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  • DE-10969 Berlin, DE-10216 Berlin
  • 12/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-194571)

Mehringplatz


  • 2. Preis

    © Lützow 7

    Landschaftsarchitekten
    Lützow 7 Müller Wehberg Landschaftsarchitekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Preisgeld
    8.250 EUR

    Erläuterungstext
    Belle Alliance – Lebendigkeit, Besinnung und Tradition auf der öffentlichen Bühne des historischen Mehringplatzes

    Im Zuge der Sanierung der U-Bahn-Linien U1 und U6 ergibt sich für den Mehringplatz die Chance diesen für Berlin bedeutsamen Stadtraum an die zeitgenössischen Ansprüche des Wirtschafts-, Kultur- und Wohnstandorts anzupassen und zugleich die historische Schichtung durch interpretierenden Denkmalschutz herauszuarbeiten, neu zu interpretieren.
    Die heute zentrumsnahe Lage am Rande der südlichen Friedrichstadt bildet das Tor zur Friedrichstraße, nach Berlin-Mitte. Der Platz definiert den Endpunkt der Nord-Süd-Achse und verknüpft diesen über den Landwehrkanal hinweg mit der grüngeprägten Kulisse der klassischen Moderne um die Amerika-Gedenkbibliothek am Blücherplatz.
    Der Entwurf schafft einen attraktiven öffentlichen Raum, der im Spannungsfeld zwischen Bewohnern, Berufstätigen und Besuchern interkulturelle und intergenerative Aufenthaltsqualität anbietet, durchlässig ist und Raum bietet für Aktion, Spiel, Ruhe, Rückzug und Regeneration.
    Der freiraumarchitektonische Entwurf baut auf dem Konzept des städtebaulichen Entwurfs von OKRA auf, der einen städtebaulich konsequenten Ansatz vorgibt und durch das Freiraumkonzept gestärkt, fortgeschrieben wird.
    Das Herausarbeiten des doppelten Ringes der baulichen Struktur der 60er-Jahre, die Hervorhebung der historischen Achse mit der Dominate des Friedensdenkmals sowie die Verknüpfung der Stadtlandschaft der klassischen Moderne auf der Grundlage des historischen Stadtgrundrisses der friderizianischen Stadterweiterung sind Essentials des Entwurfsansatzes.
    Das Konzept interpretiert die Anliegen des Denkmalschutzes in Bezug auf das Gesamtensemble, nimmt diese behutsam auf und setzt einige wenige zeitgenössische Akzente.

    Hallesche-Tor-Brücke
    Die Hallesche-Tor-Brücke mit ihrer dominante Konstruktion der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts fungiert als gleichsam zweites „Tor“ und ist Bindeglied der Nord-Süd-Achse über den Mehringplatz zur Amerika-Gedenkbibliothek am Blücherplatz. Der Achsenzug ist in dieser Raumfolge einfach und eindeutig durch ein hochwertiges Plattenband nachgezeichnet. Zur Verbesserung der Wegebeziehungen und um einen großzügigen Übergang, der gleichzeitig auch zum Aufenthalt und als Treffpunkt einlädt, zu schaffen, werden auf der Brücke die Flächen für die Haltestellen und Fahrspuren des öffentlichen Busverkehrs auf die Mindesträume reduziert und soweit wie möglich zum östlichen Rand der Brücke hin verschoben. Auf diese Weise ist es möglich, den Gehweg für den fußläufigen Verkehr zu verbreitern und auf der Westseite der Brücke zu konzentrieren. Der Fahrbereich für die Fahrradfahrer ist auf der östlichen Seite der Brücke vorgesehen.

