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  • DE-10969 Berlin, DE-10216 Berlin
  • 12/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-194571)

Mehringplatz


  • 1. Preis

    Lageplan, © Lavaland & Treibhaus

    Landschaftsarchitekten
    Treibhaus Landschaftsarchitektur Berlin/Hamburg, Berlin (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Deniz Dizici

    Mitarbeit
    Martina Schwarz, Gianluca Torini

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: LAVALAND Laura Vahl, Berlin (DE)
    Lichtplaner: Anselm von Held | Tageslichtstudien | Kunstlichtplanung | Lichtsimulationen, Berlin (DE)

    Preisgeld
    13.750 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Jury würdigt die Arbeit als eine Mutige. Sie stärkt durch ihre Bezugnahme auf den Dreiklang von Quarrée (Pariser Platz), Oktagon (Leipziger Platz) und Rondell (Mehringplatz) die historische Platzfigur, interpretiert sie aber ausgehend von der jetzigen Situation neu. Auch im Süden zeigt die Arbeit eine Haltung, die einerseits die Torsituation weiterdenkt, zugleich aber auch eine großzügige Hinwendung zum Wasser unterstützt. Mit der Aufgabe der direkten Nord-Süd-Durchwegung und dem Einfügen eines neuen, gepflasterten breiten Innenringes entsteht ein zentrales Rasenrondell als ruhender Pol. Im Kontrast dazu bildet sich mit dem neuen Innenring, den aufgewerteten Luftgeschossen und dem Außenring ein großzügiger mineralischer Platzraum heraus, in dem sich die Nutzungsangebote konzentrieren. Damit eröffnen sich ungesehene Potentiale zur Belebung der Erdgeschosse des Außenringes, zugleich wird darin aber auch die Gefahr der zusätzlichen Beeinträchtigung des inneren Wohnringes gesehen. Kritisch gesehen wird, dass der Brunnen mit der Viktoria wegemäßig nicht erschlossen wird, wenngleich der Entwurf eine gestalterisch zurückgenommene Wegeverbindung vertragen würde, ohne die die Gefahr der Herausbildung von Trampelpfaden besteht. Ebenso ist die Erschließung des Aufzuges in der angebotenen Form zu überprüfen. Begrüßt wird der Ansatz, ein hochwertiges Belagsbild zu erzeugen. Allerdings wurde die historisch Referenz des Klein- und Großsteinpflasters (Gründerzeit) ebenso kritisch gesehen wie auch dessen schlechter Gehkomfort. Trotz dieser Kritikpunkte überzeugt der geschickte Kunstgriff, die Mitte frei zu halten und damit der Friedrichstraße einen ihrer vielfältigen Geschichte angemessenen südlichen Abschluss zu geben, ohne die Codierung als Wohnhof zu negieren. Er geht sehr gut mit der Moderne des 20. Jahrhunderts um und entwickelt sie weiter.