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  • CH-9533 Kirchberg SG, CH-9533 Kirchberg SG
  • 01/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-193807)

Neubau Werkhof und Bürogebäude rwt Regionalwerk Toggenburg AG


  • 4. Rang 4. Preis

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    Projekt
    LOLA

    Architekten
    CAVEGN ARCHITEKTEN, Schaan (LI)

    Preisgeld
    25.000 CHF

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Projektbeschrieb LOLA Der Entwurf basiert auf zwei gegeneinander verschobenen, zusammenhängenden Quadern, die auf den Grundstückszuschnitt des rhombusförmigen Baufeldes reagieren. Die Idee einer ortsbaulichen Setzung der Gebäudevolumen in fächerartiger Manier ist gut, vermag in der Umsetzung jedoch nicht gänzlich zu überzeugen. Vor allem im Nord-Osten ist eine Freifläche zur Strassenecke Neue Industriestrasse - Zwitzachstrasse hin eher problematisch. Der Auftritt nach aussen ist dadurch geschwächt und der Haupteingang etwas versteckt im Hintergrund und schwierig auffindbar. Durch geschickte Einfügung in die Gebäudetopografi e wird eine konsequente Trennung zwischen Werkhof und dem höhergelegenen Vorplatz der Bürogebäude geschaffen. Das Gebäude schiebt sich in die ansteigende Topographie hinein. Der im südwestlichen Gebäudeversatz platzierte Aussensitzplatz ist geschützt nach Süden ausgerichtet und fügt sich an erhöhter Lage, abgesetzt vom Werkverkehr gut ins Gelände ein. Eher störend wirkt die Platzierung der erweiterten Besucherparkierung an diesem ruhigen Ort. Durch die gewählte Anordnung wird eine weitgehende Entfl echtung des Werkverkehrs und der Personenwagen-Zufahrten ermöglicht. Die Zufahrt zum Werkhof erfolgt sowohl von Norden über eine Brücke von der Zwizachstrasse als auch von Süden über die Neue Industriestrasse und erlaubt eine Einbahnregelung. Die Zu- und Ausfahrt über die Brücke im Norden begünstigt den Verkehrsfluss im Materialhof. Auf der Süd- und Ostseite ist die Verkehrstrennung von Personenwagen und Lastwagen unbefriedigend und die Parkierungen der Besucher etwas verzettelt. Konflikte zwischen Personenwagen bei der Zufahrt in Tiefgarage, der Einfahrt der Lastwagen in den Werkhof und der Personenwagen bei Besucherparkplätzen sind möglich. Positiv wird beurteilt, dass die Privatautos an der Neuen Industriestrasse unmittelbar in die Tiefgarage geführt werden, die sowohl für rwt als auch für die Mietflächen eigene Bereiche anbietet. Die Ebene 0 des Werkhofes weist zwei Niveaus auf, im westlichen Teil des Gebäudes sind die Lagerflächen situiert, die aufgrund ihres grösseren Bedarfs an Raumhöhen abgesenkt wurden. Entlang der nördlichen Grundgrenze sind die überdeckten Freilager in einem eingeschossigen polygonalen Gebäude untergebracht. Dies ist insofern positiv zu beurteilen, als dass der Werkhof dadurch aufgeräumt wirkt und gut abgeschlossen werden kann. Gleichzeitig führt das eingeschossige Gebäude zu einer starken Abschottung gegenüber dem Freibereich entlang des Rütlibaches, obwohl sich die Umfassung in ihrer Form an den Bach anlehnt. Die viergeschossigen Bürobauten weisen jeweils eine grosszügige Mittelzone mit offener Halle und zenitaler Belichtung auf. Das Konzept schafft sowohl hochwertige, kommunikationsfördernde Erschließungsbereiche als auch qualitätsvolle Büro- und Arbeitsräume mit guter Belichtung und Blickbeziehungen zum Landschaftsraum. Die architektonische Aussage des Projektes ist geprägt durch die klare Geometrie und den durch horizontale Lamellen gestalteten Fassaden der Obergeschosse. Die weitgehend verglasten Sockelgeschosse verleihen zusammen mit den durch starke Horizontalität geprägten Volumen Eleganz und Leichtigkeit. Der starke technikbetonte Ausdruck des Gebäudes weist eine große Affinität zur Bauaufgabe auf. Die prominente Lage des Werkhofes sowie die Präsenz der Aussenlagergebäude für den Ankommenden werden ebenso problematisch gesehen, wie die abgewandte Lage der Büroeingänge. Sehr positiv bewertet werden dagegen die konsequente Trennung der zu vermietenden Büroflächen und die Schaffung einer eigenen Adresse für diese Funktionen. Ebenso hervorgehoben wird die überzeugende Erweiterungsmöglichkeit des Konzeptes.


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