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  • DE-50679 Köln, DE-50679 Köln
  • 11/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-178769)

Parkstadt Süd


  • Teilnahme

    Parkstadt Süd Vogelperspektive, © AS&P – Albert Speer & Partner GmbH, Frankfurt am Main | KLA kiparlandschaftsarchitekten GmbH

    Architekten
    AS+P Albert Speer + Partner GmbH, Frankfurt am Main (DE), Shanghai (CN) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: LAND Germany GmbH, Duisburg (DE), Mailand (IT)

    Erläuterungstext
    Kooperatives Verfahren Parkstadt Süd
    Erläuterungstext AS&P | KLA

    Verlässliches Leitbild

    Das neue Grüngürtelsegment legt sich konzentrisch zwischen zwei urbane Bebauungsschichten und bildet damit die Grundlage für die Entwicklung attraktiver, sich gegenüberliegender innerstädtischer Wohnquartiere am Park. Damit schreibt der Entwurf das historische Grundprinzip des Inneren Grüngürtels sinnfällig fort. Neu ist jedoch die intensivere Verzahnung des Grünraumes mit seinen künftigen Nachbarschaften und „räumlichen Ankern“.
    Das „Prinzip Parkstadt“ besteht damit in der hierarchischen Längs- und Quervernetzung grüner und steinerner Freiräume mit dem gesamtstädtischen Raum des Grüngürtels. Das neue bauliche Volumen wird so an die Ränder von Südstadt, Bayenthal und Raderberg angeschmolzen, dass sich eine logische sowie räumliche und maßstäbliche Fortsetzung des bestehenden städtischen Gefüges in Richtung Grünzug ergibt. Das Programm der beiden „Bänder“ kann damit sowohl als Erweiterung der bestehenden Nachbarschaften sowie
    als eigenes Quartier gelesen werden. Im Sinne einer urbanen Belebung dieser Bänder wurden generell kompakte und gemischte Baufelder mit einigen moderaten Hochpunkten gewählt.


    Mikroklimasimulation

    Zur Verifikation und Qualifikation der vorgeschlagenen Öffnung der Baublöcke in Hauptwindrichtung wurde eine sogenannte Mikroklimasimulation durchgeführt. Ein Teilbereich des Planungsgebietes wurde an einem warmen Sommertag mit Kölner Klimaverhältnissen simuliert. Als weiteren Schritt wurde eines der Baufelder in Bezug auf den Öffnungsgrad der Randbebauung variiert um den klimatischen Effekt der Öffnung aufzuzeigen.
    Die Gegenüberstellung zeigt deutlich den gefühlten Temperaturunterschied resultierend aus verminderter Durchlüftung bei einer zunehmenden Schließung des Blockes. Durch eine Öffnung der Innenhöfe kann eine gute Durchlüftung gewährleistet werden und einer sommerlichen Überhitzung entgegengewirkt werden.
    (Die Berechnungen wurden in Kooperation mit Drees & Sommer - Köln mit der Computersoftware ENVI-MET durchgeführt.)

    Sonderbaustein Großmarktareal

    Die markante denkmalgeschützte Großform der Markthalle wird zusammen mit seinem, für Großmärkte typischen, südlichen Vorfeld zu einem in sich schlüssigen Baustein geformt. Im Gegensatz zu der eher profanen Bebauung der vorhergegangenen Version, soll nun durch eine campusartige aber kompakte Punktbebauung ein lebendiger Anziehungspunkt mit Ausstrahlungskraft über die Parkstadt hinaus entstehen.
    Das Großmarktgebäude könnte beispielsweise eine Kleinmarkthalle sowie ein mögliches Schaulager der Kölner Museen und nicht zuletzt eine Probebühne der städtischen Theaterbetriebe aufnehmen. Damit wäre für eine ganztägige Belebung des Großmarktumfeldes gesorgt. Die Campusbebauung soll urbane Wohnformen, ergänzende Nahversorgung und ggf. auch kleinteiligere kulturelle Adressen aufnehmen. Im Sinne eines
    adäquaten stadträumlichen Erscheinungsbildes wäre dabei jedoch auf eine besondere architektonische Qualität gegenüber dem attraktiven Hallenbauwerk zu achten.

