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  • DE-59065 Hamm
  • 03/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-6736)

Neubau des Kultur- und Bildungszentrums


  • Anerkennung

    Perspektive Forum

    Architekten
    HerbstKunkler Architekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Reimar Herbst / Angelika Kunkler Mitarbeit: Katrin Heßbrüggen Visualisierung: 3dworks, Berlin Modell: Fernando Gonzales, Berlin

    In Zusammenarbeit mit:
    Bauingenieure: Ingenieurbüro Rüdiger Jockwer GmbH, Berlin (DE)
    TGA-Fachplaner: WINTER Beratende Ingenieure für Gebäudetechnik, Düsseldorf (DE), Hamburg (DE), Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Durch den Abriss des leerstehenden Kaufhauses kann der Hauptbahnhof und der Willy-Brandt-Platz wieder mit der City verbunden werden. Leitidee des Entwurfes ist es mit präzisen Körpern einen einprägsamen Ort für eine öffentliche Institution innerhalb des städtebaulichen Gefüges der Stadt Hamm zu schaffen. Mit baulichen Mitteln soll das Kultur- und Bildungszentrum als „kulturelle Mitte“ zum integrativen Bestandteil des Bahnhofsquartiers ausformuliert werden. Die Neubauten formulieren die bauliche Kante zum Willy-Brandt-Platz,
    eröffnen Blick- und Wegebeziehungen zwischen Bahnhof und City. Das „Forum“ wird die gemeinsame Adresse des Kultur- und Bildungszentrums als zentrale, öffentliche Einrichtung im
    Bahnhofsquartier. Unter Einbeziehung der bestehenden Gebäude wird der Gesamtraum des Bahnhofsquartiers durch Schaffung neuer Räume
    weiterentwickelt. Es soll ein dichtes, zentrales Stadtquartier entstehen.

    Körper.
    Die Neubauten bilden mit den Altbauten drei klare und einfache Stadtblöcke.

    Raum.
    Die Baukörper definieren und hierarchisieren Räume: den städtischen Willy-Brandt-Platz am Hauptbahnhof, das öffentliche Forum, die Eingangsbereiche und Atrien, die internen Höfe.

    Transparenz.
    Die Verknüpfung dieser Räume eröffnet Blickbeziehungen zwischen den städtischen Räumen und aus den Gebäuden in typologisch differenzierte Freiräume.

    Forum.
    Zwischen der Bibliothek mit Volkshochschule und der SRH-Fachhochschule entsteht ein vielfältig nutzbarer Stadtraum. Die Treppen- und Terrassenanlage zum Veranstaltungssaal ist als städtische Tribüne der identifikationsbildende, öffentliche Raum. Die Erschließung des Kultur- und Bildungszentrums erfolgt über dieses gemeinsame Forum.

    Zwei Häuser.
    Die Ausformulierung von zwei Häusern, Bibliothek/VHS und SRH-Fachhochschule, folgt dem Konzept einer räumlichen Zonierung in zwei miteinander verknüpfte Stadtbausteine. Beide Häuser werden über das gemeinsame Sockelgeschoss funktional zu einem Gebäude verbunden. Hier liegt, zentral zugängig für alle Nutzer, der Veranstaltungssaal. Die direkte Verbindung nach außen wird über die Treppen- und Terrassenanlage des Forums hergestellt.

    Bibliothek und VHS.
    Der Zugang in die Bibliothek und die Volkshochschule erfolgt über das gemeinsame Foyer im Erdgeschoss. Die Bibliothek öffnet sich als eine transparente, über definierte Lufträume und Zwischenebenen verbundene Nutzungseinheit in den Stadtraum. Alle Arbeits- und Leseplätze sind an den entlang der Fassaden verlaufenden Lufträumen sonnengeschützt angeordnet. Podeste und Zwischengeschosse bieten Raum für Bibliothekseinführungen und Kleinveranstaltungen. Gruppenräume und Carrels werden im 1.OG angeordnet. Der Verwaltungsbereich im 2.Obergeschoß ist an den Buch- und Lesebereich angebunden und der Haupterschliessung direkt zugeordnet. Die Räume der Volkshochschule im 3. und 4.Obergeschoß werden über die zentrale Treppenanlage mit Personenaufzug und das Atrium an das Foyer angebunden. Die unabhängige Erschliessung ist gewährleistet.

    SRH Fachhochschule.
    Die 5-geschossige Fachhochschule erhält eine eigene Adresse am gemeinsamen „Forum“. Ein innenliegendes Atrium verbindet alle Geschosse miteinander. Die Verwaltung ist im 1.OG, die Unterrichtsbereiche im 2.-4.OG angeordnet. Im Erdgeschoß können die Gruppensitzplätze im Foyer über hohe Glastüren in den Stadtraum erweitert werden.

    Material.
    Die Aussenfassaden werden, solide und robust, mit eingefärbten Architekturbetonelementen bekleidet. Die Fenster sind lasierte Holzfenster mit Lüftungspaneelen. Der das Äussere bestimmende Materialkanon soll auch im Inneren der Baukörper fortgesetzt werden. Im Ausbau werden einfache Materialien wie Beton, Mauerwerk, Holz, Stahl, Glas, Textilien möglichst authentisch und unbehandelt verwendet. Auf abgehängte Decken soll weitestgehend verzichtet werden. Die hellen Innenwände stehen im Kontrast zu den dunklen Fußböden. Der Bodenbelag der äußeren Erschliessungsflächen soll sich im Erdgeschoss fortsetzen, um die optische Vernetzung von Innen- und Aussenräumen zu unterstreichen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.