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  • DE-50679 Köln, DE-50679 Köln
  • 11/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-178769)

Parkstadt Süd


  • Gewinner - als Grundlage für die weitere Bearbeitung empfohlen

    kein Bild vorhanden
    Stadtplaner
    BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung Dr.-Ing. Reinhold Baier GmbH, Aachen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn (DE), Hamburg (DE), Köln (DE), Mannheim (DE), Berlin (DE)
    Architekten: O&O Baukunst, Berlin (DE), Köln (DE), Wien (AT)
    Bauingenieure: Björnsen Beratende Ingenieure, Koblenz (DE), Darmstadt (DE), Erfurt (DE), Augsburg (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Grundkonzept zeichnet sich durch eine geschickte Geste aus, die dem Grünzug die nötige Kraft, zusammenhängende Durchlässigkeit und angemessene Dimension verleiht: auf eine Bebauung entlang der Bahntrasse wird entschieden verzichtet. Dadurch wirkt der zukünftige Park vom Eifelwall bis zum Rheinufer im positiven Sinne unaufgeregt und überaus großstädtisch. Die großzügige Verlängerung des übergeordneten Inneren Grüngürtels ist konsequent.

    Die durchgängige Parkgestaltung ist einfach und klar strukturiert, bietet gleichzeitig durch die Terrassierung entlang des Bahndammes, den Einbezug von Wasser- und Sportflächen eine abwechslungsreiche Dramaturgie und attraktive Parknutzung.

    Gleichermaßen bietet sich ein städtebaulich robustes und prägnantes Erscheinungsbild mit klarer Stadtstruktur und dezidiertem Erschließungssystem – das „neue Stück Stadt bauen“ ist in diesem Entwurfskonzept eindeutig gelungen.

    Durch das Abrücken der Bebauung vom Bahndamm bleiben die Lärmschutzmaßnahmen überschaubar; die Umsetzung kostengünstigen Wohnungsbaus wird dadurch erleichtert.

    Das zentrale Marktquartier bildet durch die dichte und kompakte Bebauungsstruktur ein eigenständiges Quartier. Die Markthalle wird als klare Mitte herausgestellt, die städtebauliche Fassung der Halle durch markante Hochpunkte und zwei Plätze schafft ein attraktives, urbanes Umfeld mit großer Anziehungskraft weit über die Parkstadt hinaus. Gleichzeitig verdeutlichen die klaren Raumkanten den großstädtischen Maßstab und bringen Stadt und Park ins Gleichgewicht.

    Die vorgeschlagenen Blockstrukturen, deren Größenordnungen und Höhen besitzen eine angemessene Dimension, die unterschiedlich und flexibel (Wohnmodelle und Nutzungen) ausformuliert werden können. Berücksichtigt wird gekonnt die Blockausrichtung und Verschattung. Auch die stadtstrukturelle Kopfbildung an der Sechtemer Straße zur Bonner Straße kann überzeugen. Sie ist ein Beispiel für eine angemessene Betonung besonderer Orte an Eingängen und Quartiersplätzen durch markante bauliche Hochpunkte des Entwurfskonzeptes. Zudem wird besonders der sensible Umgang mit dem Gräberareal an dieser Stelle durch bauliche Einbindung und Fassung gewürdigt.

    Die Varianz von weiteren öffentlichen Räumen – u.a. Pocket-Park und Quartiersplätzen im westlichen Bereich des Marktquartiers – ist plausibel und in Hinblick auf Größe und Anordnung ausreichend strukturiert.

    Die Lage und Anordnung der weiterführenden Schullandschaft wird als positiv gesehen; die Multicodierung von öffentlichen Parkflächen und Sportflächen für schulische Zwecke wird sehr begrüßt.

    Die Wegebeziehungen und Verbindungen in die bestehenden Quartiere werden hervorgehoben; die Anbindung des Grünzuges über den Volksgarten an den Eifelwall ist besonders positiv zu bewerten. Die Querungen und Durchgänge in den Quartieren, insbesondere die Wiederherstellung der Verbindung Sechtemer Straße –Raderberger Straße, funktionieren. Das Erschließungssystem ist einfach strukturiert und erlaubt eine eindeutige Zuordnung von gewerblicher Erdgeschossnutzung. Die Mittelstraße für Füßgänger- und Langsamverkehr bietet das Rückgrat des neuen Quartiers mit dem Potenzial, die Buslinie im Quartier entlang zu führen.

    Insgesamt wird der Entwurf den großen Herausforderungen des Standortes gerecht und bildet ein überzeugendes Leitbild für den anstehenden Planungs- und Transformationsprozess.