    Freiraum

    Die neue „Parkstadt Süd“ versteht sich als Fortsetzung der großräumigen, gesamtstädtischen Geste des Grüngürtels und zugleich als eine stadträumliche Verknüpfung zwischen urbanem Gefüge und Parklandschaft.
    Der Entwurf zur neuen „Parkstadt Süd“ thematisiert in diesem Kontext die verschiedenen Maßstäblichkeiten und formuliert gesamtstädtische, stadtteilbezogene und quartiersgerechte neue Begegnungsräume.
    Unter dieser Prämisse werden die an die offene, grüne Mitte angrenzenden Stadtteile Köln-Sülz, Zollstock, Radertal, Bayental und Neustadt Süd in der neuen „Parkstadt Süd“ verwebt.
    Jeder angrenzende Stadtteil erhält somit neue an der Parklandschaft angrenzende Quartiere.
    Über die Definition von sogenannte „Ankerpunkten“ in den verschiedenen Stadtteilen werden wichtige stadträumliche Verbindungen herausgearbeitet, die maßgebend für die neue Struktur der „Parkstadt Süd“ sind.
    Eine besondere Bedeutung kommt hier den Fünf Radialen zu, der Luxemburger Straße, der Vorgebirgsstraße, der Neuen Radiale, der Bonner Straße, sowie der Alteburger Straße. Sie rhythmisieren die West-Ost- Bewegung der Parkstadt, leiten in sie hinein und durch sie hindurch.
    An den Kreuzungspunkten mit Stadt- und Landschaftselementen, werden Platzflächen als sogenannte „Stadt-Scharniere“ verortet, die als wichtige Impulsgeber für die parkstadtinterne Infrastruktur auf Makro- und Mikroeben dienen: an diesen Parkeingängen öffnet sich der enge Stadtraum in die weite Parklandschaft.
    Die Verzahnung von Stadtraum und Parklandschaft über Grüne Fugen und Parkbalkone ermöglicht ein Ineinandergreifen von Stadt- und Grünflächen. Durch diese Potenzierung der Kontaktfläche zwischen Freiraum
    und urbaner Dichte erfährt diese klassische Schnittstelle eine klare qualitative Aufwertung.
    In den urbanen Strukturen nördlich und südlich der großen Grünen Mitte lockern wiederkehrende Freiraumelemente die städtebauliche Textur auf und schaffen funktionell und atmosphärisch individuelle Teilräume.
    Die „Stadt-Scharniere“ als gestalteter räumlicher Übergang zwischen Radialen und Grünflächen: an diesen Parkeingängen öffnet sich der enge Stadtraum in die weite Parklandschaft. Sie werden als urbane Plätze ausformuliert, die aufgrund ihrer hohen Frequentierung eine Brücke zwischen ihrer Verteilerfunktion und einer Aufenthaltsqualität im urbanen Stil schlagen. Als Anbindungspunkt von Stadt und Park im größeren Maßstab kommt ihnen eine hohe identifikationsstiftende Bedeutung zu.
    Die „Grünen Fugen“ und „Parkterrassen“ bilden das Ineinandergreifen von Grün- und Stadtstrukturen im Quartiersmaßstab ab: die Qualität des Parkraums wird in das Quartier hineingezogen und umgekehrt kragen urbane Balkone in die Parklandschaft hinein - die Kontaktfläche wird erhöht und Raum geschaffen für individuelle quartiersbezogene Freiraumnutzungen wie Aufenthalt und Kinderspiel.
    Baumüberstandene Plätze in den Quartieren rhythmisieren als „Quartiersplätze“ infrastrukturell notwendige Erschließungsräume und ermöglichen eine Orientierung in den Quartieren. An diesen urban gestalteten Plätzen finden sich „Mobility Hubs“ wieder, die ÖPNV-Nutzungen, Car Sharing, Aufladestationen für E-Cars und auch Fahrradstationen im Sinne einer „Smart City Cologne“ anbieten.
    Entlang der Kante, wo Stadt auf Park trifft, wird als moderierendes Freiraumelement die „Parkpromenade“ ausgestaltet. Als aktives Band begleitet die Parkpromenade die urbane Nordkante der Parklandschaft als Vermittlung zwischen den Raumtypologien. Die Promenade führt von Ost nach West vom Mehrzweckplatz an der Vorgebirgsstraße zur Gaststätte Alteburg an der Alteburger Straße und verknüpft die „Stadt-Scharniere“,
    die „Parkbalkone“ und die „Grüne Fugen“ miteinander. Wohnen, Büronutzungen und Dienstleitungen finden hier Raum für Außenraumnutzungen wie Aufenthalt, Außengastronomie o.ä.
    Zur Parkseite angeordnete „Stadtgärten“ stellen Möglichkeitsräume dar, die individuell und vielfältige Anreize für partizipative Aneignungsprozesse schaffen. Die „Stadtgärten“ können als Spielflächen im Park, urban gardening oder auch als extensiv bepflanzte Flächen genutzt werden.
    In der großzügigen, von Nutzungen freigehaltenen Mitte der Parklandschaft führt der „Zuverlässige Weg“ als weitergeführte Leitlinie durch den Grüngürtel. Der Fuß-und Radweg verbindet sämtliche Nutzungen und Räume entlang des Grüngürtels und der neuen Parkstadt miteinander: Er verbindet die Universität mit dem neuen Stadtarchiv, verläuft über das Gleisdreieck zum neuen Kreativquartier am ausgebauten Fortuna- Stadion über das Konrad-Adenauer-Tierheim, führt über den neuen Mehrzweckplatz für Großveranstaltungen
    an der Vorgebirgsstraße, fungiert als Verbindung der Scharniere an den Radialen, erschließt den Parkbalkon an der Markthalle und die neue S-Bahn-Station an der Bonner Straße, und führt entlang der Retentionsbecken am Schulareal vorbei hin zum neuen Rheinbalkon, dem Bindeglied zwischen Uferpromenade und Grüngürtel.
    Der überörtliche Fahrradschnellweg vermeidet durch seinen Verlauf über ehemalige Bahntrassen an der Nordkante der Parkstadt Kreuzungspunkte und bindet alle nördlichen Quartiere der Parkstadt unmittelbar an.


