Beurteilung durch das Preisgericht
Als prägendes Element des Entwurfs spannt sich ein exponiertes Dachtragwerk über das Terminal vom Eingang Ost bis hinüber in den Westen zum CONFEX und der Halle 1plus. Es entsteht eine sehr präsente und große Geste zum öffentlichen Raum der Deutz-Mülheimer Straße, die jedoch kaum Bezug zu den Bestandsarchitekturen entwickelt. Analog zur Dachkonstruktion wird das Terminal mit seinen Funktionen bis in den Westen zwischen CONFEX und Halle 1plus durchgesteckt. Die Verbindungen der drei Hallen untereinander, wie auch zu den Bestandshallen sind somit gut gelöst. Unterhalb der Dachstruktur entwickelt sich eine vielschichtige, von zahlreichen Einschüben und Brücken durchzogene Raumfolge, die die Dimension der Terminal-Halle bewusst durchbricht. Die in diesem interessanten Ansatz vermittelte eher kleinteilige Atmosphäre und Emotionalität werden gewürdigt. Allerdings verliert die große Verteilerhalle so ihre Klarheit und die Orientierung für die Besucher wird als sehr schwierig eingeschätzt. Die Gestaltung der beiden Hallen CONFEX und Halle 1plus im Westen tritt gegenüber dem Terminal deutlich zurück und bildet wohlproportionierte Eingangsportale aus. Die Funktionen aller Erweiterungsbauten sind insgesamt gut sortiert. Insgesamt entwickelt der sehr eigenständige Entwurf jedoch zu wenige Bezüge zum Bestand.