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  • DE-10963 Berlin, DE-10117 Berlin
  • 11/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-201610)

Urbane Mitte am Gleisdreieck - Quartiersentwicklung in Friedrichshain-Kreuzberg


  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
    Bauingenieure, Tragwerksplaner
    Werner Sobek, Stuttgart (DE), New York, NY (US), Moscow (RU), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: ingenhoven architects, Düsseldorf (DE)

    Preisgeld
    6.250 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf stellt einen interessanten und eigenständigen Ansatz dar, das Quartier mit 12 Feldern in einem „Guss“ zu strukturieren. Das Projekt lebt von der Wirkung der Bilder, die gleichzeitig die zwingend hochwertige Ausführung der Baukörper belegen.

    In dem Quartier mit einprägsamer Identität bildet die „zellulare“ Stellung und Form der solitären Baukörper stark verschiedener Größe den Gesamtzusammenhang. Die beiden größten Baukörper werden im Maßstab allerdings kritisch gesehen.

    Der „Fluss“ des öffentlichen Raumes aus dem Park ins Quartier sowie die grundsätzlichen Qualitäten der öffentlichen Räume werden kontrovers diskutiert und im Ergebnis kritisch bewertet. Insbesondere die geringe Durchlässigkeit unter der unterbauten S21 wird in Frage gestellt. Zudem bieten die ausschließlich konvex geformten Gebäudeoberflächen keinerlei geborgene Außenflächen im Sinne von stadträumlichen Taschen oder Nischen.

    Die Arbeit zeigt einen interessanten und überzeugenden Ansatz zur Verknüpfung der Verkehrsmittel mit einer klug eingefügten Zwischenebene und einer zentralen Vertikalerschließung. Das vorgeschlagene Bahnhofskonzept stellt einen wertvollen Beitrag dar. Die Abstände der unterschiedlichen Baukörper von der Bahntrasse S21 sind angemessen.

    Die Nutzung des Daches der S21 Trasse als begrünter hochgelegter zweiter Zugang zu den Hochbauten wird als interessanter Beitrag gesehen. Die entstehenden Räume werden jedoch als zu klein gewertet.

    Das vorgeschlagene Hotel am Bahnhof ist hinsichtlich des Lärms problematisch und nur mit restriktiven Immissionsschutzmaßnahmen umsetzbar.

    Die Abstandsflächen sind nur bei Wegfall niedriger Gebäude oder durch deren Anbau an die Hochhäuser möglicherweise darstellbar. Die dann entstehenden Stadträume wären noch weniger gefasst und würden den schon geringen räumlichen Halt verlieren – bei Anbau ginge die Durchlässigkeit verloren. Zudem wären Grundrissbindungen wohl unvermeidlich. Die Geometrie der Baukörper ist substanzieller Bestandteil der Quartierswirkung und würde im BPlan-Verfahren städtebauliche Vorgaben nötig machen, um den erforderlichen Entwurf aus einem Guss sicher zu stellen.

    Der Rettungsplatz im Süden ist unzulässigerweise ohne Ersatzangebote überbaut.