    Tor-Häuser
    Die städtebaulich vorgeschlagenen Tor-Häuser sind als Footprints mit attraktiven, temporären Nutzungen vorgeschlagen. Sie dienen im Kontext des umgebenden Freiraumes und ihrer Position an der zentralen Achse als Gelenk zwischen der Hallesche-Tor-Brücke, den Grünflächen nördlich des Landwehrkanals, dem äußeren Ring und dem inneren Rondell. Das Plattenband hebt an diesem Ort der verschiedenen Richtungen die Dominanz der friderizianischen Achse im Raumgefüge hervor. Die Kontur der geplanten Torhäuser findet ihre Berücksichtigung in der Form zweier Flächen, die im Zusammenspiel mit den Nutzungen der benachbarten Parkanlage unterschiedlich bespielt sind. Der westliche Footprint ist als Spielbox mit attraktiver Nutzung vorgesehen. Der östliche Footprint bietet eher ruhige Aktivitäten einen angemessenen Ort. Hier kann ein temporäres Café mit kleiner Terrasse am Grün implementiert werden.

    Grünflächen nördlich des Halleschen Ufers
    Die städtebauliche Figur der 60er-Jahre öffnet das Rondell des zeitgenössischen Mehringplatzes zum südlich stärker vegetativ geprägten Stadtraum am Landwehrkanal. Die Verknüpfung der vegetativen Elemente des Rondells mit den Freiflächen im Süden ist durch eine vorsichtige Erweiterung der Fläche und deren Umgestaltung erreicht. Das bestehende Wegenetz ist neu interpretiert. Die Auslichtung des Unterholzes schafft neue Blickbeziehungen auf den Mehringplatz. Im westlichen Park sind Flächen für eine aktive Bespielung mit Sport- und Spielangeboten vorgesehen, die entlang einer neuen Durchwegung in ost-westlicher Richtung angeordnet sind. In der nordwestlichen Parkfläche ist ein Pavillon mit Angeboten für die örtlichen Nutzergruppen integriert. Eine ruhige, vegetative Gestaltung mit Stauden und Geophyten ist für die östliche Parkfläche vorgesehen. Im Bereich vor dem Seniorenheim sind einzelne, intergenerative Bewegungselemente geplant. Zur Straße entlang des Landwehrkanals wird der Park mit einem schützenden Heckenband abgeschirmt. Neue Parkbänke mit Lehne bieten Sitzmöglichkeiten im Park an ausgesuchten Orten des Aufenthalts.

    Äußere Ringstraße
    Der äußere Ring wird in seiner Funktion als Fußgängerzone erhalten und aufgewertet. Der Entwurf sieht eine Neuorganisation dieses Bereichs vor. Grundsätzlich unterteilt sich die äußere Ringstraße in einen Bewegungsbereich aus Betonpflaster in Reihe in der Formatigkeit 30/10 bzw. 20/10 sowie in eine Fläche aus dem Mosaikpflaster des Bestandes, die die ansässigen Geschäfte und Cafés für Möblierung und die Präsentation ihrer Waren nutzen können. Dazwischen befindet sich – abgesetzt durch einen durchgehenden Pflasterstreifen – ein Funktionsband, auf dem Elemente der Stadtmöblierung wie Sitzbänke, Abfallbehälter, Straßenbeleuchtung, vereinzelte Fahrradbügel sowie Bestandsbäume angeordnet sind. Die Sitzelemente und funktionalen Einbauten sind in der Art angeordnet, dass die Luftgeschosse nicht verstellt werden.
    Die Standorte der Bestandsleuchten sind hier sowie im inneren Rondell beibehalten. Um dennoch den heutigen Ansprüchen an Ausleuchtung, Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit zu genügen, ist ein Austausch der Leuchten mit einem Duktus, der an die Leuchten der 60er-Jahre erinnert, vorgesehen.

