    Die dreiseitige Einfassung des Areals durch freistehende, 4-geschossige Wohngebäude aus der Gründerzeit und die angrenzenden zum Teil nicht klar definierten Freiflächen.

    Ebene 3
    Die Erschließung für den ruhenden und motorisierten Verkehr. Vernetzung der Wohnquartiere durch Wegeführung und Freiflächen.

    Die Idee unseres Entwurfes liegt in der Überlagerung der oben genannten Ebenen und deren Zuordnung in einzelne Funktions- und Nutzungsbereiche. Die sich aus den Ebenen ergebenen Schnittmengen ergeben drei Wohnquartiere deren Ausrichtung in Süd-Nordrichtung erfolgt. Die Schnittmengen zonieren und definieren das jeweilige Quartier.
    Freiflächen und Wegeführungen werden klar definiert und vernetzen das umgebende Wohnumfeld.


    Freiflächen

    Die öffentlichen und halböffentlichen Freiflächen der neu entstandenen Wohnquartiere fungieren als grüner Puffer und als verbindendes Element für soziale Begegnungen. Den Kern dieser Freiflächen bildet das Areal im Bereich Altewiekring 60A.
    Das auf diesem Gebiet freistehende, 4- geschossige historische Gebäude soll zukünftig als Quartiershaus, Bürgertreff für Veranstaltungen o.ä. genutzt werden. Die umgebenden Freiflächen dienen als Raum für Spiel, Sport und soziale Begegnungen. Im Bereich der möglichen Gewerbenutzungen an den Quartiersecken und am Quartierseingang im Bereich Georg-Westermann-Allee entstehen Plätze mit Außenraumqualität, als Treffpunkte oder Bestuhlungsflächen für Gastronomie.


    Erschließung

    Das von uns geplante Konzept beinhaltet formal die Erschließung der einzelnen Wohnquartiere.
    Zielsetzung unseres Entwurfs ist eine spannungsreiche Erschließung des Wohngebietes mit verbindender und vernetzender Funktion. Die Haupterschließung des motorisierten Verkehrs erfolgt über die Georg-Westermann-Allee und Herderstrasse. Um Durchgangsverkehr zu vermeiden, wird die Einmündung im nördlichen Bereich Altewiekring für PKW gesperrt. Die mäandernde Straßenführung ermöglicht eine Verkehrserschließung aller Quartiere. Die Formgebung bildet gleichzeitig eine Blockeinfassung der vorhandenen und neuen Wohngebiete.
    Grundsätzlich werden die einzelnen Wohntypologien in Nord-Südrichtung erschlossen. Im Wohnquartier 1 befindet sich eine Tiefgarage. Die Zufahrten liegen an der Georg-Westermann-Allee und im Bereich Herderstraße. Die fußläufige Erschließung ist an mehreren Stellen des Areals möglich, insbesondere an den Blockrändern und in den Kernbereichen.


    Gestaltungskonzept der Wohnquartiere/ Gebäudetypologien

    Entsprechend der im städtebaulichen Konzept erwähnten Strukturen und Bezüge entwickeln sich die einzelnen Wohnquartiere. Je nach Nutzungsschwerpunkten verändern sich die Maßstäbe der einzelnen Haustypologien.
    Die Maßstäbe und deren Grad der Verdichtung werden wie an einem Regler, entlang des städtebaulichen Schemas aufgezogen. Trotz der individuellen, nutzungsorientierten Gestaltung der jeweiligen Wohnquartiere vermittelt dieses Areal ein hohes Maß an Homogenität. Eine phasenweise Entwicklung diese Areals ist durchaus denkbar.


    Universelle Nutzbarkeit

    Die Konzeption der neuen Wohnquartiere mit unterschiedlichen Wohntypologien und deren Verzahnung in ein städtisches, urbanes , stabiles Umfeld bilden die Grundvoraussetzung für eine universelle Nutzbarkeit.
    Alle Wohnquartiere zeichnen sich durch Nachbarschaften und generationsübergreifendes Leben aus.
    Die Flexibilität und Barrierefreiheit der jeweiligen Wohntypologien spricht unterschiedliche Zielgruppen an: u.a. Familien, Senioren, Singles jeden Alters.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.