loading
  • DE-45309 Essen, DE-45127 Essen
  • 12/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-203601)

Neubau der Gustav-Heinemann-Gesamtschule


  • Anerkennung

    Eingangsvorplatz

    Architekten
    HASCHER JEHLE Architektur, Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Agnese di Quirico, Stephanie Larassati, Lars Gebhardt, Johannes Raible, Paola Zurita

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: KRAFT.RAUM., Krefeld (DE), Düsseldorf (DE)

    Preisgeld
    12.500 EUR

    Erläuterungstext
    Das Wettbewerbsgebiet wird durch einen waldartigen Grünraum mit umfangreichem Baumbestand geprägt. Der Entwurf sieht vor, den vorgefundene Grünraum zu erhalten und die Qualitäten des Baumbestandes für die Schule zu nutzen. Der Neubau der Gustav-Heinemann-Gesamtschule wird aus drei ringförmigen Baukörpern gebildet, die inmitten des vorhandenen Baumbestandes auf dem Wettbewerbsgebiet platziert werden. Das Gebäude wird vom Grünraum von allen Seiten umschlossen. Die drei Amöben-förmigen Bauteile, die auf dem erdgeschossigen, verbindenden Sockel aufliegen, erscheinen wie Inseln in einem grünen Meer von Bäumen. Die beiden nördlichen Bauteile umschließen jeweils ein dreigeschossiges Atrium mit Glasdach, der südliche Baukörper fasst einen kleinen Innenhof. Die drei Gebäudeteile gliedern den Schulbau und fassen drei unterschiedliche Außenraumbereiche mit unterschiedlichen Qualitäten. Auf der Südostseite entsteht ein räumlich spannungsvoller Vorplatz durch die topographische Modellierung. Von der tiefer gelegenen Erschließungsstraße aus gelangt man über eine Freitreppe mit Sitzstufen auf den Eingangsvorplatz der Schule mit der Außenterrasse der Mensa. Auf der Gebäudenordseite wird der Pausenhof der Schule durch das Gebäude und den Baumbestand gefasst und erhält den Charakter einer Lichtung im Wald. Auf der Gebäudewestseite wird ein Werkhof für den Kunst- und Werkbereich vorgesehen. Zwischen den drei Amöben wird die Dachfläche des erdgeschossigen Sockelbaus als zusätzlicher Pausenbereich im Außenraum aktiviert und über eine Freitreppe mit dem Pausenhof verbunden.
    Im Zentrum des erdgeschossigen Gebäudesockels befindet sich das Foyer mit anschließendem Veranstaltungsbereich. Von hier aus erreicht man alle Gebäudebereiche auf kurzem Wege. Über die Freitreppen in den lichtdurchfluteten Atrien gelangt man in die Obergeschosse, wo sich die Klassen- und Kursräume um die jeweiligen Atrien ringförmig gruppieren. Die Aufenthalts- und Lernbereiche staffeln sich terrasenförmig über die Geschosse im Atrium. Mensa und Stadteilbibliothek befinden sich in dem südlichen Gebäudeteil und erhalten jeweils separate Zugänge von außen. Die Stadtteilbiliothek erreicht man sowohl über das Foyer im Erdgeschoss als auch über einen Zugang von Außen über eine Freitreppe die auf das Gebäudedach des Sockelbaus führt. Hier befindet sich auch ein zugehöriger Außenbereich, der zum Lesen im Freien an schönen Tagen einlädt.
    Die Aula im Zentrum verfügt über -vom Erdgeschossniveau- ansteigende und abfallende Sitzstufen und lässt sich mittels flexibler Trennwände vom Foyer abkoppeln. Im Schulbetrieb wird die Aula dem Foyer zugeschaltet und dient als attraktiver Pausen- und Aufenthaltsraum.
    Die außerschulischen Bereiche befinden sich weitestgehend im Erdgeschoss und sind gut von den schulinternen Zonen zu separieren.
    Um die Verkehrsflächen pädagogisch nutzen zu können erhalten die Obergeschosse umlaufende Fluchtbalkone, die von einer Holzlattung umschlossen werden. Die Mehrschichtigkeit der Fassade verleiht dem Gebäude eine spannungsvolle optische Tiefe.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.