    Luftgeschosse
    Die Luftgeschosse – als Verbindung zwischen äußerem Ring und innerem Rondell –spielen eine impulsgebende Rolle. Zur Identifikation der Hausgemeinschaften, als Anlaufstelle zum Verweilen in guter Nachbarschaft, aber auch als Raum für künstlerische Nutzung und Gestaltung von Gästen werden hier Orte geschaffen, die einladen. Farblich differenzierter „Glitzerasphalt“ – ein Gussasphalt mit einem Coating, das Lichtpunkte reflektiert (Sternenhimmel) – ermöglicht als multifunktional bespielbarer Bodenbelag vielfältige Nutzung. Eine Rahmung der Fläche mit Messingbändern erinnert an das Pflastermuster der Ausgangsgestaltung aus den 60er-Jahren. Eine neue Beleuchtung schafft eine helle, freundliche Atmosphäre und unterstreicht die Offenheit zwischen innerer Platzfläche und äußerer Ringstraße.

    Inneres Rondell
    Der Entwurf des Platzes beruht auf einer zeitgenössischen Interpretation der Rahmen der Rasenkompartimente des Rondells. Die Rahmung differenziert sich in einen mineralisch und einen vegetativ geprägten Bogenschlag. Ein Heckenband mit den Grüntönen differenzierter Pflanzenauswahl (Taxus baccata, Buxus arborescens und Ilex crenata) ermöglicht die Integration der Höhenlage aller Bestandsbäume. Das mineralische Band aus Natursteinplatten dient als Weg und Terrasse. Das Zusammenspiel von Heckenboskett und Wegetrerrasse schaffta auf as Zentrum der Anlage orientierte Orte. Im Norden des mineralischen Bandes bilden differnezierte gestaltete hölzerne Plateaus einen sonnigen Ort des Aufenhalts mit Orientierung auf die Mitte. Die Kulisse des vorhandene Baumbestandes mit der Friedensäule bildet den Hintergrund der nördlichen Platzfläche als Ort der Inszenierung der Zivilgesellschaft. Die vorgelagerten Rasensegmente bleiben in ihrer Form und Topographie erhalten ebenso die radialen Nebenwege aus Mosaikpflaster, die diese unterteilen. Beim Gang entlang des inneren Rondells erlebt man die graduelle Verschmelzung von Stadt zu Landschaft bzw. Landschaft zu Stadt – von belebtem zu kontemplativem Raum. Dem Brunnen mit Friedenssäule wird ein bespielbarer Wasserspiegel vorgelagert, um in Anlehnung an die historische Bepflanzung einen Rahmen für das Denkmal zu schaffen. Die Farbgebung und Materialität des Bestandsbrunnens ist maßgeblich für Farb- und Materialwahl der neu gestalteten Elemente. Zeitgenössische Parkbänke mit Lehne zeichnen das Brunnenrondell sowie die urbane Achse zur Friedrichstraße nach. Die gleichen Bänke finden einzeln oder aneinandergereiht Verwendung auf der Rahmung des Platzes .Plattenteppiche aus Naturstein zeichnen die Pflasterung des Ursprungsentwurfes der 60er nach. Sitzelemente aus durchgefärbtem Sichtbeton mit Holzauflage werden hier vor den geschlossenen Treppenhäusern des inneren Rings aufgestellt und bieten Aufenthaltsmöglichkeiten für den kurzfristigen Aufenthalt. Die barrierefreie Erschließung der Platzanlage im Bereich der historischen Treppenanlage erfolgt mittels integrierten Rampen, die seitlich der Skulpturenpostamente angeordnet sind. Der neue Aufzug zur U-Bahn, der Zugang zum Gleichrichterwerk sowie die Flächen für das „Orakel“ sind in den Entwurf integriert.