    Team Parkstadt


    AS&P - Albert Speer und Partner GmbH, Frankfurt
    Michael Heller, Dipl.-Ing. Architekt AKH, Projektkoordinator
    Markus Kaltenbach, Dipl.-Ing. Architektur und Stadtplanung
    Moritz Mücke, Dipl.-Ing. Stadtplanung
    Michael Dinter, Dipl.-Ing. Verkehrsplanung
    Frederik Lux, Dipl.-Ing. Stadt- und Verkehrsplanung
    Jan Lohr, BA
    Hannah Berndhäuser, Studentin
    Jan Nickel, Student


    KLA - Kiparlandschaftsarchitekten, Duisburg/Mailand
    Andreas O. Kipar, Dr.(I) Arch. Dipl.-Ing., Landschaftsarchitekt AKNW / BDLA / AIAPP
    Susanne Gombert, Stadtplanerin AKNW
    Kornelia Keil, Landschaftsarchitektin AKNW
    Martin Thoma, M.Sc. Landschaftsarchitektur und Raumentwicklung
    Michael Treutwein, Dipl.-Ing. Landschaftsarchitektur,
    Kilian van Lier, Student


    Drees & Sommer - Advanced Building Technologies, Köln
    Grassl, Gregor, M.Eng., Dipl.-Ing. (FH)
    Groß, Philipp, B.Eng.
    Günther, Stefan, Dipl.-Ing.
    Kurrle, Jochen, Dipl.-Ing.
    Petermann, Nico, Student

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Planungsteam führt den Grundgedanken und die Setzung aus dem städtebaulichen Masterplan konsequent fort und unterzieht diese einer vertiefenden Betrachtung. In der Typologie des weiten, großzügigen Grüngürtels mit beidseitig flankierender Bebauung leistet die funktional optimierte Arbeit einen wichtigen Beitrag. Durch den beidseitig bebauten Grüngürtel entstehen vielfältige bevorzugte Wohnlagen. In seiner Entwurfslogik dient der Grünraum sowohl der Komplettierung des stadtbedeutsamen Grünzugs als auch der städtebaulichen „Verschmelzung“ mit den südlich angrenzenden Stadtteilen Köln-Sülz bis Bayental und Neustadt-Süd.

