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  • DE-74076 Heilbronn, DE-74072 Heilbronn
  • 11/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-198396)

Erweiterungsbau des Polizeipräsidiums


  • 1. Preis

    © ATELIER 30 Architekten GmbH

    Architekten
    ATELIER 30, Kassel (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Thomas Fischer , Ole Creutzig

    Mitarbeit
    Yunus Coskun, Gani Ilijazi, Lena Klotzsche

    Preisgeld
    30.000 EUR

    Erläuterungstext
    Behördencampus / Gebäudesolitäre und grüne Inseln

    Das bestehende Moltkeareal ist durch eine heterogene Bebauungs-, Grün- und Parkplatzsituation geprägt. Mit dem Rückbau der abgängigen Bauten besteht die Chance das Areal neu zu ordnen und einen Behördencampus mit eigener Identität zu etablieren.

    Das vorgeschlagene städtebauliche Konzept basiert auf einer Nachverdichtung des Areals mit Gebäudesolitären im Wechsel mit klar ablesbaren grünen Inseln. Somit entsteht ein grüner Behördencampus mit hoher Aufenthaltsqualität, der die Bestandsbauten des Polizeipräsidiums und des Finanzamtes selbstverständlich einbindet und in angemessener Form die angrenzende Wohnbebauung berücksichtigt.

    Mit den geplanten Maßnahmen - Erweiterungsbau, dem Gebäude ZET und der Grundsanierung des Polizeipräsidiums - erhält der Standort an der Karlstrasse die Chance durch einen neuen Auftritt die Adresse neu zu formulieren.

    Das vorgeschlagene Konzept basiert auf einem sensiblen Umgang mit der bestehenden und geplanten baulichen Situation und dem daraus resultierenden städtebaulichen Kontext. Der vorgeschlagene Erweiterungsbau des Präsidiums mit der Fassung des Polizeihofes arrondiert die vorhandene Bebauung mit einem kräftigen Baustein an der Nordseite des Bestandes. Somit wird das Polizeiareal zu einer geschlossenen Zelle zusammengefasst, wobei die neuen Bauteile sowohl funktional als auch architektonisch zu einer Einheit werden. In diesem Zusammenhang soll der ausdrucksstarke Materialkanon des geplanten Gebäudes ZET für den Erweiterungsbau aufgegriffen, neu interpretiert und weitergeführt werden. Somit wird der gesamte Standort des künftigen Polizeipräsidiums durch Materialien wie Sichtbeton und Ziegelmauerwerk in Kombination mit dunklen Metalloberflächen geprägt sein, und erhält dadurch eine, der Funktion angemessene gut ablesbare Identität.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf zeichnet sich durch eine markante städtebauliche Disposition aus. Die kubischen Baukörper sind im Wechsel mit klar ablesbaren Grünbereichen komponiert. Somit entsteht ein Behördencampus mit hoher Aufenthalts- und Nutzungsqualität, der die Bestandsbauten des Polizeipräsidiums und das Finanzamt in angemessener Form einbindet und in seiner Dimension Rücksicht auf die angrenzende Wohnbebauung nimmt. Die Erschließung des Behördencampus erfolgt an den vorgeschlagenen Standorten. Der Zugang zum bisherigen und auch zukünftig verbleibenden Haupteingang wird barrierefrei ausgebildet und gegenüber den Parkplatzflächen durch den Baumbestand abgegrenzt. [...].

    Die Flächenanforderungen werden in allen Funktionsbereichen erfüllt.[...] Die Anordnung des Lagezentrums im 4. OG ist gut gelöst; ebenso die Orientierung von Besprechungs- und Seminarräumen zum Innenhof.

    Die Konstruktion des Gebäudes basiert auf einem wirtschaftlichen Raster von 6 m mit unterzugsfreien Stahlbetonflachdecken. Die vorgeschlagene Bandrasterausführung der Fassade mit Ziegelvorsatzschale in Verbindung mit außenliegendem Sonnenschutz ist wartungsfreundlich. [...].

    Der Entwurf liegt im wirtschaftlichen Bereich. Insgesamt ist die vorgeschlagene Entwurfslösung ein gelungener Beitrag im Hinblick auf die gestellten Anforderungen eines Polizeipräsidiums.