    Südliche Friedrichstraße
    Die südliche Friedrichstraße ist ebenfalls als Fußgängerzone ausgestaltet. Da hier durch Anlieferungsverkehr, mögliche Marktnutzung und hohes Personenaufkommen vor allem von Besuchern der nahgelegenen Museen und Galerien eine belebtere, offenere Raumnutzung entsteht, wird an dieser Stelle eine robuste Gestaltung mit einer großzügigen Pflasterfläche für den Bewegungsraum vorgesehen. Integriert in diese Fläche ist das die Nord-Süd-Achse nachzeichnende Plattenband aus Betonplatten im Format 100 x 150 cm. Ebenfalls wird der Pfad der Visionäre in die Pflasterfläche eingebunden. Leuchten und vereinzelte Sitzelemente zeichnen die Durchwegung nach.
    Die seitlich der Verbindungsachse gelegenen Freiflächentaschen verbleiben als kleine ruhige, tiefer liegende Platzflächen zur Nutzung für die Außengastronomie sowie als Aufenthaltsort. Die Flächen werden so überarbeitet, dass sie ein gepflegtes Erscheinungsbild durch erneuerte Pflasterung und Baumscheibeneinfassungen erhalten. Die barrierefreie Erschließung erfolgt seitlich, die eigentliche Stufenanlage an der Kante zur Fußgängerzone bleibt grundsätzlich erhalten.

    Das Entwurfskonzept schafft für das Gesamtensemble Mehringplatz mit dem Mittel des interpretiernden Denkmalschutzes einen der architektonischen Qualität angemessenen, gestalterischen und funktionalen Stadtraum, der sowohl den Wohnort als auch den öffentlichen Platz in seiner Bedeutsamkeit stärkt.


    Beschreibung durch das Preisgericht:

    Gesamtkonzept
    Die Arbeit verschränkt die Themen Stadt und Natur in einer zeitgenössischen Interpretation des den Platz rahmenden Rings aus Hochbeeten. Der nördliche, auf die Friedrichstadt weisende Teil ist mineralisch, während der südliche an das Ufer anschließende Teil vegetativ gestaltet ist. Die bestehende Gliederung der Platzfläche in eine mit Betonrechteckpflaster gestaltete Mittelachse und einer umgebenden, durch Radialwege gegliederten Rasenfläche, wird beibehalten. Unter Einbeziehung der vorhandenen Hochbeete wird ein sich von Norden nach Süden verschlankender konzentrischer Ring aus großformatigen Natursteinplatten einer ebensolchen Heckenform spiegelbildlich gegenübergestellt. Die Gestaltung der südlichen Friedrichstraße aus mit Mosaikpflaster gegliedertem Betonstein setzt sich über den äußeren Ring bis zum Blücherplatz fort. Die Luftgeschosse sind durch einen Bodenbelag mit Glitzerasphalt davon abgesetzt. Die Sichtachse wird auf gesamter Breite freigehalten. Das Wettbewerbsgebiet ist in vier Bereiche mit unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten gegliedert: die südliche Friedrichstraße mit Läden und Cafés; den Schmuckplatz, einen unter Einbeziehung der Luftgeschosse aktiven, mit Angeboten anreicherten äußeren Ring und den Parkbereich am Gitschiener-Ufer im Süden.