    Die konsequent beiderseits der ausgedehnten Grünzone gestalteten Quartiersränder vermitteln die Grundidee eines „Centralparks“. Dabei werden die Balkone, Loggien, Freisitze der Gebäude mit einer vorgelagerten, intensiver gestalteten Parkzone gleichermaßen „verwoben“ und erzeugen besonders hier, aber auch entlang der „Grünen Fugen“ in die Bebauung hinein, charakteristische Atmosphären und Identitäten.

    Die offene Gestaltung des östlichen Abschnitts des Grüngürtels bewirkt eine gute Verknüpfung zur Nord-Süd-Partie des Rheinstroms und trägt zu einer imagebildenden Inszenierung dieses großartigen Raumes bei. Dem dort verlaufenden Nord-Süd-Verkehr wird ein verlockender Einblick in den Grüngürtel geboten.

    Insgesamt erzeugt die vorgeschlagene Bebauung eine intensive urbane Dichte, die im Wesentlichen durch angemessen dimensionierte Blockstrukturen charakterisiert ist. Diese Dichte korrespondiert mit den Vorschlägen zur verkehrlichen Erschließung. Diese sind z.B.
    —— der zentrale Mobilitätsknoten als großstädtischer Platz an der Bonner Straße, der den S-/U-Bahnhof mit der dichten Bebauung südlich des Bahndammes verknüpft und zugleich als Schnittstelle mit Fußgängern, Radfahrern und Carsharing dient.

    —— die in den einzelnen Quartiersbereichen angeordneten Mobilitätspunkte für die Binnenverkehre und

    —— die zunächst für das Parken vorgesehenen dezentralen Hochgaragen, die eventuell bei zukünftig vermindertem Kfz-Verkehr – später kostengünstig einer Umnutzung zugeführt werden können.

    Diese Vorschläge zum Verkehr erlauben ein verkehrsberuhigendes Shared-Space-System für die Binnenerschließung der Quartiere.

    Die Arbeit bietet vielfältige Ansätze, um zügig mit einer Realisierung des Vorhabens zu beginnen. Sie zeigt die grundsätzliche Machbarkeit einer beidseitigen Bebauung des Grüngürtels mit ihren Qualitäten und Konsequenzen, kann allerdings insgesamt in ihrer städtebaulichen Setzung nicht überzeugen.

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    Stärken
    Der Gesamtentwurf entwickelt das zuletzt vorgestellte Park- und Stadtkonzept konsequent weiter. Zahlreiche Hinweise des Begleitgremiums und der Stadtgesellschaft sind in die Überarbeitung eingeflossen. Die Reflektion des Gesamtkonzepts im Zusammenhang des gesamtstädtischen Grünsystems wird gewürdigt. Bauliche Parkkanten im Norden und Süden fassen den Grünzug. Die Parkfassung überspringt die Bonner Straße zum Rhein hin, so dass an der Bahnunterführung ein kräftiger Brückenkopf ausgebildet werden kann. Die verstärkte Ausarbeitung von durchlässigen und breiten Fugen sowie offenen Blockstrukturen ermöglichen nun eine Orientierung der Wohnnutzung zum Park. Gleichwohl sind diese Blocktypologien unter den stadtklimatischen Anforderungen vor Ort (Windrichtung) mit gut belüfteten Hofbereichen gelungen strukturiert. Die Vernetzung von Innen und Außen ist als Leitmotiv in unterschiedlichen Maßstäben bearbeitet und funktioniert. Dadurch entstehen unter immobilienwirtschaftlichen Gesichtspunkten attraktive Wohnlagen am Park. Auch die Hierarchisierung von quartiersverbundenen und gesamtstädtischen Zonen des Stadtgrüns ist eine sinnvolle Überlegung, wenngleich die angestrebte Stimmung, insbesondere für die in Nord-Süd-Richtung angelegten Stadträume zwischen den Baufeldern, noch zu konkretisieren ist.

