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  • DE-74076 Heilbronn, DE-74072 Heilbronn
  • 11/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-198396)

Erweiterungsbau des Polizeipräsidiums


  • 4. Preis

    Perspektive, © MPRDO Mauz Pektor Architekten

    Architekten
    MPRDO mauz pektor architekten PartGmbB, München (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Christoph Mauz , Matthias Pektor

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: aichner kazzer architekten, München (DE)

    Preisgeld
    12.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen ein Solitärgebäude in einem zentralen Atrium für den Neubau vor. Die städtebauliche Ergänzung erfolgt ebenfalls durch ein Solitärgebäude im Süden. Die Anbindung des Neubaus erfolgt über Fußwege von der Karl- bzw. Moltkestraße. Über den sogenannten Campusplatz gelangt man zum Hauptzugang des Neubaus. Im Erdgeschoss ist eine eingeschossige Verbindung zum Bestand vorgesehen. Die Zu- und Abfahrt der Fahrzeuge sowie die Parkierung für Mitarbeiter ist gut gelöst. Die Umsetzung des Sicherheitskonzepts ist einfach möglich.
    Durch die campusartige Anordnung der Baukörper wird die vorgegebene Geschossflächenzahl deutlich unterschritten. Es entsteht eine großzügige Parklandschaft.

    Die Anforderungen des Raumprogramms sind eingehalten. Die Nutzer betreten das Gebäude über ein großzügiges, vielseitiges nutzbares Foyer. Die Foyerfläche ist zum Atrium hin verglast. Das 1. OG und 2. OG ist durch eine inszenierte, einläufige Treppe zusätzlich zu erreichen. Die funktionale Notwendigkeit dieser Treppe ist zu prüfen. Die Bildung von sinnvollen Brandabschnitten im Neubau ist noch nachzuweisen.

    Baukonstruktiv herausfordernd ist die Glasdachkonstruktion des Foyers, die klimatischen und bauphysikalische Belange sind zu beachten. Das Führungs- und Lagezentrum befindet sich im 3. OG. Kritisch bewertet wird die Entfernung zu den dazugehörigen Technikbereichen. Die erforderlichen Leitungswege sind zu schützen.
    Für den Neubau ist ein schlüssiges Tragsystem aus Stützen und Kernen vorgesehen. Die geschossweiten Auskragungen reduzieren die Wirtschaftlichkeit. Die Fassade aus Aluminium – und Glaspaneel-Elementen mit Ausstellfenstern bietet noch Vereinfachungspotenzial. Mit einer Gas- Grundwasser- Wärmepumpe in Verbindung mit einer Bauteilaktivierung ist eine effiziente Gebäudetechnik geplant. Für den nachhaltigen Betrieb des Gebäudes sind zusätzlich Photovoltaikmodule und eine tageslichtabhängige Lichtsteuerung vorgesehen.

    Der sehr kompakte Baukörper, sowie der Verzicht auf aufwändige Lüftungstechnik erscheint wirtschaftlich. Kritisch zu bewerten ist das durch die Auskragungen und das Atrium entstehende ungünstige A/V Verhältnis.

    Insgesamt überzeugt bei dieser Arbeit der städtebauliche Ansatz, die gute Funktionalität und die schlüssige innere Organisation. Bei Baukonstruktion und Wirtschaftlichkeit besteht noch Überarbeitungsbedarf.