    Gestaltung und Nutzung
    Der unter Einbeziehung der vorhandenen Hochbeete rahmende Ring aus mineralischer Wegeterrasse und Heckenboskett soll eine graduelle Verschmelzung von Stadt zu Landschaft und Landschaft zu Stadt – vom belebten zum kontemplativen Raum erlebbar machen. In dem mineralischen Band bieten im Norden differenziert gestaltete hölzerne Plateaus sonnige Aufenthaltsorte. Das geschnittene immergrüne Heckenband im Süden variiert die Laubfarbe und Textur von Eiben über Buchsbaum bis zu Stechpalmen. Der Friedenssäule mit dem Brunnen wird zusätzlich ein bespielbarer Wasserspiegel vorgelagert. Zeitgenössische Parkbänke mit Lehnen zeichnen das Brunnenrondell und die Achse der Friedrichstraße nach. Vor den Treppenhausfassaden sind Sitzelemente aus farbigem Sichtbeton mit Holzauflage eingefügt. Beiderseitige Rampen flankieren die historischen Figuren der Freitreppe im Süden. Dem Aufzug wird ein Pavillion gegenüber gestellt. Die äußere Ringstraße wird in einen Bewegungsbereich aus Betonpflaster 30/10 bzw. 20/10 und die Seitenbereiche mit Mosaikpflaster gegliedert. Unter den Bäumen ist ein Funktionsband eingefügt, um die Stadtmöblierung und Fahrradständer aufzunehmen. Die südliche Friedrichstraße erhält eine robuste Gestaltung mit Betonpflaster. Ein Band aus Betonplatten im Großformat 100*150cm betont den mittigen Bewegungsraum, hier sind die Platten der EU-Staaten integriert. Die vorhandenen Baumhaine werden überarbeitet und dienen weiterhin der Außengastronomie, seitliche Rampen erleichtern zukünftig den Zugang. Die zwei Grünflächen an der Uferstraße sind mit einem neuen Wegesystem gestaltet. Im nordwestlichen Bereich bietet ein Pavillon Wetterschutz für örtliche Nutzergruppen. Im Park werden entlang der Wege Flächen für Spiel und Bewegung angeboten. Der östliche Bereich wird mit Stauden und Geophyten gestaltet, es wird vorgeschlagen auch einzelne Bewegungselemente zu integrieren. Ein Heckenband entlang der Uferstraße schirmt die Anlagen ab. Die Torhäuser bilden sich als footprints mit einem umgebenden Plattenband ab. Temporär ist auf dem westlichen footprint eine Spielbox und auf dem Östlichen ein kleines Café mit Terrasse vorgesehen. Auf der Hallesche-Tor-Brücke wird auf der Westseite eine lange Sitzbank angeboten. Die Pflasterung wird in gesamter Breite über die Uferstraßen geführt. Die Bestandsbäume im Realisierungsteil bleiben vollständig erhalten. Das Beleuchtungskonzept sieht vor, die bestehenden Leuchten zu erhalten und in geeigneter Weise mit neuer LED-Lichttechnik auszurüsten oder gegen neue im 60er-Jahre Stil zu tauschen. Die Luftgeschosse werden von der Decke beleuchtet, der Glitzerasphalt reflektiert.

    Realisierung / Kostenrahmen / Wirtschaftlichkeit
    Die großflächige Erneuerung der befestigten Flächen lässt die Arbeit im Kostenrahmen kritisch erscheinen. Der Pflege- und Unterhaltungsaufwand erscheint insbesondere durch das große Heckenband und das Holzpodest relativ hoch .

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Jury würdigt den Ansatz der Verzahnung von Natur/Park und Stadt/ Platz. Dieses wird anschaulich im inneren Ring durch zwei sichelförmige Strukturelemente - einen geschnittenen immergrünen Heckenblock von Süden und einen mineralischen Platzbereich von Norden – umgesetzt. In dieser Figur sollen die Hochbeete materiell erhalten bleiben, werden allerdings von Sträuchern bzw. Holzdecks vollständig verkleidet, was als widersprüchlich wahrgenommen wird. Die städtebauliche Grundfigur wird weiterhin durch die Betonung der Mitte um die Friedenssäule gestärkt. Das dort vorgesehene zusätzliche Wasserbecken wird kontrovers diskutiert. Einerseits wird es als attraktives Nutzungsangebot und entschleunigendes Raumelement positiv gesehen, andererseits aus denkmalfachlichen Aspekten kritisch gewertet. Die bestehenden Rasenflächen werden prinzipiell in Form und Größe erhalten. Die Dimensionierung der strahlenartigen Querwege erscheint allerdings funktional und im Verhältnis zur Hauptachse des Platzes auch proportional zu klein. Im äußeren Ring wird eine neue Pflasterung vorgesehen, die in positiver Weise zu einer Zonierung der Funktionsfläche beiträgt. Die Grünfläche im Süden erhält ein breites „Gestaltungsband“, das im westlichen Teil mit Spielelementen und im östlichen mit Staudenpflanzungen zu einer Nutzungsintensivierung beiträgt. Die Vorhalteflächen für die potentiellen Torhäuser wurden mit einer passenden Zwischennutzung (Sportfläche / Café) sinnvoll belegt.