Die Freistellung des kompakten Volumens ermöglicht eine Wegführung um das Gebäude herum. Dadurch könnte grundsätzlich von der Nord- und Südseite ein- und ausgefahren werden. Allerdings wird die Nordseite des Baukörpers als gedecktes Aussenlager genutzt. Durch die Wegführung könnten die Randzonen für Lager- und Muldenstandplätze gut genutzt werden. Die etwas unbestimmte Positionierung des Volumens belässt im Westen des Areals eine ausreichende Fläche für die Aussenlager, Schüttgut etc. Dennoch schlagen die Verfasser eine vollständige Umgestaltung dieser Bereiche vor. Die Parkplätze sind in selbstverständlicher Weise zwischen den bestehenden Ein- und Ausfahrten angeordnet. Das Projekt ermöglicht im Osten ein gut nutzbares, grosszügiges Areal, das für anderweitige Nutzungen frei wird.
Der architektonische Ausdruck wird bestimmt von einem umlaufenden ausladenden Vordach, welches einen leicht zurückversetzten Schirm aus transluzenten Polycarbonat-Wellplatten trägt. Dieser Schirm soll gleich einer leuchtenden Laterne am frühen Morgen von der Arbeit im Werkhof erzählen, wirkt aber ansonsten abweisend und hemmt den Blick aus den Büros ins Freie und auf den eigenen Werkplatz. Büros, Technik, Garderoben und Aufenthaltsraum sind über drei Geschosse sinnvoll untergebracht. Das Foyer ohne Aussenbezug erscheint wenig attraktiv. Die Anordnung des Aufenthaltsraums im Administrationsbereich ist aus betrieblicher Sicht ungünstig.
Unter dem ausladenden Dach werden alle Nutzungen zusammengefasst angeordnet. Im Osten, direkt gegenüber der Einfahrt für Personenfahrzeuge liegt an der Südfassade der Zugang zu den Büros, während die Werkstätten auf der Nordseite angeordnet werden. Die Anordnung der Nutzungen ist weitgehend funktional.
Obwohl der Projektvorschlag nur mit einem Volumen arbeitet, wirkt dieses in manchen Belangen überdimensioniert und ist daher auch sehr unwirtschaftlich. Insbesondere die allumlaufende Schürze, welche den Unterstand vor Wettereinflüssen schützt, treibt die Kosten in die Höhe.
Der Wettbewerbsentwurf lässt einen zeitgemässen Holzbau in hoher Qualität erwarten. Die Tragstruktur unter Verwendung von vorgefertigten Dach- und Wandelementen zeigt die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit eines modernen Holzbaus. Die Konstruktion mit Spannweiten von 5m und einem Steckträgersystem für die Wandkonstruktion scheint plausibel und angemessen.
Das Projekt zeichnet sich durch seine architektonische Einfachheit aus, lässt aber bezüglich einer präzisen Setzung des Baukörpers Fragen offen. Die Idee des umlaufend auskragenden Daches und des daran hängenden Schirms wirkt im Hinblick auf einen angemessenen Ressourceneinsatz übermotiviert.
| Angelegt am | 08.01.2016, 11:27 |
| Zuletzt aktualisiert | 11.01.2016, 15:27 |
| Beitrags-ID | 4-114301 |
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