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  • DE-97070 Würzburg, DE-97070 Würzburg
  • 01/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-203021)

Neubau der Umweltstation


  • Anerkennung

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    Landschaftsarchitekten
    Specht Landschaftsarchitektur, Tübingen (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: plus+ bauplanung GmbH Hübner · Forster · Remes · Hiller Freie Architekten, Neckartenzlingen (DE)
    Energieplaner: Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart (DE), München (DE), New York, NY (US), Paris (FR)

    Preisgeld
    3.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit organisiert das Raumprogramm auf einer Ebene. Die Lage im Wettbewerbsgelände im Nordwesten als gebogener Baukörper ist prinzipiell richtig.

    Die Umweltstation tritt städtebaulich nicht sehr markant in Erscheinung, macht sich im Gegenteil eher klein. Die Umweltstation wird eigentlich nach außen hin und damit auch im engsten Sinne städtebaulich durch den Pavillon der Wertstoffstation und die Fahrradabstellplätze verkörpert. Dies ist vielleicht etwas schade.

    Der Vorteil der eingeschossigen Organisation wird vom Verfasser durch eine aufwändige Geländemodellierung verspielt. Der Entwurf ist zwingend abhängig von der Gestaltung des Parkplatzbereiches. Diese Geländemodellierung, dazu gedacht, eigentlich eine barrierefreie Zugänglichkeit zu erreichen, verfehlt dieses Ziel durch die weit ausholenden Wegeführungen und Rampenanlagen bis zum Haupteingang. Der direkte Zugang aus der Hauptrichtung erfolgt unter anderem über eine Treppenanlage; hierbei ist auffallend, dass der Gesamtanteil der versiegelten Flächen im Frei- und Erschließungsraum deutlich über dem Wettbewerbsdurchschnitt liegt.

    Der Zugang erfolgt über die Mitte des Gebäudes, im Bereich der Nebenraumzonen. Dadurch wird das Gebäude zwar gut nutzbar geteilt. Die Nutzung über den Tag hinweg, mit verschiedenen Aktivitäten ist gut machbar. Man wünscht sich aber einen direkteren Bezug des Eingangs zu den Hauptnutzungsbereichen. Die Nutzungsbereiche sind jeweils kompakt angeordnet und flexibel nutzbar. Belichtung und Ausrichtung zu den Freibereichen sind gut gelöst. Die Verzahnung von Außen- und Innenbereichen ist schön gelöst.

    Die Ideen des Verfassers, das Gebäude selbst als Träger für diverse Bautechnologien zu konstruieren sind ganz einleuchtend formuliert, es ist allerdings zu bedenken, dass sich hier auch Fortentwicklungen im weiteren Leben des Gebäudes nicht mehr darstellt werden können. Die genaue Konstruktion des Gebäudes und insbesondere die Fassade ist nicht klar dargestellt. Es wäre interessant, ob die luftige Anmutung des Gebäudes in der Durcharbeitung erhalten bleiben kann.

    Die ökologischen Überlegungen und Ansätze sind im Entwurf gut überlegt und auch in der Gestalt ablesbar.

    Energie:
    Der Graue Energieinhalt der Gebäudehülle ist gering. Der Baukörper hat ein ungünstiges A/V-Verhältnis.
    Die Kombination Gründach – aufgeständerter PV wäre zu optimieren.
    Die hohe Vielfalt der eingesetzten Demonstratoren könnte zu einem erhöhten Kostenaufwand führen, ist aber zum heutigen Stand didaktisch wertvoll.

    Die Arbeit stellt einen interessanten und eigenständigen Beitrag zum Wettbewerb dar.


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