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  • 6. Preis


    Ina und Martin Reichel, Leipzig (DE)

    Erläuterungstext
    Der Berliner Backfisch
    Das aus dem Ort gebackene Turmhochhaus erhebt sich mühelos aus versteinerter Tafelschokolade, prähistorischen Sedimenten der Urschokospree. Fruchtgummimuscheln und angegriffener Zahnschmelz erinnern daran, wie sich hier einst Mies v.d. Rohe die Zähne ausgebissen hat.
    Der „Berliner Backfisch“ ist nicht nur ein optisches Wahrzeichen. Er fungiert auch als „Kieme der Stadt“. Die schmalen Seiten öffnen sich der umgebenden Schokolade und geben zur Freude der Berliner Bären kontinuierlich Gebäckduft ab.
    Der „Berliner Backfisch“ ist ein Turm für alle Bären. In der Limobar trifft man sich auf eine Ahoi-Brause. Über die Kerngräte gelangt man u.a. zum Chillen in die Mohrenkopflounge, zum Workout in Dickmanns-Fettnessstudio, zum Kuscheln in den Bärenswinger-Club bis zur obersten Kuchenplattform. Von hier genießt man bei einem Gläschen Bärenfang den Ausblick über die umgebenden Block- und Riegelschokoladen, die Schokospree und das Schlossplätzchen.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die geschuppte Fischfassade hat die Jury überzeugt: „Super anmutig! Könnte ein Paco-Rabanne-Kleid sein. Es entsteht eine transluzente Atmosphäre.“ Begeistert hat die Juroren darüber hinaus, wie sich der „Berliner Backfisch“ nach oben verjüngt. Vielleicht wären die Backfisch-Bäcker noch weiter gekommen, wenn sie sich, wie viele andere auch, „die ewigen Berliner Bären hätten sparen können“. Darüber hinaus wurde die handwerkliche Qualität dieses Backfischs hervorgehoben – vor allem die geraden Stockwerke: „Das ist nicht ganz einfach. Diese blöden Lebkuchenteile so hinzubekommen, dass sie sich nicht wellen.“ Im übrigen ist es ein Vergnügen, sich den lustig-leckeren Erläuterungstext der Leipziger auf der Zunge zergehen zu lassen.


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Zuletzt aktualisiert 25.10.2008, 21:19
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