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  • DE-10715 Berlin, DE-13055 Berlin
  • 12/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-208306)

„Am Volkspark“ Lichtenberg


  • 1. Preis

    © Eller + Eller Architekten

    Architekten
    Eller + Eller Architekten, Düsseldorf (DE), Berlin (DE), Moskau (RU) Büroprofil

    Mitarbeit
    Sven Pilz

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten und Stadtplaner GmbH, München (DE), Berlin (DE)

    Preisgeld
    35.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Schlüssigkeit und Qualität der Leitidee und deren Umsetzung im städtebaulich- freiraumplanerischen Gesamtkonzept

    Vorgeschlagen wird eine als Blockstruktur angelegte Typologie, welche nachvollziehbar und überzeugend entsprechend des städtebaulichen Kontextes, der Umweltfaktoren und der Programmvorgaben variiert und aufgelockert wird.

    Qualität des städtebaulich-freiräumlichen Konzepts

    Durch partielle Brechung der Blockstruktur entsteht eine souveräne Hierarchisierung der Außenräume vom öffentlichen Straßenraum über halböffentliche, teilweise aufgeweitete Verkehrs- und Erschließungsflächen bis hin zu gut proportionierten Hofbereichen mit privatem Charakter.
    Wege- und Blickbeziehungen werden klar definiert und zugleich subtil ausdifferenziert. Zwei der drei Höfe werden von Unterbauung freigehalten, was, durch dort bestehenden Bodenanschluss, eine qualitativ hochwertige und nachhaltige Außenraumgestaltung erlaubt.
    Die teilweise Auflösung der Blockstruktur in eigenständige, vierseitig entwickelte, kurzwinkelige Baukörper im Teilbereich der VARENTA stellt eine naheliegende und selbstverständlich wirkende Antwort auf die gestellte Aufgabe dar.
    Geringfügige gebietsinterne Abstandsflächenüberdeckungen dürften sich vermeiden lassen, ohne die Qualität der Arbeit zu mindern.

    Einbindung des Städtebaus im Wettbewerbsgebiet in den städtebaulichen Kontext

    Die Differenzierungen der Höhenentwicklung als auch die vorgeschlagenen Baukörpereinschnitte werden als sehr positiver, aber auch wesentlicher Bestandteil der städtebaulichen Verträglichkeit der Baumasse angesehen.
    Entsprechendes Gewicht müsste daher auf einer Beibehaltung dieser Qualitäten im Zuge einer weiteren Bearbeitung gelegt werden.

    Qualität und Funktionalität der baulich-räumlichen Gestaltung (bauliche Dichte, Kubatur, Gebäudekonfiguration, Raumgliederung, Raumbildung)

    Die Arbeit besticht durch eine sowohl klare als auch differenzierte städtebauliche Sprache. Setzung der Baukörper, Proportionierung der Baumasse und Gewichtung der Freiräume ist schlüssig und in ihrer Wirkung überzeugend.
    Durch Variation sowohl der Geschossigkeit als auch der Raumkanten wird eine gute Maßstäblichkeit erreicht, einhergehend mit einer klaren Adressbildung der Gebäude und Bauteile.
    Trotz der oberirdischen Parkhausflächen wirkt die vorgeschlagene bauliche Dichte nicht überzogen, zudem die mittels eines Hochhauses vorgenommene Betonung der Bebauung an der Kreuzung Hohenschönhauser Straße und Weissenseeer Weg konsequent und gut gesetzt.

    Umgang mit äußeren Umweltfaktoren, insbesondere Schallschutz (Schutz vor Verkehrslärm, Gewerbelärm, Sportlärm), stadtklimatische Einbindung

    Durch die geschlossene Bebauung entlang der Straßenräume ist eine wirksame Abschirmung des Gebietes gegen Verkehrs- und Gewerbelärm zu erwarten.

    Schlüssigkeit und Qualität der Gebäude- und Wohnungstypologie

    Die vorgeschlagene Erschließungs- und Wohnungstypologie ist, insbesondere vor dem Hintergrund der vorhandenen Lärmbelastung, konsequent entwickelt und gut durchdacht. Die Anordnung des studentischen Wohnens entlang der Hohenschönhauser Straße wird lärmbedingt allerdings nur mittels mechanischer Be- und Entlüftung zu lösen sein.
    Die positiv bewertete vierseitige Orientierung der Baukörper im Teilgebiet der VARENTA dürfte in der Umsetzung Sicherheitstreppenräume erforderlich machen, sofern die Qualität der Freianlagen nicht durch Aufstell- und Bewegungsflächen der Feuerwehr gemindert werden soll.
    Die Anordnung der Kita nebst deren Freiflächen auf dem Parkhaus erscheint schlüssig, wenngleich an dieser Stelle nicht gewünscht.

    Flexibilität der städtebaulichen Struktur, z.B. im Hinblick auf eine teilgebietsbezogene Umsetzung

    Die eigentumsrechtliche Trennung als auch die Möglichkeit einer teilgebietsbezogenen Umsetzung ist eindeutig angelegt, wenngleich die Teilgebietsgrenzen nicht ganz den Vorgaben der Auslobung folgen.
    Die vorgeschlagene städtebauliche Struktur lässt ein hohes Maß an Robustheit im Zuge einer weiteren Umsetzung erwarten.

    Schlüssigkeit und Qualität des Verkehrserschließungs- und Stellplatzkonzepts

    Die öffentlich nutzbaren Straßenverkehrsflächen und deren Zu- und Ausfahrten sind schlüssig und gebietsschonend umgesetzt. Durch die Konzentration der PKW-Stellplätze in einer kompakten Tiefgarage im Teilgebiet der VARENTA als auch die Berücksichtigung eines Parkhauses im Teilgebiet der HOWOGE werden die diesbezüglichen Vorgaben konsequent umgesetzt.