    Kritik
    Die vorgeschlagene großzügige Öffnung der Blocktypologien ist an vielen Stellen überreizt: Müssen alle Blöcke geöffnet werden? Muss die Öffnung zum Hofbereich im Bahnquartier nördlich des Großmarkts zwingend immer am Park liegen? Zudem überzeugen die markanten Größenunterschiede zwischen großzügigen und kleineren Blockstrukturen nicht. Insbesondere erscheinen die inneren Grünflächen in mehreren zentralen Baufeldern überdimensioniert, am westlichen und östlichen Rand des Bahnquartiers dagegen erscheinen sie zu knapp. Im Bereich der Bebauung entlang der Bahn östlich der Bonner Straße bestehen Zweifel, ob der Tunnelverlauf und Ausgang der U-Bahn ausreichend berücksichtigt wurde. Der von quartiersbezogenem Grün gesäumte Grünzug ist unaufgeregt gestaltet. Trotz seiner Großzügigkeit fehlt ihm jedoch die Spannung. Dagegen sind die Quartiere mit Proportionen und Anzahl der freiräumlichen Motive (Quartiersplätze, grüner Fugen, Promenaden und Terrassen) überladen. Insbesondere die Konzeption des beabsichtigten Platzraums am neuen Durchgang zur Südstadt überzeugt als „Auftakt ins neue Quartier“ noch nicht. Nicht überzeugen kann die vorgeschlagene starke Fragmentierung der Parkkante mit Vor- und Rücksprüngen. Die Hierarchisierung von Grünzonen als Trennstreifen zwischen Park und Quartieren braucht klare stadtstrukturelle Argumente und Nutzungsvorstellungen. Die Ausweisung dieser Übergangsbereiche als „Aneignungszonen“ ist nicht zielführend. Der „Sonderbaustein Großmarkt“ im zentralen Vertiefungsbereich wird in stadträumlicher ebenso funktionaler Hinsicht kritisch gesehen und ist zu überprüfen. Gleiches gilt für die kleinteiligen Plätze und Quartiersparks am Großmarkt. Diese sind ohne Aussage und eine Überforderung des Raums. Hinsichtlich der Erschließung bestehen erhebliche Zweifel, ob die vorgeschlagene Einbindung der Quartiersstraße für das Bahnquartier in die Bonner Straße die verkehrlichen Randbedingungen ausreichend berücksichtigt.

    Empfehlungen
    Die dezidierte Gesamtidee – mittiger Grünzug durch überwiegend (Wohn-) Bebauung im Norden und Süden, soll weiter verfolgt werden. Die vielfältigen Versprünge durch Fugen und andere freiräumliche Elemente sollen überprüft werden, um zu einer klarer ablesbaren Parkkante zu werden. Die Eigenständigkeit des gesamtstädtischen Parks sowie der Quartiere kann dadurch gestärkt werden. Die stadtklimatischen Anforderungen sind gut umgesetzt, allerdings sollte die breite und offene Blockstrukturstruktur stellenweise überdacht werden. Auch wenn die grünen Nahzonen nicht als Aneignungszonen überzeugen, so können diese als Pufferzone zwischen weitem Park und Quartieren funktionieren. Die Hierarchisierung des Quartiersgrüns sollte noch deutlicher herausgearbeitet werden: Worum handelt es sich bei den unterschiedlichen Grüntönen in der Plandarstellung? Der Sonderbaustein Großmarkt soll überarbeitet werden, ein Quartiersplatz würde reichen. Gerade für das Umfeld des Großmarkts und das westlich daran anschließende Quartier ist die Frage der angestrebten städtischen Milieus dezidiert zu beantworten. Auch ist der Übergang zwischen den Nutzungen des Sonderbausteins Großmarkt und des Wohnens des westlichen Quartiers zu lösen: Wie kann das unvermittelte Nebeneinander zugunsten einer Verzahnung (bspw. in den Erdgeschosszonen) gestaltet werden?